Chemin du Vignoble von Vetroz nach Saillon im Winter W36 Teil2


Publiziert von Baeremanni Pro , 5. Januar 2013 um 19:09.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 3 Januar 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 717 m
Abstieg: 738 m
Strecke:Vetroz - Chamosson - Saillon
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bahn nach Sion, Bus bis Vetroz
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus ab Saillon nach Martigny, dann Bahn
Kartennummer:272T St-Maurice,

So früh im Jahr habe ich noch nicht manche Wanderung unternommen. Die Wetterprognose versprach für das Wallis wieder gutes Wanderwetter. So bin ich fast als "Exot" unter Schnee- und Skifans im vollbesetzten Zug durch den Lötschberg  nach Vetroz gereist, wo ich die Route des Chemin du Vignoble wieder aufnahm.
Schön den Signalisationen nach, kam ich einem rund 120 m steilen Aufstiegs wieder auf den "W36". Aber auch gleich wieder hinunter an die Landstrasse bei P.433. Nun einen guten Kilometer Landstrassen Tippel durch das Dorf Magnot bis P.503 und die Brücke über "La Lixerne". Hier nun nach der Brücke dem Fluss entlang aufwärts.Vor dem Kraftwerk links, um das Schalterfeld herum und wieder bergwärts. Nicht auf dem Strässchen links neben dem Wohnhaus durch, ist eine Sackgasse, sondern auf dem schmalen Pfad den Hang hinauf.  Siehe Foto 6 (Der Schwanz auf dem Kroki ist mein erster Irrläufer des Tages). Nach dem kurzen Aufstieg ist der Wanderweg auf dem Trassee einer  (einstigen?) Bisse. Bei P.517 über Ardon zeigt der Wegweiser hinunter nach Ardon. Stinkt mir, schon wieder hinunter!. Doch ich habe Glück. Ich frage einen Rebbauer, welcher am Reben beschneiden ist. Hurra, der feine Strich auf der Karte ist die Fortsetzung der Bisse. Diese sei begehbar, da im Winter kein Wasser fliesst. Allerdings sind ein paar mehr oder weniger lange Stollen zu begehen, also nichts für Leute mit Platzangst.
Nun ja, ich habe es geschafft, ging gerade noch ohne Taschenlampe. Den Kopf musste ich recht einziehen, diese Röhren sind nicht für so lange Lulatsche wie mich gemacht. Ab und zu war es auch etwas schlammig, ein Sturz wäre nicht gerade zum Genuss verkommen. Könnte mir vorstellen, dass man da auch bei Wasserführung durchkommt, dann halt barfuss. Die Bilder zeigen diese interessantere Variante des Weges, welcher aber nicht markiert ist, jedoch problemlos zu machen ist.
Unter den mächtigen Felsen des Sex du Gru ginge es Chamosson zu. Irgend so ein Ami hat einen Wegweiser verdreht und ich bin wieder einmal auf der Strasse gelandet. Fängt ja gut an, das neue Wanderjahr. So bin ich halt auf bzw. neben der Hauptstrasse hinein nach Chamosson.
Im Vorbeiweg an der Kirche ist mir aufgefallen, dass hier wohl schöne Glasmalereien vorhanden sind. Da die Sonne direkt an die Seitenfenster schien, erwartete ich von einem Besuch des Innern der Kirche einiges. Wurde auch nicht enttäuscht. Es sind mir sogar einige recht gute Bilder gelungen. Mit den Digi's kann man ja die ISO recht einfach höher stellen, allerdings fängt es schnell einmal an zu "rauschen".
Eigentlich wäre nun Zeit für den Apéro, doch alleine mochte ich nicht in einen Weinkeller. So zog ich weiter.  Ein Wirrwar von Wegweisern brachte mich auf den falschen Weg bzw. Umwege. Ich hatte Ausdrucke vonSwissMap Online mit, hatte aber die markierten Wanderwege ausgeblendet. Nur die GPS-Datei vom W36 hatte ich ausgedruckt. Ist dann im Zweifel nicht immer ganz einfach, so den richtigen Pfad zu finden. Zudem habe ich den Verdacht, dass wiederum Wegweiser verdreht waren. Zwischen dem Dorfkern von Chamosson und der Brücke der Haupstrasse über das Flüsschen "La Losentse" habe ich recht Umwege gemacht und der Abstecher zum ziemlich "heissen" Felskopf oberhalb La Barme endete am nicht mehr vorhandensein des eingezeichneten Wegleins unter den Ausläufern des La Planche hindurch. Vermutlich durch Steinschlag gefährlich geworden und aufgegeben. Also halt zurück wie beim Leiterlispiel. Bei P 598 traf ich dann wieder auf den markierten Pfad, nach dem ich einige Höhenmeter rauf und runter "extra" gemurkst habe. Wieder etwas steigend, weit oberhalb Leytron durch. Dann quere ich die Strasse hinauf nach Produit. Anschliessend wieder hinunter auf teilweise holprigem Weg hinunter zur Brücke über die Salentse bei les Moulins. Auf Quartiersträsschen weiter, dann auf der Kantonsstrasse bis zum neuen Schulhaus von Saillon. Wie ich den Fahrplan bei der dortigen Haltestelle studieren will, kommt schon das Postauto nach Martigny. Also nix von AB (=Abschlussbier). Erst im Speisewagen von Lausanne nach Bern gab es denn lange vermissten Trunk.
Resumee: der offizielle Weg wäre in 3 1/2 Stunden gemacht und verdiente ein T1. Für meine "Spezialistenroute" schätze ich T2 und dafür brauchte ich gute 5 Stunden. Trotz allem, ich habe es genossen. Andrerseits habe ich wohl für längere Zeit genug "Gringwehstauden" gesehen. Neue Ziele locken und Ideen finde ich hier im Hikr alleweil.


Tourengänger: Baeremanni

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