Der Blößling und der Präger Gletscherkessel


Publiziert von jaschwilli , 28. November 2012 um 10:23.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Tour Datum:20 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:16 km, Präg - Schweinekopf - Blößling - Hochkopf - Weißenbachkopf - Präg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Freiburg über Todtnau nach Präg, aus Richtung Süden über Todtmoos oder Schönau nach Präg. In der Ortsdurchfahrt Präg Richtung Todtmoos fährt man kurz vor Ortsende und der ersten Spitzkehre links ab, überquert einen Bach und gelangt an der Stelle, an der der Wald der Strasse am Nächsten kommt zum Start
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Kartennummer:LGL Hochschwarzwald

Ausgangspunkt der Wanderung ist das Wanderschild "Ellenbogen" in Präg. In der Ortsdurchfahrt Präg Richtung Todtmoos fährt man kurz vor Ortsende und der ersten Spitzkehre links ab, überquert einen Bach und gelangt an der Stelle, an der der Wald der Strasse am Nächsten kommt zum Start (Bild 1). Die Tour führt über den Schweinekopf, Blößling, Hochkopf und Weissenbachkopf wieder hierher zurück.

Der Aufstieg führt an diesem kalten Morgen über den jetzt schon sonnigen Südhang des Schweinekopfes. Ganz dem Namen des Berges entsprechend treffe ich viele viele - Gämsen, die sich nach kalter Nacht auch gerne am südlichen Waldrand aufhalten (Bild 5 + 6). Allerdings soll der Name auch nicht vom Borstenvieh sondern von dem Verb "swinen" kommen, was so viel wie "roden" bedeutet - ein alter Weideberg also.

Im Talschluss führt der Weg in den Wald an eine Kreuzung, hier geht die Route links auf der Waldstrasse wieder in den Südhang des Schweinekopfes, diese Strecke ist am Wanderschild als einzige nicht ausgeschildert. Am westlichsten Punkt dieses Weges, im Scheitel einer Rechtskurve steht linker Hand eine Jagdkanzel. Ab diesem Punkt geht es weglos rechts nach oben, hier ist der Aufstieg zum Gipfel am wenigsten steil. Der Boden ist hier grob blockig und man hält sich links des Buchenjungwuchses. Bald erreicht man das Ende eines ersten Schleifwegs, weiter orientiert man sich in Richtung des stärksten Anstiegs. Am zweiten Schleifweg kann man einen Weg finden, der über einen Rücken in Richtung Schweinekopf führt. Wenn dieser Weg endet, wieder kurz weglos bergauf nach rechts, bis man einen  Gratweg erreicht (na ja, zumindest für schwarzwälder Verhältnisse ist es ein Grat...). Diesem folgt man, am Ende auch kurz bergab, bis man auf den Westweg stößt (rote Raute) und dessen Beschilderung zum Blößling (1310m)  folgt.  Einer meiner Lieblingsgipfel im Schwarzwald, hier ist es immer ruhig, selbst wenn bei Inversion wie heute sich die Leute auf dem Schauinsland oder Kandel auf den Füssen stehen. Gipfelkreuz und Alpenpanorama!

Von hier ein kurzes Stück zurück und auf dem Westweg bleiben, über das Präger Eck Richtung Hochkopf. Mein Track unten geht an einer Stelle rechts ab und später querfeldein wieder auf den Westweg, hier habe ich aber nur ein paar Gämsen beobachtet und bin ihnen gefolgt - da muss man nicht hinterher gehen... Auf dem Hochkopf (1263m) steht ein kleiner Turm, auch hier eine schöne Rundumsicht.
Hier verlasse ich den Westweg, weil ich noch den Gipfel des Weißenbachkopfes (1212m) mitnehmen will. es geht also weiter weglos oder auf Wildwechseln und Schleifwegen über die Krete - ein besonders schöner Abschnitt der Tour. Vom Weißenbachkopf entscheide ich mich für den direkten Abstieg in der Falllinie nach Norden. Trotz sehr steilen Geländes geht es recht gut voran, wenig Unterholz, Laub und Geröll federn die Schritte sehr gut ab. Die erste Waldstrasse wird gequert, auf der zweiten (oder war es die dritte? :) ) geht man ganz kurz nach rechts bis zu einem alten grünen Bauwagen, der sicher seit Jahren schon nicht mehr bewegt wurde. Hier den linke Schleifweg bergab wählen, links ist bereits die Landstrasse zu sehen. So erreicht man den Aussichtspunkt Kreuzboden an der Strasse und man kann die weitere Route vergegenwärtigen. Unten im Talboden gibt es einen kleinen mit Nadelbäumen bestandenen Hügel, der rechts / östlich von einem Sträßchen umrundet wird - dort steht das Auto. Ich entscheide mich weiter für den direkten Abstieg, zuerst unterhalb über eine Weide, dann kurz und steil durch ein Waldband und  wieder auf Weiden - die evt. im Sommer schwieriger zu passieren sind. Auf Viehpfaden geht es weiter bergab. Exakt bei einer Bachüberquerung entdeckt mein Hund zum Abschluss noch Rehe, schmeißt sich in die Leine und mein Balanceakt ist gescheitert... Bald erreicht man die ersten Höfe und der Rest bis zum Auto ist schnell geschafft.

Die Tour ist auf Teilen nicht beschildert und führt oft weglos, daher ist ein gutes Orientierungsvermögen notwendig (deshalb T3). Andererseits ist die Topografie so markant, dass sich der Routenverlauf in den weglosen Abschnitten oft quasi von selbst ergibt.
Der Zeitbedarf von 3,5 Stunden gilt für die reine Gehzeit - bei so vielen Wildbeobachtungen hab ich aber doppelt so lange gebraucht.

Tourengänger: jaschwilli

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Geodaten
 13882.gpx Präg Blößling

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