Sulzfluh - Drusator


Publiziert von GerdS , 26. Februar 2013 um 19:23.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:25 Februar 2013
Ski Schwierigkeit: S
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2125 m
Abstieg: 2125 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto nach St. Antönien
Unterkunftmöglichkeiten:Haus Türli (St. Antönien) Alpenrösli (Partnun)

Als Krönung unseres wunderschönen 3 Tage Wochenendes in St. Antönien hatten wir uns die Sulzfluh bis zum letzten Tag aufgehoben. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Haus Türli (super Herberge für Tourengeher, nette Bewirtung, REICHLICHES Essen, und sehr günstig für schweizer Verhältnisse), starteten wir um ca. viertel vor 9 vom letzten befahrbaren Parkplatz im Tal vor Partnun. 

Der Plan für diesen herrlichen Tag war die Überschreitung der Sulzfluh mit Abfahrt durch die Nordrinne nach Österreich, um über die Lindauer Hütte, Drusator und Carschina Hütte wieder zurück nach Partnun abzufahren.

Nach ca. einer Stunde machte ich mich von meinen 2 Kollegen selbstständig, da für diese Tour einiges an Kondition und sicheres skifahrerisches Können verlangt werden. Die Beiden stiegen "nur" zur Sulzfluh auf und fuhren dann wieder über den Abstieg auf, was selbst auf den verfahrenen Aufstiegshängen noch ein Vergnügen war, den Berichten zufolge ;)

Auf die Sulzfluh kommt man im Prinzip ohne größere Schwierigkeiten, das einzige besondere ist eine Steilstufe, die zum Gemschtobel führt, die im blödesten Fall vereist ist und somit nur mit Steigeisen und Pickel begehbar. In unserem Fall waren aber bereits tiefe Tritte vorhanden und somit absolut gar kein Problem: Ski aufn Rucksack und hops hoch. 
Auf dem Gipfel gibts neben dem echt riesigen Gipfelkreuz eine Mega-Aussicht! Der Tag war sowieso schon der absolute Wahnsinn, aber die Sicht auf große Teile der schweizer Ostalpen war wirklich beeindruckend. Ein paar nachkommen Ansässige erklärten mir dann noch einige der Berge, aber da gibts einfach viele zu viele um sich die zu merken! 

Die Abfahrt nach Österreich hatten wohl schon einige vor mir genommen, da gabs bestimmt mehr als 50 Spuren runter, was mich etwas verwunderte, da diese doch nicht ganz ohne ist. Man fährt bei bis zu 40° steilen Hängen um die 1200 HM ab, mit einer etwas heiklen Stelle, bei der der Großteil der Leute einfach nur seitlich (Snowboard-Style) abrutscht. Unten fellt man wieder an, um dann über ein Wegstück durch den Wald zur Lindauer zu laufen. Schnee lag echt o-Mass! Auf rumliegenden Steinbrocken konnte man den Schneedecken der minimum 2m Schnee super analysieren! 

Nach der Lindauer Hütte geht es dann schnell zu auf die grandiose Kulisse und wunderschönen Hänge der Drei Türme. Auch dort waren schon viele Spuren vorhanden, allerdings ergeben sich in den weiten Hängen nahezu unendlich viele Möglichkeiten. 
Mit bereits etwas schwereren Beinen ging es dann die auch durchaus steilen Hänge hinauf zum Drusator. Kurz bevor man dieses erreicht, geht es nochmal über eine verspurte Steilstufe. Oben angekommen war ich dann doch schon ziemlich platt, aber bis auf einen kurzen Anstieg ohne Felle bis zur Caschinahütte, hatte ich den Großteil ja schon geschafft. 
Die Abfahrt von dieser war überraschenderweise ziemlich gut, zuerst geht es über flache Hänge mit vielen Findlingen, über die sich wunderschön austoben kann, besonders mit etwas breiteren Freeride-Brettern. Die Schlussabfahrt nach Partnun führt über breite Hänge, wo man mit etwas Suchen auch noch seine eigene Spur in das weise Gold legen kann.

Insgesamt eine wunderschöne, aber durchaus anspruchsvolle Tour, meine Uhr zeigte gesamte 2125 Aufstiegshöhenmeter an, unterwegs war ich über 6 Stunden, mit vielen Foto Pausen. Im Tal warteten dann schon meine Kumpels auf mich, um dann noch den Parkausweis der netten Dame vom Haus Türli zurückzugeben und danach heim nach Kempten zu fahren.

Tourengänger: GerdS


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