Leistchamm - Leider missglückt


Publiziert von Dimmugljufur Pro , 11. November 2012 um 13:06.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:10 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Zeitbedarf: 4:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Fahrt mit dem Auto oder ÖV über Weesen nach Arvenbühl

Der angekündigte Föhn machte sich schon ab den ersten Schritten bemerkbar. Rucksack umgeschnallt, Schuhe geschnürt, Karte zurechtgelegt, auf gehts in Richtung Leistchamm. Von unten sah es nach "es bitzli Schnee" aus auf dem Rücken, aber nichts, was ein wirkliches Problem darstellen sollte.

Der Weg von Arvenbühl in Richutng Alp Looch ist beileibe nicht gerade interessant, ein kurzer Waldabschnitt ist das höchste der Gefühle, davor und danach fühlt sich Teer unter den harten Bergschuhen nicht gerade angenehm an. Ab Looch gehts dann den Kiesweg in Richtung First, hier gabs bereits längere von Schnee bedeckte Stellen. Ab First dann hoch den Hang in Richtung Rücken des Leistchamms. Unter dem teils tiefen Schnee am Nordhang war weder Weg noch Richtung erkennbar, daher einfach der Falllinie nach den Hang hoch. Nach mehreren hüft-tiefen Löchern und Fluchen, weil ich keine Gamaschen dabei hatte, wurde mir das Ganze schliesslich zu heikel. Ich hätte mich gerne weiter hoch gewagt, aber die Vernunft pfiff mich zurück und nach dem Abstieg (oder besser Abrutsch) zurück zum First, entschied ich mich für den moderaten Gang über den unspektakulären Flügenspitz in Richtung Vordere Höhe.

Was mich beim Übergang vom Saum zur vorderen Höhe erwartete, kann man getrost als "Everglades der Voralpen" bezeichnen. Sumpf, Schlammlöcher und triefende Schuhe wohin man den Fuss auch stellte. Bei der vorderen Höhe angekommen, liess ich mir erst mal mein Müesli schmecken. Weiter auf den Gulmen als "Trostpflaster" für den missglückten Leistchamm, aber auch der kleine Hügel konnte natürlich nicht im Entferntesten mithalten.

Abstieg über Hüttlisboden und Altschen, dann durch den Wald zurück nach Arvenbühl.
Eine kurze, heute sehr nasse Tour, mit dem Föhn und angenehmen Temperaturen wars aber doch lohnenswert und die Aussicht in die glarner Alpen und auf der anderen Seite zum Alpstein war auch nicht zu verachten.

Tourengänger: Dimmugljufur

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