Schneewühlen am Kragelschinken - Fast zuviel des Guten :-)


Publiziert von mountainrescue Pro , 10. Februar 2013 um 14:59. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Ennstaler Alpen » Eisenerzer Alpen
Tour Datum:10 Februar 2013
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-ST 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 940 m
Abstieg: 934 m
Strecke:Lasitzenparkplatz - Teicheneggalm - Teichenegg - Kragelschinken - Blauer Hergott - Plöschkogel

Die Wetteraussichten für heute, aus dem Wetterbericht des ÖAV

Ostalpen: Von den Tauern ostwärts am Vormittag noch einzelne schwache Schneefälle, westlich davon bereits trocken und meist sehr sonnig mit hervorragender Sicht. Kalt. Im Tagesverlauf ziehen die Schneeschauer auch im Osten ab. 
*Temperatur: in 2000m -16 bis -12 Grad, in 3000m -22 bis -18 Grad 
*Nullgradgrenze: Tal, auf etwa 500m steigend 
*Wind in hochalpinen freien Lagen: Nordwest bis West, zuerst 10 bis 20 km/h, nachmittags auflebend bis 40 km/h


Das versprach ja für die heutige Tour ein relativ schönes Wetter, aber der Präbichl und das dahinterliegende Eisenerz haben anscheinend ihr eigenes Mikroklima. Bei der Fahrt durch Vordernberg waren schon Böen, sogar im Auto spürbar, und je näher wir der Präbichlpasshöhe kamen desto heftiger wurden Wind und Schneefälle. Dichte Schneefahnen wehten über die Straße und beeinträchtigten die Sicht ganz beträchtlich. Ganz vorsichtig "tasteten" wir uns die Straße nach Eisenerz hinunter. In Eisenerz selbst lag nicht aufregend viel Schnee, das änderte sich jedoch von Minute zu Minute, je weiter wir uns der Eisenerzer Ramsau näherten. Boah, da waren Schneemassen vor Ort, die man bei uns absolut nicht kennt.

Wegen der frühen Stunden waren wir die Ersten, die sich Richtung Kragelschinken aufmachten. Es schneite in dichten Flocken und gemählich zogen wir unsere Spuren in den jungfräulichen Schnee. Der Anstieg erfolgte über die Teicheneggalm. Die dort liegenden Hütten sind fast unter den Schneemassen begraben, so fleißig hat Frau Holle die Eisenerzer Ramsau bedient.

Nach einer kurzen Rast ging es weiter Richtung Teichenegg. Je höher wir kamen, desto stärker und stürmischer wurde der Wind. Der Anstieg über den Grat auf den Kragelschinken wurde zu einer "Schneewühlerei" ohnegleichen.

Der Sturm hatte meterhohe Wechten aufgetürmt, durch die wir unsere Spur ziehen mussten.

Doch schließlich standen wir nach knapp 2 Stunden am Gipfel des sturmumtosten Kragelschinken. Nix wie runter mit den Fellen und abwärts, so schnell wie möglich, bevor wir uns noch Erfrierungen zuzogen.

Ab dem Teicheneggsattel war, zumindest in den steilen Bereichen, seliges Abwärtsschwingen angesagt. Wo es flacher wurde, war einfach viel zuviel Schnee vorhanden.

Bei der Teicheneggalm wandten wir uns dann nach links und stiegen über den Blauen Herrgott auf den Plöschkogel. Von dort erfolgte die Abfahrt zurück ins Tal.


Fazit der Tour bei Erstellungsdatum: Derzeit herrliche Pulverschneeverhältnisse im Bereich des Kragelschinken und des Plöschkogel. Allerdings ist soviel davon vorhanden, dass man den Schnee nur in steilen Passagen "dafährt", sobald es flach wird, ist schieben angesagt. Frau Holle hat es fast zu gut gemeint.

Einige Tourdaten:
Gesamtzeit: 03:39:55
Zeit in Bewegung: 02:47:52
Zeit im Stillstand: 00:52:03
Strecke: 11,42km
Maximale Höhendifferenz: 823m
Aufstieg gesamt: 940m
Abstieg gesamt: 934m


Tourengänger: mountainrescue


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