Auf und Ab mit Umwegen in der Hörnli Westwand


Publiziert von RomanP , 25. November 2012 um 19:23. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:25 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-ZH 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 612 m
Abstieg: 612 m
Strecke:Heiletsegg-Bärtobel-Sporn-Chli Hörnli-Hörnligubelweg-Westwand Sporn-Hörnli-Heiletsegg


Die Planung:   Heute habe ich mich wieder einmal ins schöne Tösstal begeben um das Hörnli zu besteigen. 
Mein Routenplan sah vor von der Heiletsegg ins Bärtobel abzusteigen um dann diesselbe Route zu gehen welche hier von Alpine_Rise beschrieben wird. Die normale Westspornroute ist schon zur Genüge beschrieben so dass ich nicht weiter darauf eingehe sondern lediglich auf die sehr gute Beschreibung von Delta (Klick) verweise. Doch es kam nicht ganz so heraus wie ich es geplant hatte. Dazu aber später mehr.

Heiletsegg-Bärtobel-Sporn-Fahrsträsschen (T4):   Ich begab mich also früh Morgens mit dem Auto ins Tösstal und stellte es in der Nähe der Heiletsegg ab. Ausgerüstet mit Stirnlampe begab ich mich auf den markierten Weg von der Heiletsegg hinab ins Nideltobel und schwenkte dort ins Bärtobel ein, welches in dieser Dunkelheit noch viel einsamer scheint als es auch sonst schon ist (T3). Bei der ersten Vergabelung des Baches wählte ich den Sporn/Rücken welcher von den Bächen eingeschlossen wird (auf der Karte beim ob von Bärtobel).
In mässig steilem aber nie ausgesetztem Gelände ging es stetig aufwärts. Einige T4 stellen sind zu überwinden welche sich aber sicher umgehen liessen wenn man den teils breiten Rücken verlassen würde. Ich wollte diesen Aufstieg eigentlich fotografisch festhalten doch das wollte meine Kamera nicht. Da ich aber keine Lust hatte ewigs mein Natel hervorzukramen um mit diesem zu knipsen, habe ich heute nicht besonders viele und schon gar keine guten Fotos geschossen

Oben beim Fahrtsträssen angekommen folgte ich diesem nach rechts (Osten). Am Anfang noch eine veritable Autobahn wird es immer wie schmaler bis es am Schluss nur noch ein Pfad ist. Man kommt dabei noch an einem schmucken "Hexenhäuschen" vorbei. Von diesem Weg hat man einen sehr guten Einblick in die Hörnli-Westwand.
Nun wie schon gesagt wird der Weg immer schmaler und als es nur noch ein Pfad war und ich auf einen Sporn mit schwach ausgeprägten Trittspuren traf zögerte ich gar nicht lange und erklomm diesen. Ich wähnte mich wirklich auf dem Westsporn was sich aber später als Irrung herausstellte. Leider hatte ich die Routenbeschreibung von Ossi nicht mehr sehr präsent, denn eigentlich hätte ich es ja merken sollen dass ich zu früh auf den Sporn gewechselt habe da in seinem Bericht von diesem "geheimnissvollen Ort an dem der Bärtobel Bach entspringt" die Rede ist, an welchem ich definitiv nicht vorbeigekommen bin.

"Falscher Sporn"-Wanderweg-Westsporn (T4+):   Nun gut auch dieser Sporn war Wurzel-Krazel-Spass und teilweise recht ausgesetzt (T4+). Spätestens als ich den Hörnligubelweg an einer anderen Stelle passierte als bei meinem Fehlgeschlagenen Versuch am Westsporn war mir endgütlig klar dass ich den falschen Sporn erklommen hatte. Störte mich aber nicht und so stieg ich diesen "falschen" Sporn weiter bis ich auf dem Wanderweg Chli Hörnli-Hörnli den Sporn verliess und über ebendiesen Weg zürück Richtung Pt.1005 wanderte. Über den Hörnligubelweg gelang ich zum Westsporn (diesmal den Richtigen) und erklomm diesen über die klassische Route.

Westsporn (ab Hörnligubelweg)-Hörnli (T5):   Die Querung des Nagelfluhwändchen war heute absolut kein Problem, bei meinem fehlgeschlagenen Versuch kehrte ich dort um weil es mir einfach zu rutschig war. Beim Wandbuch hat man gute Einsicht in eine Wandstufe der Westwand. Nach dem Wandbuch geht es diesen Aufschwung hinauf. Die Schlüsselstelle ging dank den super Wurzeln richtig gut und auch mein Pickel durfte ab und zu etwas Dreck zwischen seinen Zacken spüren.
Nach der Schlüsselstelle hat es noch ein paar kurze steile Abschnitte welche aber mehr oder weniger Problemlos zu bewälltigen sind (T5).
Nun noch über den Komposthaufen und den Zaun auf den Wanderweg und verdient war der Kaffe.

Hörnli-Heiletsegg (T3):   Anschliessend raste ich über den Wanderweg zurück zur Heiletsegg und geschafft war meine Westsporn Begehung. Obwohl ich den Westsporn heute nich komplett bewältigte so erlaube ich mir doch, den Westsporn als gemacht abzuhacken da ich bei meiner früheren Begehung ja den unteren Abschnitt bereits gemacht hatte.

Fazit:   Mir hat die ganze Tour sehr gut gefallen und ich bin auch froh dass ich den Westsporn jetzt einmal als begangen ablegen kann, die frage ist nur für wie lange er so ruhig liegen bleibt...

Ah ja, Ossi, das "zweite" Buch von dem ich dir erzählt habe hat sich entweder a) in Luft aufgelöst (die wahrscheinlichere Variante :-) ) oder b) ich meinte deins.
Das Buch ist soweit in gutem Zustand, nicht nass und auch nicht schimmlig oder so.  Auf jeden Fall hat es jetzt auch einen Eintrag von mir.

Tour im Alleingang

Tourengänger: RomanP

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