Mit seinen 1838 m gehört der Wendelstein zu den höheren Bergen der Bayrischen Voralpen. Wegen seiner markanten Form ist der Gipfel auch aus der Ferne gut auszumachen und bietet ein umfassendes Panorama. Dementsprechend ist er sowohl bei Wanderern als auch bei Ausflüglern beliebt, die mittels einer Seil- oder Zahnradbahn den Gipfel erklimmen können.
Nachdem ich meinen alljährlichen Besuch des Wendelsteins in diesem Jahr noch nicht vollbracht hatte, kam mir nach der guten Wetterprognose für den Alpenraum die Idee, am nächsten Tag einmal wieder in die Bayrischen Voralpen zu fahren. Also machte ich mich noch vor fünf Uhr morgens auf den Weg. Über Nürnberg und München erreichte ich schließlich gegen 10:30 Uhr den Bahnhof in Osterhofen und legte auf vereistem Weg zügig die 500 m zur Talstation der Wendelsteinbahn zurück, um die nächste Seilbahn zu erwischen. Diese fuhr wenig später ab und so schwebte ich mit einigen weiteren Personen in rund sieben Minuten zur Bergstation am Wendelsteinhaus hinauf. Die Fernsicht war phänomenal, sogar der fast 200 km entfernte Bayrische Wald war deutlich zu erkennen. Beinahe zwei Stunden genoss ich die Aussicht, ehe es mit der Seilbahn wieder vom Berg runter ging.
An der Talstation angekommen, hielt ich mich links und folgte dem parallel zur Straße verlaufenden Wanderweg nach Osten. Kurz vor Osterhofen endet dieser und es gilt, sich leicht links und später leicht rechts zu halten, während man durch das Dorf spaziert. Schließlich ist ein kurzes Stück direkt an der Straße zurückzulegen, ehe man im Anschluss auf einem geteerten Wanderweg bis Bayrischzell geht. Am Ortsschild wendet man sich links und folgt der Schlierseer Straße bis zum Bahnhof. Wer nun noch genügend Zeit hat, sollte sich unbedingt in dem lieblichen, ursprünglichen Kurort ein wenig die Beine vertreten!
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