Fridlispitz-Überschreitung und Wageten


Publiziert von joe , 20. November 2012 um 16:42.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:18 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ab Näfels der Beschilderung "Schwändi" folgend über teilweise schmale Strassen hinauf zum Parkplatz am hintersten Ende. Gebühr 5,- CHF
Kartennummer:LK 236 LACHEN

Die eigentliche Schlüsselstelle befindet sich vor dem Beginn der Wanderung: Das Auto muss von Näfels (Richtung Obersee/Schwändital, dann Abzweigung Schwändital) auf der abenteuerlichen Strasse zum Parkplatz bei Schwändi sicher hinauf befördert werden. Am Parkplatz, wenn man dort heil ankommt, ist dann eine Gebühr von CHF 5.- zu entrichten.

Es folgt eine schöne und abwechselungsreiche Alpinwanderung im Schwändital über drei Gipfel: Fridlispitz, Riseten und Wageten.


Durch das Lesen von diesem Beitrag wurde ich an die ausstehende Wanderung erinnert und animiert.


Wegbeschreibung:

Vom Parkplatz gehen wir einige Schritte auf der Fahrstrasse zurück um den Forstweg nach Steinberg und P.1250 zu erreichen. Über die herbstlichen Wiesen sind wir hinauf zu dem schmalen Weg, der uns nach Tilima führt, gewandert.

Alternativ kann man vom Parkplatz den weiss-roten Pfosten durch die Wiese (kein Wegweiser) folgen. Nach kurzer Steigung gelangt man auf eine Art Höhenweg, welcher durch eine sanfte Wiesen- und Waldlandschaft ostwärts führt.

Bei Tilima beginnt der kurze Anstieg (T2) auf die Fridlispitz. Wir geniessen das Panorama (Linthebene, Federispitz, Speer, Amden, Alpstein, Churfirsten, Walensee, Mürtschenstock, etc) bei einer kurzen Teepause.

Nun beginnt der spannende Teil, die Gratpassage zum Riseten. Dieser Gipfel wird auf Hikr oft zitiert, jedoch konnte ich auf meiner Karte oder in meiner Literatur keinen Hinweis darauf finden. Wir erkennen einen schwach ausgeprägten Pfad, der teilweise rot markiert ist. Dieser führt häufig einige Meter südlich des Grats entlang. Etwa in der Mitte der Gratpassage (dort, wo auf der LK ein Weg runter führt), gilt es eine Felsstufe zu überwinden (T4). Ein Drahtseil ist hierbei behilflich. Daher erlaubte ich mir auch die Klettersteigschwierigkeit mit WS anzugeben.

Wenig später erreicht man den höchsten Punkt des Riseten. Das Gipfelkreuz befindet sich noch weiter westlich bei P.1724. Von hier geniesst man einen schönen Ausblick auf Tierberg, Aubrig, Brüggler und Wageten.

Der Abstieg zur Lochegg erfolgt dann wieder auf gutem Bergwanderweg. Auch hier gibt es eine Alternative: Irgendwo im Abstieg kann zur SW-Rippe gequert werden. Dadurch wird der Weg zur Lochegg verkürzt. Leider haben wir die Abzweigung nicht gesehen.

Bei Lochegg hatten wir uns kurz verlaufen (siehe auch GPS-Track). Also: nicht den Markierungen folgen, sondern immer auf dem Grasrücken entlang gehen. Später sind Wegspuren und einige weis-rote Pfosten zu erkennen.

Stetig geht es bergauf. Einmal muss unterhalb des Gipfelkreuzes (nicht zu erkennen) eine Abzweigung nach rechts beachtet werden. Ein steiler Weg führt im Uhrzeigersinn hinauf zum Grat und weiter auf die Nordseite. Hier erwartet uns die Schlüsselstelle. Mit etwas Klettertechnik (T5-; I) erreichen wir über einen ausgesetzten und etwa 5 Meter hohen Aufschwung Wageten.

Nach einer Pause geht es zurück an den Gratfuss. Der Weg führt weiter in westliche Richtung. Oft bleiben wir stehen um hier die Seilschaften beim Klettern zu beobachten. Ab Wännifurggel steigen wir durch Wänni zum Fahrweg ab. Über P.1438 und Sunnenstaffel erreichen wir den Parkplatz bei Schattenstaffel


Bemerkungen:

Heute waren wir die einzigen Wanderer in der Region. Aufgrund der südseitigen Ausrichtung der Kletterrouten am Brüggler, waren heute sehr viele Seilschaften in den verschiedensten Routen unterwegs.

Interessant ist auch der Weiterweg vom Wageten über Brüggler zum Chöpfenberg. Ist die Nordseite dieser Flanken trocken und schneefrei, so kann auch der Anstieg aus dem Niederurner Tal (Seilbahn bis Morgenholz) eine interessante Alternative sein.


Fazit:

Eine (im Herbst) einsame, abwechselungsreiche Alpinwanderung.


Tourengänger: joe

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