Hochvogel Überschreitung
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Ein Bild von einem Berg - Der Hochvogel. Wuchtig überhebt er sich als König über die umgebenden Berggruppen. Man sieht ihn mit seiner markanten Silhouette bereits vom Voralpenland und doch steht er in Sachen Höhe "nur" auf Platz 13 in den Allgäuer Alpen. Trotzdem wird er als "Matterhorn des Allgäus" bezeichnet (Ich finde diese Bezeichnung gebührt jedoch der Trettachspitze). Die Silhouette wirkt von Norden gewaltig. Ein Spitz, flankiert von zwei weniger hohen Schultern. In Hinterhornbach hingegen "stiehlt" die Hornbachkette ihm die Schau. Trotzdem erfolgt von dort der interessanteste Anstieg auf diesen Gigant aus Hauptdolomit: Der Bäumenheimer Weg. Keinesfalls abwertend für den auch schon klasse Normalweg aus der Kaltwinkelscharte. Warum also diese Anstiege nicht zu einer Überschreitung kombinieren, mehr noch: Sogar zu einer halben Umrundung über den Fuchsensattel? Dafür spricht vieles: Zum einen ist der Bäumenheimer Weg ruhiger (sofern es dieses Zertifikat überhaupt an diesem Berg gibt), zum anderen ist man nicht auf das bei schönem Wetter ständig überbuchte Prinz-Luitpold-Haus angewiesen. Als Nonplusultra muss noch gesagt werden, dass der Bäumenheimer Weg im Aufstieg ständig Stück für Stück die Aussicht dieses Bergs offenbart. Die Aussicht ist auf diesem Weg schlichtweg überwältigend. Bei dem Rückweg über den Fuchsensattel erhält man auch noch einen Einblick in die Nordwand des Monarchen Hochvogel.
Die Tour beginnt im hinteren Ortsteil von Hinterhornbach und man gelangt über einen Wiesenpfad auf einen Forstweg, dem man nach rechts folgt. Dieser quert den Hang bis zu einem Weg nach rechts, der die folgende Serpentine abkürzt. Der Weg folgt weiter den Wald hinauf bis zu den Schwabegghütten 1699m. Hier öffnet sich ein gewaltiger Blick auf die Bergwelt des Hornbachtals. Auch der Hochvogel zeigt sich mit seiner Südostwand, die wie alle Wände des Hochvogels aufgrund der schlechten Felsqualität nur noch selten durchstiegen werden.
Der folgende Aufstieg erfolgt durch Latschen auf einen langestreckten Wiesenrücken, genannt: "auf der Mute". Auf dem Rücken weiter bis sich dieser zusammenschnürt, am Abzweig links quer durchs Roßkar unter der SO-Wand zum Fuß des Südgrats. Wer unter der gewaltigen Wand nach oben blickt kommt sich ganz klein vor. Man zweifelt förmlich die Schwierigkeiten an. Der folgende Wegverlauf beweist jedoch das Gegenteil. Am Südgrat angekommen geht es als erstes an die Felsen heran und man gelangt durch das sogenannte "Tor" auf den Südgrat. Es markiert den Beginn des Bäumenheimer Weges, der bereits um 1900 angelegt wurde. Hier gab es auch gleich mal einen Steinregen, ausgelöst von einem voransteigendem Bergsteiger-danke! Zum Glück hatte ich einen Helm auf! Auf dem ersten Gratstück geht es über viel Geröll zu einem Gedenkkreuz, über ein Band mit Versicherungen in eine Rinne. Zuerst in der Rinne dann auf deren rechten Begrenzung empor. Über ein breites Band in eine große Schlucht. Geschickt führen die Markierungen nach oben. Schließlich über Kamine in festem Fels (I) nach oben auf einem Vorsprung vor dem Gipfel. Hier steht man relativ überraschend vor dem Gipfelkreuz, von dem man durch eine Mini-Einschluchtung getrennt ist. Man umgeht diese und gelangt so zum Gipfel des Hochvogel 2592m. Nun heißt es: Platz suchen!
Nach Rast und Eintrag ins Gipfelbuch geht es wieder hinunter, diesmal Richtung Kaltwinkelscharte 2281m. Diese wird über Serpentinen durch das obere Geröllfeld und die Schnur erreicht. Im oberen Geröllfeld geht es durch Serpentinen hinab, immer wieder sind kleine Felsbänder hinabzukraxeln. Die Kraxelei erreicht jedoch niemals den I. Grad. Die Schnur ist das folgende Felsband, das die westliche Felsschulter quert. Dieses imposante Band geht unter überhängenden Felsen hindurch. Schließlich geht es über Felsplatten in die Scharte hinab.
Es folgt der Abstieg über das stark geneigte Firnfeld Im Kalten Winkel. Dieses ist im Spätsommer jedoch gut gestuft. Die mitgebrachten Grödel können also im Rucksack bleiben. Nach ordentlichem Stau beim Abstieg über das Firnfeld erreicht man die Abzweigung ins Fuchskar. Hier rechts und über Höhenweg unter der Nordwand des Hochvogels das Fuchskar queren. In der Querung lagen nochmals zwei kleine Altschneefelder. Wieder empor in den grünen Fuchsensattel 2039m. Hier fällt der Blick auf den Westgrat des Kluppenkarkopf, der wohl hauptsächlich brüchiges Gestein bieten kann.
Nach Abstieg vom Sattel erreicht man das Kühkar, durch das man zurück zum Wiesenrücken "auf der Mute" quert. Es folgt der heiße hitzereiche Abstieg durch Latschen auf dem Anstiegsweg über die Schwabegghütten nach Hinterhornbach zurück.
