Gulmen 1789m - Austragungsort der persönlichen Skitouren-Saisoneröffnung 2012/13


Publiziert von Mueri , 4. Dezember 2012 um 12:05.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 3 Dezember 2012
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Speer-Mattstock 
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Anfahrt mit PW nach Amden (Ruob)

Prolog: Mit dem in den letzten Tagen gefallenen Schnee sollte nun endlich die Skitouren-Saison eröffnet werden. Bis am Tag der Tour blieb jedoch offen, welcher Ort als idealer Austragungsort der persönlichen Skitouren-saisoneröffnung 2012/13 in Frage käme. Gut erreichbar, als Halbtagestour machbar, vorwiegend grasiger Boden ... und - wenn wir schon dabei sind - etwas Sonnenschein beim Aufstieg setzte ich auf meine Wunsch- bzw. Kriterienliste. Letztendlich stritten sich nur noch das Laucherenstöckli und der Gulmen um die Kandidatur. Und der Gulmen rang sich durch, der Anfahrt wegen.

Der Aufstieg erfolgte bei mir ab Ruob. Wahlweise kann man auch bereits in Amden Dorf starten oder aber erst im Tscherwald. Allerdings sind allfällige Abstellmöglichkeiten für ein Auto auf der Strasse von Ruob hoch zum Tscherwald eine Rarität.

Ich schien nicht der einzige zu sein, der sich am heutigen Tag für den Gulmen entschlossen hatte; das verriet mir eine bereits weitgehend dem Wanderweg zum Tscherwald hoch entlang gehende Spur im Schnee, die links und rechts mit runden Löchern im Schnee verziert war. Anfänglich mussten es, so folgerte ich aufgrund der Beobachtung der Abstände dieser Löcher im Schnee, fünf Töurler gewesen sein, die sich vor mir auf den Weg machten. (In Klammern vermerkt: Auf dem letzten Abschnitt vom Hüttlisboden bis zum Gipfel waren es derer noch zwei...)

Über Tscherwald gelangte ich unschwierig hoch zum Hüttlisboden. Die Jacke wurde inzwischen im Rucksack verstaut, und mit ihr die Handschuhe. Die Sonne strahlte mit mir um die Wette. Noch. Ab dem Hüttlisboden folgte der eher steilere Teil der Tour. Mir durfte es recht sein. Angesichts der beträchtlichen Neuschneemengen durfte schliesslich eine gewisse Hangneigung nicht fehlen, wenn man nicht auf dem beim Aufstieg angelegten Weg ins Tal schleichen wollte.

Bis hoch zum Gipfel bestätigte sich, was zu erwarten war: Neuschnee, nichts als Neuschnee. Noch fehlt eine Unterlage, so dass sich Grasbüschel und auch vereinzelte Steine und Wurzeln eben gelegentlich unter dem leichten Pulverschnee zeigen.

Oben auf dem Gulmen schien sich Petrus meiner nicht zu erbarmen. Ein frischer Wind peitschte bereits über den Gulmen, so dass ich die geplante Znüni-Zmittag-Pause nicht wunschgemäss einhalten konnte. Zudem verhiess ein Blick gegen Westen, dass die prognostizierte Störung nicht mehr weit sein kann (s. Fotos). Nun dann, los zu meiner ersten Abfahrt in dieser Wintersaison.

Der Spassfaktor bei der Abfahrt hielt sich in Grenzen; und dies nicht nur, weil ich mich erst wieder an die Schwünge im tiefen Weiss gewöhnen musste. Da eine doch beträchtliche Menge an Neuschnee gefallen war (an dieser Stelle danke an René (?) fürs Spuren), gelangen die Schwünge nur im steileren Bereich. In den eher flachen Passagen (ab Hüttlisboden bis nach Amden fast durchgehend) musste man weitgehend in der Aufstiegsspur abfahren, um nicht nach einigen Metern im tiefen Schnee stecken zu bleiben. Trotzdem: ein gelungener Auftakt in die Saison 2012/13, wenn auch nicht ganz vergleichbar mit dem Tödi, mit dem ich die Saison 2011/12 abschliessen konnte.

Fazit: ideale Skitour für einen Halbtagesausflug für all jene, die Gesellschaft nicht meiden und die Spurarbeit gerne anderen überlassen.

Die Tour eignet sich m. E. gut für all jene, die alleine unterwegs sind und/oder sich nicht sicher sind, ob sie den Weg hoch zum Gipfel finden werden. Die Wegfindung ist einfach, intuitiv, zumal der Gipfel schon sehr früh sichtbar ist und Waldbestände zur rechten und linken Seite oft anzeigen, wo's langgeht. Last but not least findet man auf dem Weg zum vielbegangenen Gulmen eh' meist schon Spuren an.

Tourengänger: Mueri

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