Zwischen Waag- und Sihltal: Biet - Stock


Publiziert von Rhabarber , 17. November 2012 um 00:01.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:16 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Westliche Sihltaler Alpen   Nördliche Muotataler Alpen 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Weglosen - Leiteren - Biet - Nollen - Stock - Unteriberg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Hoch-Ybrig, Talst. Weglosen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Unteriberg, Post

Wenn die Schneegrenze sinkt, ist man um jede T5-Tour froh, die noch machbar ist. Deshalb geht mein Dank an Bergamotte für seinen Bericht zur Nollen - Stock-Überschreitung. Wir ergänzten die Überschreitung noch mit dem Aufstieg über Leiteren und der Besteigung des Biet. Dies alles bei sehr guten Verhältnissen und einem wolkenlosen Himmel.

Wegen des stark ausgedünnten Busbetriebs begannen wir die Tour in Weglosen. Dies zwang uns zwar für die Besteigung des Stocks zu einem Umweg, dafür war sichergestellt, dass wir am Abend wieder nach Hause kamen. Als wir in Weglosen aussteigen, zeigte sich, wieso momentan kaum mehr ein Bus dorthin fährt. Ein eiskaltes, schattiges Tal mit einer Seilbahn, welche momentan nicht in Betrieb ist. Deshalb sofort loslaufen um warm zu kriegen. Glücklicherweise ging es direkt nach dem grossen Parkhaus steil aufwärts und wir konnten bereits nach kurzer Zeit vom Pullover zum T-Shirt wechseln. Der Aufstieg nach Ober Grueb ist eine ganz spezielle Sache. Die 300 Höhenmeter werden über eine einzige Treppe erstiegen. Nur einmal unterbrochen durch eine Leiter. Diese kann aber auch umgangen werden (schöner). Nach einer knappen Stunde erreichten wir dann endlich das Sonnenlicht und stiegen hoch zur Druesberghütte (geschlossen). Weiter ging es via Sattlerhütte und Lehhütte nach Hinterofen. Ab hier lag auch noch Schnee, welcher jedoch gut begehbar war. Nach kurzer Zeit erreichten wir das Gipfelkreuz der Biet. Das Panorama von dort oben ist sensationell.

Da die Sonne bereits wieder am sinken war, beeilten wir uns, um auch noch den Stock überschreiten zu können. Der Abstieg von Hinter Wannenhöchi nach Holzhütte erfolgt schattseitig. Es war zwar alles zugeschneit, aber die Schneedecke trug gut. Bei der Tierfäderenegg mussten wir nun Stock und Nollen auf einer Forststrasse unterqueren um nach Ober Schrot zu kommen. Die Nollen - Stock-Überschreitung hat Bergamotte bereits gut beschrieben. Nur zwei Bemerkungen: 1) Für den Durchgang unter dem Nollen nicht zu früh nach Süden traversieren, weil man sich sonst durch steile Grashänge kämpfen muss. 2) Die "schöne kurze Kraxlerei" zum Stock hat leider kaum Fels dafür umso mehr Botanik. Herzhaftes Zupacken an allem was hier wächst ist nötig. Das Gelände ist steil, aber es sind nur ein paar Meter. Alles in allem aber eine äusserst lohnende Sache!

Als wir den Gipfel erreichten, war die Sonne bereits bedenklich weit unten. Also gab es keine Rast, sondern ein rasches Absteigen zurück zur Tierfäderenegg und weiter nach Unteriberg, wo wir noch knapp vor Dunkelheit ankamen.

Tourengänger: Rhabarber

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Kommentare (3)


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Bergamotte Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. November 2012 um 18:01
Hallo Rhabarber

Freut mich, dass ich behilflich sein konnte.

Bezüglich Nollen: Seid Ihr da bis ganz zur Wand aufgestiegen und habt erst dann nach Süden gequert? Ich bin da nämlich tatsächlich durch mühsam steiles Grasgelände gelaufen.

Beste Grüsse
Bergamotte

Rhabarber hat gesagt: Nollen
Gesendet am 18. November 2012 um 09:51
Hallo Bergamotte

Wir haben uns selbstverständlich ganz an deine Beschreibung gehalten und sind durch das Steilgras ;-)
Das nächste mal würde ich aber bis zu den Felsen aufsteigen und dann erst nach Süden traversieren. Scheint einfacher und führt direkt zum Stahlseil.

Gegenfrage: Hast du den Gipfelaufschwung des Stocks durch die Felsrinne oder (wie wir) durch die senkrechte Graswand erklommen?

Liebe Grüsse
Rhabarber

Bergamotte Pro hat gesagt: RE:Nollen
Gesendet am 18. November 2012 um 14:50
Hmm, eine Felsrinne ist mir gar nicht aufgefallen. Ich stieg über felsdurchsetztes Grasgelände auf, ca. 3 Meter neben der direkten Falllinie zum Verbindungsgrat.

Gruss


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