Fazit: Top-Tour in den Allgäuer Alpen, für die trotz der vielen Leute bestes Wetter eingeplant werden sollte. Die Aussicht während des Aufstiegs über den Bäumenheimer Weges ist einfach nur phantastisch. Bei gutem Wetter reicht die Aussicht vom Ortler bis zum Tödi. Bei Abstieg über die Kaltwinkelscharte und Fuchskar wird einem die Dimension des Hochvogels so richtig bewusst.
Zeitbedarf und Schwierigkeiten:
Die Tour beginnt im hinteren Ortsteil von Hinterhornbach und man gelangt über einen Wiesenpfad auf einen Forstweg, dem man nach rechts folgt. Dieser quert den Hang bis zu einem Weg nach rechts, der die folgende Serpentine abkürzt. Der Weg folgt weiter den Wald hinauf bis zu den Schwabegghütten 1699m. Hier öffnet sich ein gewaltiger Blick auf die Bergwelt des Hornbachtals. Auch der Hochvogel zeigt sich mit seiner Südostwand, die wie alle Wände des Hochvogels aufgrund der schlechten Felsqualität nur noch selten durchstiegen werden.
Der folgende Aufstieg erfolgt durch Latschen auf einen langestreckten Wiesenrücken, genannt: "auf der Mute". Auf dem Rücken weiter bis sich dieser zusammenschnürt, am Abzweig links quer durchs Roßkar unter der SO-Wand zum Fuß des Südgrats. Wer unter der gewaltigen Wand nach oben blickt kommt sich ganz klein vor. Man zweifelt förmlich die Schwierigkeiten an. Der folgende Wegverlauf beweist jedoch das Gegenteil. Am Südgrat angekommen geht es als erstes an die Felsen heran und man gelangt durch das sogenannte "Tor" auf den Südgrat. Es markiert den Beginn des Bäumenheimer Weges, der bereits um 1900 angelegt wurde. Hier gab es auch gleich mal einen Steinregen, ausgelöst von einem voransteigendem Bergsteiger-danke! Zum Glück hatte ich einen Helm auf! Auf dem ersten Gratstück geht es über viel Geröll zu einem Gedenkkreuz, über ein Band mit Versicherungen in eine Rinne. Zuerst in der Rinne dann auf deren rechten Begrenzung empor. Über ein breites Band in eine große Schlucht. Geschickt führen die Markierungen nach oben. Schließlich über Kamine in festem Fels (I) nach oben auf einem Vorsprung vor dem Gipfel. Hier steht man relativ überraschend vor dem Gipfelkreuz, von dem man durch eine Mini-Einschluchtung getrennt ist. Man umgeht diese und gelangt so zum Gipfel des Hochvogel 2592m. Nun heißt es: Platz suchen!
Nach Rast und Eintrag ins Gipfelbuch geht es wieder hinunter, diesmal Richtung Kaltwinkelscharte 2281m. Diese wird über Serpentinen durch das obere Geröllfeld und die Schnur erreicht. Im oberen Geröllfeld geht es durch Serpentinen hinab, immer wieder sind kleine Felsbänder hinabzukraxeln. Die Kraxelei erreicht jedoch niemals den I. Grad. Die Schnur ist das folgende Felsband, das die westliche Felsschulter quert. Dieses imposante Band geht unter überhängenden Felsen hindurch. Schließlich geht es über Felsplatten in die Scharte hinab.
Es folgt der Abstieg über das stark geneigte Firnfeld Im Kalten Winkel. Dieses ist im Spätsommer jedoch gut gestuft. Die mitgebrachten Grödel können also im Rucksack bleiben. Nach ordentlichem Stau beim Abstieg über das Firnfeld erreicht man die Abzweigung ins Fuchskar. Hier rechts und über Höhenweg unter der Nordwand des Hochvogels das Fuchskar queren. In der Querung lagen nochmals zwei kleine Altschneefelder. Wieder empor in den grünen Fuchsensattel 2039m. Hier fällt der Blick auf den Westgrat des Kluppenkarkopf, der wohl hauptsächlich brüchiges Gestein bieten kann.
Nach Abstieg vom Sattel erreicht man das Kühkar, durch das man zurück zum Wiesenrücken "auf der Mute" quert. Es folgt der heiße hitzereiche Abstieg durch Latschen auf dem Anstiegsweg über die Schwabegghütten nach Hinterhornbach zurück.
Fazit: Top-Tour in den Allgäuer Alpen, für die trotz der vielen Leute bestes Wetter eingeplant werden sollte. Die Aussicht während des Aufstiegs über den Bäumenheimer Weges ist einfach nur phantastisch. Bei gutem Wetter reicht die Aussicht vom Ortler bis zum Tödi. Bei Abstieg über die Kaltwinkelscharte und Fuchskar wird einem die Dimension des Hochvogels so richtig bewusst.
Zeitbedarf und Schwierigkeiten:
- Hinterhornbach - Schwabegghütten: 1 1/4 h T2
- Schwabegghütten - Hochvogel: 2 h T4 / I
- Hochvogel - Kaltwinkelscharte: 1/2 h T4-
- Kaltwinkelscharte - Fuchsensattel 3/4 h T4- (Stark von Verhältnissen abh.)
- Fuchsensattel - Schwabegghütten 1/2 h T3
- Schwabegghütten - Hinterhornbach: 1 h T2
Hike partners:
Maheibu
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