Genossener Whiteout auf dem Buochserhorn (1807 m)


Publiziert von rkroebl Pro , 24. Februar 2013 um 19:45.

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:24 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 1397 m
Strecke:Niederrickenbach-Steinrüti-Bleiki-Bleikigrat-Buochserhorn-Bleikigrat-Bleiki-Niederrickenbach-Chollertobel-Buoholz-Station Niederrickenbach
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Niederrickenbach Station
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Niederrickenbach Station
Kartennummer:Ausschnitt map.geo.admin.ch / GPS Garmin etrex 30

Klar, heute hatten wir von Petrus nicht viel erwartet. Aber etwas für Körper und Geist wollte getan werden, weshalb es uns diesmal bei etwas garstigen Bedingungen ins Engelbergertal verschlug. Die Tour aufs Buochserhorn war ein lockeres Training für grössere Taten die dann noch kommen sollen. Belohnt wurden wir allemal mit dem schönsten, lockersten Pulverschnee, den wir je erlebt haben. In den oberen Bereichen fühlte er sich an wie eine Mischung aus Zuckerwatte und Helium. Traumhaft!

Mit der LDN (Luftseilbal Dallenwil-Niederrickenbach) von Niederrickenbach Station (Halt auf Verlangen bei der Zentralbahn Luzern-Engelberg) hinauf nach dem Dorf Niederrickenbach, das primär aus einem Benediktinerinnen-Kloster und Nebengebäuden zu bestehen scheint. Sympathisch: die Bahn akzeptiert GA, Halbtax-Abo und Reka-Checks). Da wir mit GA unterwegs sind wissen wir nun 'leider' nicht, was die knapp 7 Minuten Fahrt hinauf gekostet hätten. Wir haben uns noch einen Kafi genehmigt, im Pilgerhaus, wo uns die Wirtin auf das Schneetreiben draussen aufmerksam machte. So eine 'fluffige' Schneequalität sehe man selten, sie habe das noch nie gesehen. Kurz bevor wir unsere Schneeschuhe dann anschnallten, noch eine Benediktinerin die uns ansprach und sich über den Winter und den vielen Schnee freute.

Wir stiegen los, im Schneetreiben: Über Steinrüti, Bleiki und Bleikigrat hinauf zum Gipfel des Buochserhorn. Der Schnee war tief, aber da war eine Spur die zwar laufend zugeschneit wurde, aber zumindest die Routenwahl einfach machte. Im ersten Teil des Aufstiegs ging's durch tief verschneite Wälder, die sich heute in allerschönstem Zustand zeigten. Unter und zwischen den Bäumen war die Sicht auch gar nicht schlecht, so gegen 100 Meter konnte man da schon vorausblicken. Später verlässt der Weg die Bäume und geht über einen wetterexponierten Grat und über offenes Gelände. Dort reduzierte sich die Sichtweite dann auf 5 Meter, das überflüssigerweise monumental grosse Gipfelkreuz war erst zu erkennen, als man schon fast den Kopf dran anschlug. Garstige Bedingungen da oben liessen nicht an Rast denken. Wir tranken etwas Tee, plauderten mit einem anderen Tourengängerpaar und machten (nach dem die anderen beiden die Abfahrt aufgenommen hatten) mit der Kamera noch etwas den Löli, bevor die dann auch vor der Kälte kapitulierte. Das Wetter machte keinen Fototag aus diesem Sonntag. Die geneigten Leserinnen und Leser mögen verzeihen.

Abstieg - mehr oder weniger - auf der Aufstiegsroute. Wieder in Niederrickenbach angekommen, waren wir noch nicht befriedigt genug, um in die Luftseilbahn zu steigen. Spontan fiel der lohnende Entscheid, den ganzen Abstieg ins Tal auch noch unter die Füsse zu nehmen. 

Eine einfache Tour, die sicher tolle Ausblicke bietet, wenn das Wetter mitspielt. Wir haben den Tag trotz weitgehend inexistenter Sicht extrem genossen - der Schnee war fantastisch.

Tourengänger: rkroebl


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Geodaten
 14841.gpx Buochserhorn

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