Spitzhoreli


Publiziert von bulbiferum , 26. Februar 2013 um 21:23.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:14 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 780 m
Abstieg: 780 m
Strecke:11,5 Km

Kalt sehr kalt ist es, und alles andere als „amächelig“ als wir aus dem Auto steigen. Zuerst folgen wir einem geräumten Strässchen um einen Hügel herum. Die vorhandenen Spuren führen alle zum Punkt 2017 wo wir eine kurze Stufe überwinden. Nun stehen wir auch schon vor dem Weiler Hopsche.
Die Szenerie ist wunderbar. Wegen  der frostigen Temperaturen sind die kleinen Bäumchen mit dicken Raureif überzogen und stehen wie Skulpturen in der Landschaft. Die Nordwand des Fletschhorns dominiert die Landschaft.  Wir schwatzen einige Zeit mit drei Italienern, die mit schlappen Batterien in einem LVS kämpfen. Ausgerechnet jetzt habe auch ich keine Ersatzbatterien dabei.
Nach Hopsche beginnt die Route sanft anzusteigen und quert dann lange die Südhänge des Tochuhorns. Das ist bei kritischen Verhältnissen auch der gefährlichste Abschnitt. Beim Punkt 2284 holen ein wenig mehr südlich über einen abgeblasenen Rücken aus.  Hier liegt nur wenig Schnee und so kommen wir bequemer vorwärts. Die nun folgenden ca. 1 ½ Km bis zur Üsseri Nanzlücke steigen nicht stark an. Das Wetter ist immer noch wunderbar, In der Zwischenzeit ist es auch viel wärmer geworden. Als wir die Lücke erreichen sind die ersten Zeichen des angekündigten Wetterwechsels bereits zu spüren. Ein kalter Wind bläst von Westen her. Offenbar tut er das öfter. Die Hänge hinauf  bis zum Gipfelkreuz sind stark abgeblasen oder dann hart windgepresst. Grosse Wächten hängen an der Ostseite des Spitzhoreli.
Das Wetter wird nun schnell schlechter. Der Wind bläst stark und eisig. Ursprünglich wollte ich noch weiter bis zum nördlichen Gipfel aber unter diesen Umständen lassen wir das nun bleiben,
Im Abstieg folgen wir, von kleinen Abweichungen abgesehen, der Aufstiegsroute. Im Windschatten des Straffelgrates ist auch vom Wind nicht mehr viel zu spüren.  Die Querung zurück nach Hopsche ist ein wenig mühsam. Das Licht wird nun immer diffuser und wir zurück beim PP sind ist es mit der schönen Aussicht vorbei. 
 
Bei guten Verhältnissen ist das Spitzhoreli eine schöne nicht allzu schwierige Tour. Das Gelände ist übersichtlich und so ist auch die Orientierung einfach. 

Tourengänger: bulbiferum


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Kommentare (3)


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Henrik Pro hat gesagt: ...gesundet und gestärkt
Gesendet am 26. Februar 2013 um 21:32
> „amächelig“

nimmsch das mit-em glaine Finger bzw. Händsche...

Scheeni Helgge hän dr mitbrocht.

CS

Henrikus Minimalis

eugen hat gesagt: Schöne Tour
Gesendet am 27. Februar 2013 um 06:42
Einer meiner Hausberge. Wunderbare Bilder hast Du gemacht. Vor allem die Reif-Bäume gefallen mir sehr gut. Wind in dieser Gegend gehört dazu.
Schönen Tag und Gruss

Eugen

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 29. April 2013 um 08:29
schön bebildeter Bericht - nun nehme ich das Spitzhorli definitiv in die Wunschliste auf!

lg, Felix


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