Saisonabschluss im Allgäu: Auf Stuiben (1749m) und Sedererstuiben (1737m)


Publiziert von Fabse_94 , 25. November 2012 um 20:29.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:25 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Gunzesrieder Säge - Wiesach - Stuiben - Sedererstuiben - Alpe Ornach - Gunzesrieder Säge [ca. 9,2 km]

Der Stuiben ist wohl einer der beliebtesten Gipfelziele der Nagelfluhkette und des westlichen Allgäus, an schönen Tagen ist hier auch dementsprechend viel los (so wie heute). Die meisten Wanderer steigen vom Mittag und von der Gunzesrieder Säge über die Ornachalpe zum Gipfel, außerdem wird er auch oft infolge der Überschreitung der gesamten Nagelfluhkette bestiegen. Mein hier beschriebener Anstieg über die Wiesach ist wohl einer der abwechslungsreichsten und ruhigsten, denn er ist recht steil und im oberen Teil führt er relativ "anspruchsvoll" und versichert über den Ostgrat zum höchsten Punkt.

Vom Parkplatz an der Gunzesrieder Säge geht man rechts über die Brücke und folgt der Straße bis zum letzten Haus. Hier führt der Steig in lichten Wald und leitet zu den überraschend weiten Wiesen- und Almflächen der Wiesach. Nun geht es geradeaus weiter über den Hang wieder in den Wald hinein, wo es wieder etwas steiler wird. Umso höher man kommt, desto freier wird das Gelände und desto besser wurden die Ausblicke auf die Allgäuer Alpen. Desweiteren wunderten wir uns, welche Kraft die Sonne Ende November noch hatte, denn es war bollenwarm und man hätte auch getrost mit T-Shirt und kurzer Hose laufen können. Kurz vor der Kammhöhe machten wir noch eine kurze Verschnaufpause, da sowohl mein Vater als auch ich aufgrund einer durchzechten Nacht nicht wirklich in absoluter Topform waren. Am Grat oben trifft man dann auf den Weg vom Steineberg, kurz nach der Wegverzweigung wechselt er dann in die teils verschneite Nordflanke, wo es gefühlte 20°C kälter war als an den Südhängen. Nun geht es immer auf bzw. neben dem Grat - zum Schluss mit Drahtseilen gesichert, aber niemals schwer - zum Gipfel des Stuiben, den wir nach knapp 2 Stunden erreichten. Oben pfiff dann ein eisiger Wind über den Grat, der uns davon abhielt, am Gipfel zu pausieren. Aber an der Mitnahme eines weiteren Gipfelchens, des Sedererstuibens (etwa 10 Minuten hin und zurück), hinderte er mich nicht, auch wenn die Böe zwischenzeitlich gefühlte Windgeschwindigkeiten von 120 km/h erreichte und das Laufen und vor allem das Fotografieren erschwerte. Nach einer kurzen Vesperpause etwas unterhalb der Grathöhe konnten wir dann eine Gemsherde von etwa 30 Tieren im Hang oberhalb der verfallenen Rottachalpe beobachten, die sich von den Wanderern nicht im Geringsten stören ließen. Nach der Ruine der Alpe verläuft der Steig dann wieder für ca. 200 Höhenmeter bergab durch schönen Wald, um dann wieder auf die Wiesenfläche zwischen Ornachalpe und Wiesach zu treffen. An knorrigen Ahornbäumen vorbei geht es geradeaus weiter wieder in den Nadelwald hinein und schräg hinab zum Aubach im Gunzesrieder Tal, den man mithilfe einer Brücke überquert. Hier biegt man dann in die geteerte Straße ein und folgt ihr noch ca. eine Viertelstunde zurück zum Parkplatz an der Gunzesrieder Säge.

Schwierigkeiten:
Gunzesrieder Säge - Wiesach - Stuiben: T3
Stuiben - Sedererstuiben - Gunzesrieder Säge: T2


Fazit:
Lohnenswerte Spätherbst-Rundtour im westlichen Allgäu auf einen beliebten Aussichtsgipfel mit schönen Ausblicken in die Allgäuer Alpen und das Lechquellengebirge. Die Mitnahme des 12 Meter niedrigeren Sedererstuibens lohnt sich eigentlich nur für Gipfelsammler, denn die Aussicht ist von dort nicht wirklich besser, aber es ist meistens weniger los als auf dem Stuiben.

Tourengänger: Fabse_94

Galerie


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