Auf die Lüderenalp mit Schneeschuhen


Publiziert von beppu Pro , 8. Februar 2013 um 22:13.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Emmental
Tour Datum: 8 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   Napf 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 650 m
Strecke:Dürsrüti-Hulleren-Tällihüttli-Lüderen+retour bis Bagischwand (18.5km)
Kartennummer:Schweiz mobil

Heute ist Schlechtwetter-Ferien. Schlechtwetter auf dem Bau bedeutet gut Wetter zum Schneeschuhlaufen. Da es in den letzten Tagen bei uns reichlich Schnee gegeben hat, beschliesse ich gleich von zu Hause aus eine Runde zu drehen. Am Morgen fahre ich noch ein kleines Stück mit Heidi mit, bis Ober-Dürsrüti. Dort schnalle ich die Schneeschuhe an und mache mich auf den Weg Richtung Lüderen. Es ist wunderschön unterwegs zu sein. Alles tief verschneit, äusserst ruhig und allgemein eine Augenweide. Der Schnee ist pulverig, angenehm und eben "tief". Da ich heute wohl der einzige Wanderer bin, muss ich, mit Ausnahme der wenigen gepflügten Strassenabschnitten, den ganzen Weg spuren. Es ist sehr schön durch, teilweise Knietief einsinkend, den unberührten Schnee zu gehen. Allerdings braucht es doch etwas mehr Energie als im Sommer. Bei meinem ersten Rastplatz, immer am gleichen Ort wenn ich auf die Lüderen gehe, stelle ich fest dass ich gerade die doppelte Zeit gebraucht habe. Danach pflüge ich weiter durch den Schnee Richtung Sonnberg, Tällihüttli, Ober Rafrüti, Lüderenalp. In freudiger Erwartung auf einen Kaffe, während meine müden Knochen sich erholen können, steure ich direkt das Restaurant an. Aus der Traum! "Heute geschlossen" steht da. Also halt, Essen aus dem Rucksack und stehend im Schnee. Anschliessend begebe ich mich auf den Rückweg. Mehr oder weniger der gleiche Weg wie aufwärts. Den Hügel Ober Rafrüti umgehe ich diesmal auf der Strasse, den steilen Hang abwärts bis Tällihüttli geht es fast von selber. Dort spure ich noch über den Grat, oberhalb Sunnberg, durch den Tiefschnee, weil ich den auf dem Hinweg zwecks Krafteinsparung umgangen habe. Ab Sunnberg gehe ich genau die gleiche Route, da ich jetzt meine Spur von vorhin benutzen kann. Inzwischen hat sich die Sonne durchgesetzt. Die verschneiten Tannenwipfel sind jetzt beleuchtet und im blauem Hintergrund. Ich nehme mir öfters Zeit zum Staunen, da meine Beine doch etwas träge geworden sind. Nach der grossen Dürsrütitanne kommt die letzte kleine Gegensteigung, danach geht es nur noch abwärts bis nach Hause. Meine Beine schätzen das. Zu Hause angekommen, bin ich zwar nicht weniger müde als wenn ich den ganzen Tag gearbeitet hätte, aber dafür zufrieden und voll schöner Eindrücke vom heutigen Tag.

Tourengänger: beppu


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