Mittagkopf (1636 m), Zäunlkopf (1746 m)


Publiziert von gero Pro , 15. Februar 2013 um 19:03.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Tour Datum:14 Februar 2013
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT1 - Leichte Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 885 m
Abstieg: 885 m
Strecke:Scharnitz (Mühlberg) - Sportalm Mühlberg - Vord. Forchenegg - Luchstalkopf - Vord. Schnabelegg - Gr. Mittagskopf - Lehntalkopf - Zäunlkopf und zurück (10,3 km)
Kartennummer:AV 5/1 Karwendelgebirge (Westliches Blatt)

Zugegeben - der südlich oberhalb Scharnitz gelegene Zäunlkopf ist jetzt nicht gerade DIE Hochtour, und der Anstieg ab Scharnitz-Mühlberg nichts für sonnenhungrige Frühaufsteher wie mich (weil man zumindest jetzt im Winter erst einmal 2 Std durch die schattige Kälte eines relativ dichten Bergwaldes läuft) - aber im Gipfelbereich wartet er mit einer recht großzügigen Rundsicht auf, die allerdings durch lichten Baumbestand hier und da etwas getrübt wird.

Veilleicht waren auch einfach meine Erwartungen etwas zu hoch, geprägt durch die großartigen Bilder von Tef und ADI; und dann war da gleich zu Beginn die offizielle Sperrung des Giessenbachtales wegen Lawinengefahr, die mir den eigentlich geplanten südseitigen Anstieg via Oberbrunn verwehrte und mich leider zum Marsch durch die nordseitge Kälte verdammte - insgesamt also nicht so ganz mein Tag, aber ich bin ja bekanntlich eh kein Wintermensch.

Los geht es um 7:45 Uhr am Parkplatz Scharnitz-Mühlberg (ca. 960 m), der ja von ADI mehrfach beschrieben und inzwischen leider ebenfalls gebührenpflichtig ist. Aber nur im Sommer: im Winter ist der Parkscheinautomat außer Betrieb, und das wird durch eine übergestülpte Hülle mit Aufdruck "Im Winter außer Betrieb" auch offiziell bekundet. Ich steige die alte Schipiste mit Schneeschuhen hinauf - hätte allerdings auch ohne die Steighilfen auf der bis zur Sportalm Mühlberg geräumten und als Rodelpiste benutzten Forststraße hinaufwandern können. Später werde ich sie beim Abstieg hinabschlendern.

Nach einer Stunde komme ich an der Bergstation des längst nicht mehr existierenden Schiliftes vorbei, es ist dies auch die (ebenfalls außer Betrieb genommene) Sportalm Mühlberg (1358 m). Weiter geht es - nun zwingend mit Schneeschuhen oder Schiern - durch relativ dichten Wald und leider ausnahmslos im nordseitigen Schatten eine weitere Stunde bis zum Großen Mittagkopf (1636 m). Erst hier hat die Waldhatscherei ein Ende, und ich trete hinaus in strahlenden Sonnenschein - trotz vieler Kleidungsschichten bin ich inzwischen derart durchgefroren, daß ich mich erst einmal auftauen muß.

Unmittelbar gegenüber steilt der Nordhang des Zäunlkopfes auf; zunächst geht es aber 25 Hm hinunter in einen kleinen Einschnitt und jenseits wieder hinauf auf den unbedeutenden Lehntalkopf - nicht mehr als ein Namenseintrag auf der AV-Karte (so wie zuvor auch Luchstalkopf und Vorderes Schnabelegg). Um 10:30 Uhr habe ich den Vorgipfel des Zäunlkopfes erreicht; der gesamte Gipfelbereich hat den Charakter einer kleinen, baumbestandenen Ebene, und es sind nochmals 2 Minuten hinüber zum höchsten Punkt des Zäunlkopfes (1746 m), der mit einer Blechstange verunziert ist.

Von hier hat man tatsächlich trotz der mäßigen Höhe eine sehr schöne Aussicht - nach Norden weiter Blick bis hinaus ins Alpenvorland, ansonsten dominieren die hochwinterlichen Berge des Karwendels und des Wettersteins.

Rückweg wie Aufstieg - nun, am späten Vormittag, ist die Nordseite etwas sonniger, und mir kommen etliche Schitourengeher entgegen. Ab Sportalm Mühlberg wandere ich die geräumte Forststraße hinunter, Schneeschuhe sind dort nicht nötig.

Fazit:
eine kurze Trainigstour, die man bei nordseitigem Anstieg nicht zu früh am Tag angehen sollte: die Sonne kommt in dieser Jahreszeit erst am späteren Vormittag zur Geltung. Im Gipfelbereich tolle Aussicht, ansonsten Waldhatscher.

Tourengänger: gero


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Geodaten
 14685.gpx Nordseitiger Anstieg ab Scharnitz zum Zäunlkopf

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Kommentare (3)


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©bergundradlpeter hat gesagt:
Gesendet am 16. Februar 2013 um 08:42
...unter der Woche a scheens Tagerl erwischt
und sehr schöne Buidl mit g'bracht:-)

Viele Grüße
Peter

gero Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. Februar 2013 um 16:47
Servus Peter,

vielen Dank für Dein Lob, wärmt mir nachträglich die Seele auf nach diesem Marsch durch den Eiskeller.

Viele Grüße zurück
vom Georg

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 21. Februar 2013 um 15:37
da hast du für die Sonne, die traumhaften winterlichen Verhältnisse, doch lange frieren müssen ...

Wir warten auf den Frühling, den Sommer!

lg, Felix


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