An Maltas Südküste: Għar Lapsi, Ħaġar Qim, Mnajdra ...


Publiziert von pika8x14 Pro , 27. Februar 2013 um 01:24.

Region: Welt » Malta
Tour Datum: 4 Februar 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: M 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 200 m
Abstieg: 200 m
Strecke:Għar Lapsi - Ras il-Ħamrija - It-Torri tal-Ħamrija / Tal-Ħamrija Tower - Ħaġar Qim - Mnajdra - Għar Lapsi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Per Bus (offenbar nicht im Winter!) oder per Pkw nach Għar Lapsi (Haltestelle "Is-Siġġiewi Lapsi" bzw. Parkplatz).
Kartennummer:KOMPASS: Karte 235 "Malta, Gozo", 1 : 25 000

Heute möchten wir eine Wanderung im Süden von Malta unternehmen. Von Għar Lapsi aus soll es zum Tal-Ħamrija Tower und zu den Tempelanlagen von Ħaġar Qim und Mnajdra gehen. Die Kompass-Karte weist entlang der Küste einen „teilweise nur für Geübte“ geeigneten Weg aus, und auch andere Quellen sprechen diesbezüglich von „nicht ganz einfach“ (ADAC-Reiseführer) …

Los geht’s bei Għar Lapsi - im Fels, der diese winzige Bucht einrahmt, befinden sich kleine Höhlen. Nebenan gibt es einige Gebäude, unter anderem ein Restaurant. Im Sommer soll Għar Lapsi ein beliebter Einstieg für Taucher und Schnorchler in die Unterwasserwelt sein, heute ist eher keine Badesaison - entsprechend ruhig geht es zu.

Wir nehmen den Pfad, der in etwa östliche von den Häusern wegführt und in der Regel gut zu begehen ist. Allzu schwierig ist der Weg also nicht. Aufpassen sollte man jedoch an den Steilabbrüchen. Das heißt vor allem, dass man im Zweifel etwas mehr Abstand vom Klippenrand hält, denn „steil“ und „brüchig“ ist es mitunter tatsächlich …

Zu einem liegt dies natürlich an der „Erosion“ - Wind und Wasser nagen ganz offensichtlich fortwährend an den Klippen, zum anderen an der „Plattentektonik“ - südlich von Malta befindet sich ein Grabenbruch, in den immer wieder große Gesteinsmengen hineinrutschen.

Das jüngste Zeugnis dieser Vorgänge können wir am It-Tarġa tal-Magħlaq / Magħlaq-Fault bestaunen: Riesige Felsmassen sind vor wenigen tausend Jahren teilweise oder komplett von der Insel abgerissen. Beeindruckend ist auch die steile und vergleichsweise glatte Bruchfläche, die an manchen Stellen zu sehen ist.


Nachdem wir bis Ras il-Ħamrija einem schmalem Pfad etwas oberhalb der Küste gefolgt sind, geht’s nun etwas steiler und mehr oder weniger weglos hinauf zum alten Wachturm It-Torri tal-Ħamrija / Tal-Ħamrija Tower (entweder haben wir den Pfad zwischendurch bei einem der zahlreichen, fotobedingten Stopps oder Umwege aus den Augen verloren, oder es gibt kurz vor dem Wachturm tatsächlich keine Wegspur).

Vom Turm aus folgen wir dann einem als „nature trail A“ markierten Weg. Vorbei an einer langen Trockenmauer gelangen wir so über die Hochfläche zur Tempelanlage Ħaġar Qim. Während wir bisher allein unterwegs waren, treffen wir nun auf zahlreiche Besucher - schließlich befinden wir uns an einer der größten Sehenswürdigkeiten Maltas und eigentlich „muss“ man hierher auch nicht wandern - es gibt einen großen Parkplatz und eine Bushaltestelle …

Im Besucherzentrum kaufen wir Eintrittskarten und schauen ein Info-Video sowie die Ausstellung an. Anschließend besichtigen wir die verbliebenen Teile des vor ca. 5.000 Jahren errichteten Tempelkomplexes Ħaġar Qim. Dieser ist nicht nur eingezäunt und bewacht, sondern grötenteils auch „futuristisch“ überdacht - sicherlich gut für den Erhalt der frühgeschichtlichen Bausubstanz, aus der Ferne allerdings wenig prähistorisch anmutend …

Auf breiten Weg schlendern wir dann zur zweiten, etwas unterhalb gelegenen, historischen Tempelanlage, Mnajdra - gleichfalls bestens geschützt und damit eben auch mehr mit „Inneren Werten“ (bauliche/künstlerische Details) als „Äußerlicher Schönheit“ (Gesamtbild der Anlage) ausgestattet.

Für den Rückweg nach Għar Lapsi wählen wir nun eine Alternative weiter abseits der Küste. Zuerst gehen wir wieder ein Stück zurück in Richtung Ħaġar Qim und biegen dann auf den „nature trail B“ ab. Als dieser sich kurz darauf verzweigt, halten wir uns links. Dabei passieren wir u. a. einen schönen Aussichtspunkt hinunter aufs Meer. Als der „nature trail“ nach einem ehemaligen Steinbruch rechts abzweigt, bleiben wir auf der weiter geradeaus führenden Piste und gelangen wenig später auf eine Straße.

Dieser folgen wir etwa 500 m und biegen dann auf einen links abzweigenden Weg ab. Entlang einer großen Rohrleitung (rechts davon) steigen wir hinunter in Richtung Meerwasserentsalzungsanlage. Zwischendurch wird’s dabei auch nochmal richtig steil - es gibt Stufen, hier und da fehlt aber auch mal eine ... als wir unten angekommen sind, stellen wir fest, dass es wohl auch auf der anderen Seite der Leitung einen Steig gibt - vielleicht ist dieser sogar etwas besser.

In der Nähe der Entsalzungsanlage erreichen wir wieder die Straße, dieser folgen wir nun noch das kurze Stück bis Għar Lapsi. Dort beenden wir unsere abwechslungsreiche „Küsten- und Kulturwanderung“ bei schönem, mitunter auch etwas windigem Frühlingswetter. Etwa die Hälfte der Gesamtdauer von etwa 4,5 Stunden haben wir dabei sicherlich für Besichtigungen und Fotografieren verwendet.   


pika8x14 sind heute: A. + A.

Tourengänger: pika8x14


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Geodaten
 14843.kml Għar Lapsi - Ras il-Ħamrija - It-Torri tal-Ħamrija / Tal-Ħamrija Tower - Ħaġar Qim - Mnajdra - Għar Lapsi

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