Winterlicher Besuch in Derborence


Publiziert von Zaza , 19. März 2008 um 12:14.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum:14 März 2008
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VD 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus Sion - Ardon
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus Plans-sur-Bex - Bex
Unterkunftmöglichkeiten:allenfalls die Hütten in Anzeindaz
Kartennummer:1306, 1305, 1286, 1285

Die Bergstürze von 1714 und 1749 verwüsteten das Gebiet von Derborence und bestätigten den schlechten Ruf der darüber stehenden Gebirgskette „Les Diablerets“ (= Teufelsberge). Zu den Folgen dieser Katastrophen zählen nebst einem Bergsee und einem Urwald auch eine schöne Erzählung von C.-F. Ramuz (für Philister: Das ist der Typ auf der 200er-Banknote ;-)).
 
Im Sommer ist die Region von Derborence ein recht beliebtes Ausflugsziel, doch in der Wintersaison ist nicht viel los. Die interessant angelegte Strasse von Aven bleibt im Frühling recht lange geschlossen, aber über den Pas de Cheville oder den Col de la Forcla ist das Gebiet relativ gut zu erreichen. Im Winter gibt es keine Unterkunft, so dass man biwakieren oder sehr lange laufen muss, um die diversen Tourenmöglichkeiten auszukosten. Ich habe mich diesmal für die zweite Variante entschieden...biwakiert wird dann das nächste Mal!
 
Man startet in Ardon (Bushaltestelle Ballavaud) und folgt zunächst dem Wanderweg auf der westlichen Seite der Lizerne bis L’Airette. Mit etwas Auf und Ab geht es nun weiter ins Tal hinein, wobei im Winter und Frühling in der Regel zahlreiche Lawinenkegel zu überwinden sind. Einzelne dieser Lawinenkegel können Probleme bereiten, wenn der Schnee hart ist. In Motélon stösst man auf die Fahrstrasse und folgt ihr bis Derborence (in Godey zweigt man rechts ab, wenn man durch den Poteu des Etales zum Sanetschpass gehen möchte). Man rechne mit 3-4 Stunden, um Derborence auf diesem Weg zu erreichen.
 
Nun folgt man in etwa dem Wanderweg Richtung Pas de Cheville bis zur Hütte Le Grenier. Hier steigt man nicht (wie der Sommerweg) direkt durch eine Rinne hinauf, sondern man bleibt im Talboden und stigt über Teppes Vertes auf. Nun kann man entweder direkt nach Anzeindaz hinunter (von dort via Solalex zur Bahnstation La Barboleusaz) oder aber zum Col des Essets hinüber queren. Je nach Zeit und Lust kann man noch den einen oder anderen Gipfel besteigen (z.B. La Corde, Haute Corde oder Tour d’Anzeindaz). Vom Pass kann man ohne grosse Probleme über Vare und Le Richard nach Plans sur Bex absteigen. Die Route ist allerdings wegen der langen Flachstücke nur mässig interessant. Trost spendet da die schöne Bergwirtschaft „Le Chamois“ in Plans sur Bex...

Tourengänger: Zaza

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30 Aug 13
Eine lange Gratkletterei · spez

Kommentare (1)


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- hat gesagt: Unterkunft in Anzeindaz
Gesendet am 30. März 2008 um 22:06
Es gibt sogar im Winter ein Unterkunft in Anzeindaz: den Refuge Giacomini ist in meistens ab März Samstag und Sonntag offen.
Ich habe dort Ostern verbracht. Siehe http://www.hikr.org/tour/post6038.html


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