Dem Schnee noch einmal aus dem Weg gegangen - Centovalli


Publiziert von Mo6451 Pro , 6. Dezember 2012 um 22:43.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 6 Dezember 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Ruscada 
Aufstieg: 999 m
Abstieg: 864 m
Strecke:13 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Luzern - Locarno; Bus Locarno - Intragna
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Centovallibahn Corcapolo - Locarno; cff logo Locarno - Bellinzona - Luzern
Kartennummer:map.wanderland.ch

Wunderbares Wetter, so wie es die Wetterfrösche prophezeit hatten. Im Centovalli schien den ganzen Tag die Sonne, auch wenn der Nordföhn ab und zu seine kühlen Brisen sandte.

Heute wollten wir noch einmal einen Tag in den Bergen ohne Schnee verbringen, unser Ziel war das Centovalli. Ausgangspunkt unserer Wanderung ist Intragna. Den Bus dorthin erreichten wir gerade noch, trotz Verspätung des Zuges. Im Winter sind die Verbindungen nicht gerade üppig.

Der erste Aufstieg von Intragna nach Costa ist anstrengend und erfolgt über alte Steintreppen. Schnell erreichen wir Höhe und können einen ersten Blick von oben auf unseren Ausgangsort werfen.  Nach noch einmal 200 HM erreichen wir Selna, eine kleine Siedlung, die jetzt verlassen ist. Das viele abgefallnene Laub von Ahorn, Buchen und Kastanien macht das Aufsteigen nicht gerade einfach, denn alle Unebenheiten verschwinden unter eben dieser dicken Laubschicht. Aber die Sonne und der Blick auf den Gridone lassen alle Schwierigkeiten in den Hintergrund treten.

An Mött Dürai vorbei gehen wir weiter Richtung Dröi. Der Weg über Dröi führt um den Aula herum und damit teilweise auf die Nordhänge. Hier ist es kalt und windig und auf den Wegen liegt ein Hauch von Schnee. Der Untergrund ist gefroren, Vorsicht heißt deshalb die Devise. Deshalb sind wir froh, dass wir bei Pian Segna wieder die Sonne erreichen. Die Mittagspause fiel dementsprechend kurz aus.

Über Wiesen und Waldwege erreichen wir Monte di Comino. Hier fährt im Sommer eine Gondel hinunter nach Pta. di Verdasio, doch jetzt ist alles im Winterschlaf, auch die Beiz ist geschlossen. In Monte di Comino entscheiden wir uns für einen Abstieg nach Corcapolo. Bis hier haben wir weder Mensch noch Tier getroffen, auf einmal gab es laute Geräusche und wir dachten, es würden Steine durch das Couloir abgehen. Weit gefehlt, auf einmal hören wir auch die Geräusche über uns und im gleichen Moment sehen eine Gams, die sich aus dem Staub macht, nicht ohne uns einen bösen Blick rückblickend zuzuwerfen.

Der Abstieg nach Corcapolo ist teilweise steil, meistens jedoch sanft, genügend breit und voller Laub. Es zieht sich in die Länge. In Corcapolo war das Glück auf unserer Seite, gerade auf dem Bahnsteig angekommen lief auch schon der Zug ein, der uns nach Locarno brachte. Von da aus genossen wir die Heimfahrt mit einmal Umsteigen in Bellinzona und einem leckeren Abendessen im ICN nach Luzern. Hinterm Gotthard hatte uns die weiße Schneelandschaft wieder.

Route: Intragna - Costa - Selna - Mött Dürai - Dröi - Pian Segna - Monte de Camino - Corcapolo

Tour mit Eduard.


Tourengänger: Mo6451

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