Kibo, Teil 5: von der Horombo- zur Kibo-Hütte


Publiziert von Felix Pro , 29. November 2012 um 14:58.

Region: Welt » Tansania
Tour Datum: 9 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: EAT 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 20 m
Strecke:Horombo-Hütte - Last Water Point - The Saddle - Jiwe La Ukoyo - Kibo-Hütte
Unterkunftmöglichkeiten:Kibo-Hütte

Noch einmal beginnt der Tag auf der Horombo-Hütte voller Sonnenschein – und gutem „Zmorge“; so gestärkt machen wir uns nun definitiv auf, dem Kili näherzukommen. Die längere Variante, welche via Saddle Reach auch zu unserer heute anvisierten Hütte führen würde, lassen wir rechts liegen, und wandern, immer wieder sehr gemächlich, auf der unteren, direkten Route hoch. Einmal mehr geniessen wir die Aus- und Weitblicke in die Weiten des tansanischen Tieflandes, die heideartige Landschaft mit den äusserst dekorativen Elementen der Senezien. Eine längere Etappe haben wir auch heute wieder vor uns; sie wird zusätzlich bereichert mit der Durchquerung der Hochebene südlich, und später nördlich des Middle Red Hills. Doch erst einmal „schlarpen“ wir unter blauem Himmel, den Kili mit den verbleibenden Gletscherflächen vor Augen, zu einer Anhöhe hoch, von wo wir einen guten Einblick in die erste Hälfte der Hochebene gewinnen.

Nach wenigen Metern abwärts und dem nachfolgenden, beinahe ebenen Marsch, gelangen wir zum nur wenig Wasser aufweisenden Last Water Point. Ab hier beginnt nun endgültig der Abschnitt mit nur noch kargem Pflanzenbewuchs: der Vulkancharakter der Gegend zeigt sich immer deutlicher – die Schottersteine, Lavasand und grössere Felsbrocken um den Middle Red Hill zeugen davon.

 

Nach einem nur kurzen Halt schreiten wir weiter; es geht wieder etwas stärker aufwärts – kurz vor dem Übergang auf die nördliche Seite der Hochebene halten wir bei The Saddle inne: hier hat die wiederum vorausgeeilte Küche uns ein einfaches, doch warmes Mahl zubereitet – welch ein Luxus! (Auch die „Streifenmäuse“ profitieren hier von aktuellen und früheren Speiseresten.)

Das bekanntermassen rasch wechselnde Wetter scheint nun eine Regenfront heranzuschieben; glücklicherweise hält sich nach der Querung des unmerklichen Überganges das Wetter auf der Nordseite vorerst einmal besser. So können wir beim flachen Transfer Richtung Jiwe La Ukoyo noch einmal den aussergewöhnlichen Charakter der Landschaft bei teilweise blauem Himmel bewundern: Lavaschutt und einzelne grössere Felsbrocken (einer davon sehr markant [auch mit WC-Papier verziert]) ergeben ein faszinierendes Bild der Ebene vor dem teilweise in den Wolken versteckten Kili ab.

 

Auf dem gemütlichen Marsch zur erwähnten Picknick- (und WC)-Stelle können wir unter der Wolkendecke bereits einmal die Hütte erkennen; doch da wir bei ersterer die Regenhüllen montieren müssen – die kurze Schlechtwetterstörung hat uns nun doch eingeholt, sogar leichten Schneefall gewärtigen wir – und vor der Hütte sich noch ein felsiges Massiv erhebt, verschwindet sie noch einmal aus unserem Blickfeld. Erst auf den letzten Metern, das besagte kleine Vorgebirge umgehend, taucht sie endlich in „Lebensgrösse“ auf – wir stehen vor der Kibo-Hütte!

Das Wetter bessert schnell wieder – und wechselt fortwährend: so können wir nach dem einfachen Nachtessen in der sehr einfachen Hütte erst einmal den klaren Sternenhimmel beobachten, während es später wieder ganz leicht zu flocken beginnt …

 

Die Uhrzeiten meiner Nikon sind auf MEZ eingestellt – in Tansania war es jeweils zwei Stunden später.

Am letzten Tag meiner Afrika-Expedition wurde ich meiner Sony beraubt – deshalb fehlen einige stimmungsvolle Fotos; dafür sind Aufnahmen einiger meiner lieben Mitgänger|innen integriert (jene sind mit entsprechendem © gekennzeichnet). 


Tourengänger: Felix

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Kommentare (2)


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rochi hat gesagt:
Gesendet am 29. November 2012 um 18:43
Hi Felix,
I climb Kibo last july (http://www.hikr.org/tour/post52496.html).
It was a fantastic experience and I hope the same for you (unfortunatly I do notspeak and read doitch language).
Waiting for pictures of the peak's day (or night if the same of me)
Ciao,
ROCHI.

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 3. Dezember 2012 um 05:47
Ciao Rochi
I hope, you enjoy my pictures of the peak's day! It was indeed extraordinary ...
kind regards, Felix


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