Die Tunnel nach Steg und Malbun


Publiziert von dani_ , 20. November 2012 um 21:38.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum:17 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL 
Zeitbedarf: 1:15
Aufstieg: 270 m
Abstieg: 270 m
Strecke:Gnalp - Alter Tunnel - Sücka - Steg - Neuer Tunnel - Gnalp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz beim Berggasthaus Rizlina

Die Gegend um Steg und Malbun war früher nicht dauerhaft besiedelt, sondern enthielt nur Maiensässe, auf die im Sommer das Vieh getrieben wurde. Der normale Weg zu den Sässen verlief von der Rheintaler Seite über den Kulm (Höhe 1445m). 1867 wurde der 48m lange Scheiteltunnel gerade unterhalb der Kammlinie des Höhenzuges Kulm gebaut, so dass man mit dem Vieh oder schwer bepackt nicht mehr über den spitzigen Kamm musste. 1947 wurde dann nach 20 Jahren Projektzeit der 739m lange Basistunnel Gnalp-Steg auf einer Höhe von etwa 1260m eröffnet und Steg/Malbun wurden nachfolgend touristisch erschlossen.

Wir parkieren auf einem Parkplatz neben der Strasse Triesenberg-Steg auf 1165m Nähe Restaurant Rizlina. Es ist 16:20 und die Sonne ist gerade hinter der Gauschla verschwunden. Der Himmel ist klar blau und Richtung Westen gelb von der untergehenden Sonne eingefärbt. Im Rheintal liegt ein Nebelmeer. Die Burgruine Wartau (Höhe 650m) schaut gerade aus dem Nebelmeer hinaus. Viele Fotografen haben Stative aufgebaut und halten das schöne Panorama fest.

Es ist recht kalt, aber die Temperatur ist nicht viel niedriger als im Nebel des Rheintals. Wir brechen auf und laufen zunächst entlang der Strasse Richtung Steg. Hinter einem grossen Bauernhof biegen wir leicht links ab und steigen steil Richtung Alter Tunnel hoch. Die Strasse ist zwar eng aber asphaltiert und tatsächlich kommt uns ein PW entgegen. Während wir aufsteigen, wandelt sich das blau-gelb des Himmels in ein rosa-orange. Wir geniessen schöne Ausblick auf das Nebelmeer im Rheintal, zur Alvierkette und in den Alpstein. Wildhuser Schafberg, Moor, Säntis und Altmann sind schön nebeneinander aufgereiht. Neben dem Moor kann man sogar das Dreieck der Girenspitz erkennen. Kurz vor der Kammlinie des Kulm erreichen wir das Eingangsportal des Alten Tunnels. Wir tauchen in die Dunkelheit des unbeleuchteten Tunnels ein. Am Tunnelende erreichen wir den höchsten Punkt der Wanderung (p.1433).

Nun geht es weiter auf der Strasse abwärts Richtung Steg. Wir passieren das Bergrestaurant Sücka und erreichen die Strasse Triesenberg-Steg bei p.1276. Auf dieser gehen wir durch den Neuen Tunnel zurück nach Gnalp. Der Tunnel ist sehr eng und wir müssen am Rand hintereinander gehen. Durch die Enge und die nach oben halbrunde Form hört es sich bei der Durchfahrt eines Autos an, als würde man direkt neben einer Bahnstrecke stehen. Als wir zurück in Gnalp sind, wird der Nebel über dem Rheintal von unten durch die Ortschaften beleuchtet. Spezieller Anblick.

16:25 Gnalp
17:40 Gnalp

Tourengänger: dani_


Kommentar hinzufügen»