Bella Tola und Rothorn bei Dauerregen


Publiziert von Meeraal , 8. März 2013 um 08:10.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 7 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Unterkünfte in St. Luc

 

 

Am Abend des 06.Oktober 2012 fuhr ich dann nach St. Luc im Val d`Annivers, da ich am folgenden Tag auf die Bella Tola und das Rothorn wollte. Leider fing es dann in der Nacht etwa gegen 0.45 Uhr an zu regnen und hörte auch am Morgen nicht auf. Daher überlegte ich lange, was ich tun sollte, aber da diese Berge zwei der einfachsten in den ganzen Alpen sind und ich im Schwarzwald wegen dieses Wetters auch nicht daheimgeblieben wäre, beschloss ich die Tour zumindest zu versuchen. Mit Regenschirm, Regenjacke, Regenhose und Gamaschen ging ich kurz nach 8 Uhr morgends los. Zwar ging ich langsamer als normal, um nicht auch noch zu schwitzen und dadurch von innen nass zu werden, aber ich kam dennoch zügig voran. Der Regenschirm war dabei mein bester Freund. Erst oberhalb etwa 2800 Metern kam ein starker Wind auf, der oben am Gipfelgrat fast zum Sturm wurde. Hier nützte der Schirm dann nichts mehr. In einer kleinen Schutzhütte etwas oberhalb 2900 Metern konnte ich dann in aller Ruhe umpacken, sowie Wanderstöcke und einigen unnützen Kleinkram vorübergehend zurücklassen. Dann ging ich weiter zur Bella Tola, deren Gipfel ich dann auch bald erreichte. Auf der Ostseite lag stellenweise etwas Neuschnee, aber ansonsten war der Berg schneefrei. Nach etwa 3 Minuten Gipfelaufenthalt, die ich für die Gipfelfotos und die Bestimmung der Koordinaten benötigte, ging ich weiter in Richtung Rothorn, wobei ich stellenweise gerannt bin, da das Wetter derartig widerlich war, dass ich die ganze Sache so schnell wie möglich hinter mich bringen wollte. Nach zweiminütigen Gipfelaufenthalt auf dem Rothorn, auf dessen Gipfel übrigends ein Pavillion steht, ging ich zurück zur Schutzhütte. Dort packte ich wieder um, nahm meine Sachen wieder mit und machte mich dann schleunigst auf den Weg nach unten. Kurz unterhalb der Hütte kam mir dann einer entgegen, eine Tatsache, mit der ich bei diesem Wetter niemals gerechnet hatte. Inzwischen war das Wasser über die Regenhose und Gamachen in Richtung Schuhe gelaufen und fand über die Schnürsenkel einen Weg, in selbige einzudringen, so dass meine Füße bei jedem Schritt quietschten. Zum Glück hatte ich die alten Einlagen in den Schuhen, denn die begannen sich durch die Nässe nun aufzulösen und es ist abzusehen, wann ich sie wegschmeißen muss. Am frühen Nachmittag hörte es dann auf zu regnen, so dass ich wenigstens auf dem allerletzten Teil des Abstiegs auf die Regenklamotten verzichten konnte, obwohl ich ohnehin schon durch war, trotz Regenschutz. Wieder erfolgten Auf- und Abstieg ohne Benutzung der Bergbahn, aber die fuhr bei diesem Wetter eh nicht, wie ich erst hinterher feststellte.
Trotz des widerlichen Wetters bereue ich es auf keinen Fall, die Tour dennoch gemacht zu haben und erinnere mich gerne daran zurück.

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Tourengänger: Meeraal


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