Klettersteig San Salvatore
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Flucht aus dem trüben Wetter in die Sonnenstube der Schweiz. Danke an
Omega3 für den Tipp vom San Salvatore. Diesen Berg haben wir schon als Kinder immer von weitem beobachtet. Einmal konnten wir zuschauen, wie nachts ein Blitz in den grossen Sendeturm einschlug.
Von Lugano-Paradiso führt ein markierter Wanderweg zur Mittelstation des Funicolare in Pazallo. Von dort weiter hinauf im Wald auf breitem Wanderweg. An einer Abzweigung gehts nun rechts etwas steiler zum Einstieg des Klettersteiges.
Es ist mein erster Klettersteig. Laut Herstellerangaben auf der Hinweistafel soll er schwierig sein. Mhhh, Klettererfahrung hab ich ja, also los. Gleich von Beginn merke ich, dass nicht sehr viele eisenhaltige Hilfsmittel im Fels stecken. Das gefällt mir. Es ist Klettern gesichert am Stahlseil. Aber die Schwierigkeiten nehmen zu und so muss ich doch das Stahlseil zur Hilfe nehmen. Ich denke, dass der Schwierigkeitsgrad über einen V hinausgeht. Es wird bald ausgesetzt und manchmal kurz etwas überhängend. Mir gefällt es, ich geniesse den Tiefblick und den trockenen Fels.
Der Klettersteig erfordert vor allem Kraft. Besonders an den Stellen wo umgehängt wird. Klettererfahrung ist von Vorteil. Gefragt sind Reibungskletterei und Vertrauen in kleine Tritte.
Nach etwas mehr als der Hälfte kommt ein kurzes, flaches Verbindungsstück. Gute Gelegenheit die Arme zu lockern und etwas zu trinken. Es ist warm im Tessin, das gibt noch mehr Durst. Nun gehts nochmal knackig, aber kurz zur Sache. Es hat einige Eisenbügel, gut, denn hier käme ich ohne nicht mehr weiter. Dann ist auch schon Schluss und ich stehe auf einem Vorgipfel vom San Salvatore. Nun führt ein Weglein auf den Gipfel. Kaum zu glauben, auch ich bin ganz alleine und das während einer ganzen Stunde.
Ich geniesse die Wärme und räkle mich an der warmen Sonne. Eidechsen leisten mir Gesellschaft. Nun aber habe ich Hunger und unten an der Promenade in Lugano wäre ein Teller Spaghetti sicher lecker. So trabe ich auf dem breiten Wanderweg hinunter nach Paradiso.
Die Spaghetti gönne ich mir natürlich schon, dazu gibts einmalige Aussicht auf den bestiegenen Berg und die flanierenden, nett gekleideten Tessiner. Dann kommt aber unweigerlich die Heimreise und spätestens nach dem Eintritt in die kalte und wolkenverhangene Deutschschweiz breitet sich das Wohlgefühl noch mehr aus. Genial unsere Schweiz!















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