(endlich) einmal durch den Gandgrabe auf den Turne


Publiziert von Felix Pro , 11. Februar 2013 um 20:57. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:10 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1050 m
Abstieg: 1050 m
Strecke:Zwischenflüh - Laden - P. 1238 - Gandgrabe - Spicherböde - Vorder Tärfete - Turne - Hinder Tärfete - P. 1596 - östliche Rinne von Under Blaachi und Hegi - Blattewald - P. 1238 - Zwischenflüh
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Häusernmoos, Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, nach Zwischenflüh
Kartennummer:1227

Kalt ist es schon, im Tal des Fildrichs, als wir in Zwischenflüh starten - -15° zeigt das Thermometer an L;da streben wir zügig den doch schon nahen, von der Sonne beschienen Hängen bei Laden zu. Und, bei der doch nicht unbedeutenden Steigung, dürfen wir, nach der Querung des Baches, welcher dem Gandgrabe entspringt, uns einer Kleiderschicht entledigen. Erfreulicherweise können wir hier die Bekanntschaft mit Aendu machen - er ist schneller wie wir unterwegs, so dass wir ihn am Gipfel leider nicht mehr wiedersehen (beste Grüsse zurück!).

 

Der Gandgrabe ist, nach den vom Lothar angerichteten Schäden, heute unproblematisch zu begehen - die Steigung moderat. Genussvoll - an der Sonne - ziehen wir erst auf Weidegelände hoch, treten kurz in den Wald ein, und dringen weiter in den Graben vor; erst am Schluss wartet eine Steilstufe, welche uns am rechten Hang im Wald doch etwas anstrengender hoch leitet zur überaus schönen Mulde bei der Hütte bei P. 1533 - welch ein überragender Anblick ins tief verschneite Gelände mit den wenigen Hüttchen, den ansteigenden Hängen und den darüber dräuenden Wechten!

 

Auch unser weiterer Aufstieg beschert uns viel Freude: gut gespurt in lieblicher Landschaft, den Turne bereits vor Augen, die Hütte Spicherböde kurz erkennbar, setzen wir unseren Aufstieg genussvoll fort - und erreichen bald den prächtigen Aussichtsplatz bei der Hütte. Viele andere Tourengänger benutzen diesen Ort als idealen Zwischenhalt - wir selbst verweilen hier länger und geniessen den traumhaften Tag.

 

„Ein hohes Verkehrsaufkommen“ am Aufstieg zum Turne - gerade nach der Alp Vordertärfete - nach der noch gutgängigen Aufwärmstrecke zum Wald hin, ist festzustellen. Während unsere drei Club-Kameraden den direkten Weg wählen durch die von damals begangene sehr steile Rinne, folgen wir dem ausholenden Weg, welche die meisten der Türeler nehmen; doch auch dieser steilt im Wald doch beträchtlich auf … Hier sind wir Schneeschuh-Gänger leicht im Vorteil: eine gute Spitzkehren-Technik ist auf jeden Fall von Vorteil ;-)

Während Ursula auf halbem Wege noch einer anderen Variante folgt, treffen wir drei Hikr’s kurz vor dem Übergang zum flacheren Schlussaufstieg wieder zusammen. Während unterdessen die drei Männer den direkten Zustieg zum Gipfelplateau in Angriff genommen haben, holen wir, wie letztes Mal, etwas aus - und erfreuen uns ob der wunderbaren Winterlandschaft mit den tief verschneiten Baumgruppen unterwegs und am Horizont - und der immer besseren Gipfelrundsicht.

 

Nur noch wenige Höhenmeter sind zu bewältigen, doch die nun wieder hervorragenden Einblicke (ins Tälchen unterhalb des Gipfels, in die gewaltigen Wechten unterhalb des Gipgels und zu den „Chörb“ hin) lassen uns einige Male innehalten - und wegen des aufkommenden Windes wieder zusätzliche Schichten anziehen … Doch rasch erreichen wir den Turne - voller Freude und voller Glücksgefühl, sich eines derart schönen Tages erfreuen zu können!

Nicht allzu lange verweilen wir jedoch auf dem höchsten Punkt: zu zügig, zu kalt ist’s, wir beschliessen, die längere Mittagsrast weiter unten, bei einer Hütte, abzuhalten.

 

Doch die Fernsicht geniessen wir - und äussern die Hoffnung, bald wieder hinauf zu touren - und lassen von „Abraham“ das Gipfelfoto schiessen (vielen Dank!)

 

Erst wandern wir flach übers Plateau, stets viele bereits bekannte und geschätzte Gipfel vor Augen, bevor die einen die Abfahrt - Priscilla und ich den Abstieg - im zwar verfahrenen, doch immer noch im öfters tiefen und leichten Pulverschnee, in Angriff nehmen. Hinder Tärfete erreichend, erwartet uns ein intensives Hundegebell: die vier quirligen Hunde von Beatrice, welche den Weg hier hinauf gemacht hat, begrüssen Ursula aufs Freudigste.

Das ist ein echt schönes Zusammentreffen - und das gemeinsame Mittagsessen und die Verkostung mitgebrachter Getränke geniessen wir in vollen „Zügen“ …

 

Da wir heute unser Auto weiter unten parkiert haben, nehmen wir erst unsere damalige Abfahrts-Route Richtung Alts Läger und auf der wiederum verschneiten Alpstrasse zum P. 1596; hier jedoch folgen wir den wenigen Spuren (nachdem Jumbo und ich die LK eingehend studiert haben), welche zur Rinne östlich Unders Blaachli|Hegi führen. Hier schliesst ein etwas steilerer Hang an, welcher uns schliesslich auf die - auch hier - verschneite Strasse führt, welche lang anhaltend (für uns Schneeschuh-Gänger) zurückführt zu P. 1238. Ab hier ist es - auch für uns beide - ein schnelles Fortkommen zum Ausgangspunkt, Zwischenflüh.

 

Den Abschluss dieser tollen Tour "feiern" wir alle, mit Beatrice zusammen, nach dem Käse-Einkauf im "Ds Bure-Lädeli" (http://www.burelaedeli-diemtigtal.ch/info.htm ) bei den Wiriehorn-Bahnen, im Riedli vis-à-vis - so haben wir es gern, wollen wir bald wieder unterwegs sein!

 

Heute sind drei Hikr’s auf Tour - und (mit uns) insgesamt fünf Mitglieder (Aschi, Jumbo und Peter) des SAC Huttwil  


Tourengänger: Ursula, Felix, Berghaesli


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Kommentare (2)


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CarpeDiem hat gesagt:
Gesendet am 13. Februar 2013 um 21:25
Anmachend diese Tour, vorallem bei diesem Kaiserwetter...

lg, Anne-Catherine

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 15. Februar 2013 um 08:58
ja, sehr empfehlenswert - und bei beinahe allen (Lawinen)-Bedingungen machbar.
lg, Felix


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