Frühmorgens am Mutteristock


Published by Delta Pro , 29 December 2012, 18h20.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike:29 December 2012
Ski grading: AD+
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SZ   Oberseegruppe   CH-GL 
Time: 4:15
Height gain: 1930 m 6330 ft.

Abwechslungsreicher Morgen-Ausflug ins Wägital - die Ruhe vor dem Sturm am Mutteristock und mein letzter Wägitaler Gipfel

Dass man in der Hochsaison besser nur zu Randzeiten im hinteren Wägital Touren macht, ist schon lange bekannt. Ab ca. 8 Uhr ist der Teufel los. Bis jetzt bin ich aber noch nie mit Stirnlampe gegen den Mutteristock gezogen - wieso eigentlich nicht? Schöne Morgenstimmung, endlose Skitourenruhe, anspuren. Die Schneeverhältnisse sind mommentan im Wägital nicht über alle Zweifel erhaben. Die warmen Weihnachtstage haben eine dicke Eiskruste geschaffen und der wenige Neuschnee liegt nur oberhalb von ca. 1400 m.ü.M. und das auch noch inhomogen und durch Wind geprägt. Trotzdem war die Nordabfahrt am Mutteri wieder einmal spitze. Im Anschluss stieg ich nochmals auf und besuchte mit dem Torberg meinen letzten noch nicht bestiegenen Wägitaler Gipfel. Interessanterweise wies dieses lohnende Alternativ-Ziel zum Mutteri noch keine einzige Beschreibung auf Hikr auf.

Start um 6.35 Uhr bei Dunkelheit am Seeende. Bei sehr dürftigem Schnee durch den Wald aufwärts. Ab morgen muss hier getragen werden (dann besser den Aufstieg hintenrum wählen). Ab der Verzweigung zum Rederten komme ich schon das zweite Mal in diesem noch jungen Winter in den Genuss der Spuranlage am Mutteristock. Der Neuschnee liegt jedoch nur wenige Zentimeter tief und ist deutlich weniger streng als noch vor drei Wochen. Geniale Morgenstimmung, die ich mit meiner Kompaktkamera allerdings nur ungenügend einfangen konnte. Auf dem Gipfel muss ich etwas warten, bis die Sonne ihr ganze Kraft entfaltet. Das Panorama, das sich dann ergibt, ist einfach grandios!
Die Nordabfahrt (erste 40m ca. 40°) ist ziemlich lawinensicher momentan. Die Route ist landschaftlich immer wieder eindrücklich und der Schnee war wieder einmal bestens. Windgepresster, griffiger Powder. Weiter unten drückte immer wieder die Eiskruste durch den Pulverschnee und das Abfahrtsvergnügen war etwas eingeschränkt.
Bei der Verzweigung fellte ich nochmals an und stieg in meiner Spur, welche mittlerweile schon sehr angenehm geworden ist, nochmals gegen den Mutteristock auf. Schon viel Volk unterwegs. Die grossen Gruppen (bis zu 25 Personen!) konnte ich jedoch hinter mir lassen. Vor der Torberglücke rechts in den Steilhang hinein, mit Spitzkehren über einige Stufen und dann wieder nach links zum höchsten der drei Gipfel des Torbergs. Es ist der östlichste, obwohl dieser am wenigsten markant aussieht. Am Schluss ca. 50m zu Fuss über den Grat. Spannende Abfahrt immer etwas links der normalen Abfahrtsroute durch coupiertes Karstgelände. Von unterhalb der Lufthütte mit unangenehmem Gekratze über die Eisblatern zum Seeende.


Hike partners: Delta

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