2 x 4000 zum Jahresende
|
||||||||||||||||||||
Für Silvester war prächtiges Bergwetter angekündigt und so beschloss ich das Jahr 2012 auf den Breithorn-Gipfeln mit zwei Höhepunkten abzuschliessen. Ein Tourenpartner war schnell gefunden und ich konnte schon bald im ersten Zug nach Zermatt wieder einmal feststellen, das ich ganz und gar kein Morgenmensch bin.
Ganz Zermatt, sowohl Dorf als auch Bergbahnen, war vollgestopft mit versnobten Russen, Engländern und anderen Touristen und es erstaunt nicht, dass wir für die Fahrt aufs Kleine Matterhorn fast gleich viel Zeit benötigten, wie für den Rest der Reise. Wer all die Nebeneffekte mag die ein Nobelskiort wie Zermatt mit sich bringt, ist hier gerade richtig. Der einfache Berggänger mag sich an einem solchen Theater nicht richtig zu erwärmen und wir waren nach unserer verspäteten Ankunft auf dem Klein Matterhorn froh, diesen Rummel endlich hinter uns zu lassen.
Da das Breithorn zu den einfachsten und beliebtesten 4000ern der Alpen zählt und auch auf Hikr bereits alles wissenswerte zu Berg und Route niedergeschrieben ist, beschränke ich mich hier auf die Schilderung der aktuellen Verhältnisse.
Für diese Jahreszeit war es nicht nur ausserordentlich warm (-4°C auf dem Gipfel), auch der Schnee lag ziemlich knapp und einige Passagen in der bis zu 35° steilen Flanke waren gar blank gefegt. Alle anderen Seilschaften (es waren fünf am Berg), wechselten daher entweder auf Steigeisen oder wählten eine andere Route aufs Breithorn (via Sattel zwischen Haupt und Mittel-Gipfel). Wir stiegen mit Harscheisen über die Normalroute auf den Gipfel, was ging, aber sauberes laufen und etwas Konzentration erforderte. Die Befahrung des teilweise etwas schmalen und eisigen Grates in den Sattel bei P.4076 ist zwar möglich, geht aber ziemlich in die Oberschenkel und ist nur guten Skifahrern zu empfehlen. Nur gerade am Mittel-Gipfel hatte es etwas Pulver, sonst war der Schnee eisighart und vom Föhn mühsam geformt (zu sogenannten Sastrugis). Die Abfahrt war so wenig genussreich und es störte uns nicht gross die restlichen 2200 Höhenmeter ab dem Klein Matterhorn auf der Piste abzufahren.
Fazit: Gerade im Winter, wenn sich der Ansturm der Massen in Grenzen hält, ist das Breithorn ein lohnendes Ziel. Auch wenn die Bedingungen nicht optimal waren und momentan im ganzen Gebiet eher für Hochtouren geeignet wären, war die Tour ein aussergewöhnlicher, schöner und unvergesslicher Jahresabschluss.
Zum Schluss wünsche ich allen Hikrn noch "Es guets Neus" und ein schönes und unfallfreies Tourenjahr 2013.
Ganz Zermatt, sowohl Dorf als auch Bergbahnen, war vollgestopft mit versnobten Russen, Engländern und anderen Touristen und es erstaunt nicht, dass wir für die Fahrt aufs Kleine Matterhorn fast gleich viel Zeit benötigten, wie für den Rest der Reise. Wer all die Nebeneffekte mag die ein Nobelskiort wie Zermatt mit sich bringt, ist hier gerade richtig. Der einfache Berggänger mag sich an einem solchen Theater nicht richtig zu erwärmen und wir waren nach unserer verspäteten Ankunft auf dem Klein Matterhorn froh, diesen Rummel endlich hinter uns zu lassen.
Da das Breithorn zu den einfachsten und beliebtesten 4000ern der Alpen zählt und auch auf Hikr bereits alles wissenswerte zu Berg und Route niedergeschrieben ist, beschränke ich mich hier auf die Schilderung der aktuellen Verhältnisse.
Für diese Jahreszeit war es nicht nur ausserordentlich warm (-4°C auf dem Gipfel), auch der Schnee lag ziemlich knapp und einige Passagen in der bis zu 35° steilen Flanke waren gar blank gefegt. Alle anderen Seilschaften (es waren fünf am Berg), wechselten daher entweder auf Steigeisen oder wählten eine andere Route aufs Breithorn (via Sattel zwischen Haupt und Mittel-Gipfel). Wir stiegen mit Harscheisen über die Normalroute auf den Gipfel, was ging, aber sauberes laufen und etwas Konzentration erforderte. Die Befahrung des teilweise etwas schmalen und eisigen Grates in den Sattel bei P.4076 ist zwar möglich, geht aber ziemlich in die Oberschenkel und ist nur guten Skifahrern zu empfehlen. Nur gerade am Mittel-Gipfel hatte es etwas Pulver, sonst war der Schnee eisighart und vom Föhn mühsam geformt (zu sogenannten Sastrugis). Die Abfahrt war so wenig genussreich und es störte uns nicht gross die restlichen 2200 Höhenmeter ab dem Klein Matterhorn auf der Piste abzufahren.
Fazit: Gerade im Winter, wenn sich der Ansturm der Massen in Grenzen hält, ist das Breithorn ein lohnendes Ziel. Auch wenn die Bedingungen nicht optimal waren und momentan im ganzen Gebiet eher für Hochtouren geeignet wären, war die Tour ein aussergewöhnlicher, schöner und unvergesslicher Jahresabschluss.
Zum Schluss wünsche ich allen Hikrn noch "Es guets Neus" und ein schönes und unfallfreies Tourenjahr 2013.
Hike partners:
jfk

Comments