Im Angesicht der Drachen


Publiziert von Polder , 22. November 2012 um 21:50.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:21 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m

Für Firngleiter waren mir die Schneeverhältnisse zu unsicher (keine Unterlage), sodass nochmals unbeskite Füsse zum Einsatz kamen. Start in Vättis 08.15 - und damit, wie sich bei der Rückfahrt herausstellte, 1 h früher als das Murmeltier - gen Ladils, auf dem gnadenlos steilen, aber hübschen Alpweg. Weil ausgerechnet der Gipfel der Calanda im Wege stand, überraschenderweise erst kurz vor Ladils an der Sonne. Von dort leicht rechts haltend auf rund 2200 auf den E-Grat empor und diesem - mal rechts im Schnee, mal links im Gras - zu den Aufschwüngen empor, die stets in der SE-Flanke umgangen werden. Insbesondere der Gipfelaufschwung war mit dem weichen Schnee doch noch recht alpin..., bei den Verhältnissen durchaus T5.
Auf dem Gipfel ein einmaliges Erlebnis: Ein Bartgeier flog ein paar Mal in 5-10m Entfernung an mir vorbei, bevor ihn Kolkraben zu belästigen begannen... ich sah sogar das leuchtende Orange seiner Augen (unten am Gelbberg übrigens strichen dann 4 Steinadler zusammen umher...)!
In alpinem Ambiente auf Schnee - und nun im Angesicht der Drachen(berge) - auf den Vereinigungspunkt der Grate Pt. 2665, wo ich in Anbetracht des weichen Schnees die Idee Zanaihorn endgültig sterben liess, und über angenehme Schneefelder ins Gelbtäli abstieg. Adlerbegleitete Sonnenrast ebenda, bis die ersten Schleierwolken auftauchten. So visierte ich doch noch das 15.44-Poschi an, was einen Abstiegssprint über den ebenso steilen Gelbbergweg bedingte (45' für 1200 Hm). Hübsche Runde, das Ganze!
Per Autostopp erreichte dann noch ein jungdynamischer Berggänger knapp das Poschi, der mit seinem schwäbelnden - pardon, alemannischen :-)! - Dialekt unschwer als marmotta zu identifizieren war, zurück von einem seiner Abenteuer!

Tourengänger: Polder

Galerie


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