Vom Largoz (2214m) zum Haneburger (2596m) - Inklusive Klettereinlage


Published by Chiemgauer , 26 December 2012, 16h45.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Tuxer Alpen
Date of the hike:20 October 2012
Hiking grading: T6- - Difficult High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 8:00
Height gain: 1720 m 5642 ft.
Height loss: 1720 m 5642 ft.
Route:18,2 km
Access to start point:Inntalautobahn bis Wattens. Von dort zuerst die Straße hoch zum Vögelsberg, die dann nach rechts zum Volderwildbad verlassen wird. Dort Wanderparkplatz.
Maps:Kompass Nr. 36

Eigentlich war heute mal wieder die Tour etwas anders geplant, aber leider machte mir der Schnee, sowie eine unerwartete Klettereinlage, einen Strich durch die Rechnung. So muss der Malgrübler noch etwas warten, aber dafür habe ich für diesen schon wieder eine neue Idee. Aber auch so war es eine wunderschöne Runde in einer eher einsamen Gegend, solange Ski noch nicht verwendet werden können.

Die T6-/II Bewertung bezieht sich auf die ungeplante Klettereinlage, ansonsten war es bei diesen Verhältnissen bis T4/I. Schneefrei wohl eher nur T3.

 

Direkt vom Parkplatz Volderwildbad geht es zuerst über Forststraße, dann etwas über Teerstraße Richtung Nordwest hoch zur Krepperhütte, hinter der auch geparkt werden kann. Ab hier zieht sich eine Forststraße zur Largozalm hoch, die des öfteren abgekürzt werden kann. Durch die Schneeauflage wähle ich von der Alm meine eigene, möglichst schneearme, Route zum bereits nahen Gipfel. Bis hierher T2.

Weiter geht es nun immer am oder nahe des Grats in Richtung Haneburger. Ein Steig scheint vorhanden, aber wegen des Schnees konnte ich ihn nur stellenweise ausmachen. Meist wähle ich meine eigene Route. Dabei überschreite ich Wattenspitze und Rosskopf, bis zum letzten Sattel vor dem Haneburger. Hier entdecke ich einen sehr interessanten Felszacken mit Kreuz, den ich mir natürlich näher ansehen muss. Zuerst probiere ich es von Süden durch die griff- und Stufenreiche (sicher II, vielleicht sogar bis III-), aber senkrechte Wand. Das klappt auch gut bis einen Meter unter das Kreuz, wo eine schräge, nahezu grifflos Platte zu heikel für mich ist. Man könnte zwar ein Befestigungsseil des Kreuzes als Hilfe verwenden, aber ob das wirklich mein Gewicht aushält!? Mir ist das Risiko von mindestens 5 bis 10 Meter freien Fall zu hoch und so geht es langsam wieder runter. Nun links um den Zacken herum und die Nordseite betrachten. Hier geht es auf eine 2 bis 3 Meter hohe Stufe und danach würde ein Drahtseil über die nächste Stufe führen. Leider alles nahezu grifflos, Tritte nur auf Reibung (mindestens III) und alles sehr feucht, weswegen ich heute auch hier nicht auf die erste Stufe komme.

Unverrichteter Dinge geht es also weiter hoch zum Haneburger, wobei die letzten Meter bei diesen Verhältnissen Trittsicherheit verlangen. Trocken bzw. schneefrei aber wohl nicht schwerer wie T3. Das Kreuz steht nicht am höchsten Punkt, aber mir reicht es für heute, weswegen ich hier meine ausgiebige Gipfelrast mache und mir auch den Weiterweg zum Malgrübler spare.

Runter geht es dann zuerst über den Aufstiegsweg, bevor ein Steig nach links ins Tal abzweigt. Leider durch den Schnee nur selten zu erkennen, weswegen es stellenweise ziemlich heikel durch die mittlerweile sulzige Schneeauflage, durch das steile Gelände nach unten geht, bis zur Hanburgeralm. Von hier dann Abstieg in das langgezogene Tal und in diesem vor zum Auto.

 

Sehr schöne Runde, die aber besser schneefrei zu wählen ist. Beide Gipfel alleine sind auch schon eine Tour Wert!


Hike partners: Chiemgauer

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Geodata
 14081.gpx Aufstieg Largoz
 14082.gpx Übergang zum Haneburger
 14083.gpx Abstieg

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