Seegrube (1.905 m) und Hafelekar (2.261 m) - Aussichtsbalkone hoch über Innsbruck


Publiziert von dulac Pro , 11. November 2012 um 03:19.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Tour Datum: 9 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 8:15
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Innsbruck Hbf. - Hungerburg - Seilbahnsteig - Seegrube - Bergstation Hafelekar - Bodensteinalm - Hungerburg - Innsbruck Hbf
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Hauptbahnhof Innsbruck
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dto
Kartennummer:Kompass 1:50.000 Rund um Innsbruck

Auf den Südhängen oberhalb des Inntals liegt augenblicklich bis weit hinauf nur wenig Schnee. Überdies sind die Nordkettenbahnen seit knapp einer Woche in Revision. Eine gute Gelegenheit, dem Hafelekar mal wieder einen Besuch abzustatten.
 
Der Wetterbericht versprach blauen Himmel und Sonnenschein sowie milde Temperaturen, 7 Grad auf 2.000 Metern.
 
Ausgangspunkt war der Hauptbahnhof mitten in Innsbruck. Von dort etwa in nordöstliche Richtung zum Inn (mit einem kurzen Schlenker zum fast auf dem Wege liegenden Goldenen Dachl) und diesem entlang bis zur gedeckten Holzbrücke für Fußgänger. Dort auf die andere Innseite und über langgezogene Serpentinen am Alpenzoo vorbei hinauf zur Hungerburg. Von der nordwestlichen Ecke des (jetzt weitgehend leeren) Parkplatzes bei der Seegrubenbahn hinauf zu einem Forstweg. Diesem bis auf ca. 1.200 m folgen bis kurz nach der Umbrüggle-Alm. Dort dann scharf nach rechts und auf einem weiteren Forstweg bis zum Trassee der Seilbahn. Diesem dann auf dem steilen Seilbahnsteig folgen bis kurz vor dem Erreichen der Bergstation Seegrube für das letzte Teilstück wieder der Forstweg benutzt wird. Durch die nordöstlich gelegene Mulde wird dann von hinten die Bergstation auf 1.905 m erreicht.
 
Das erste Teilstück bis zur Hungerburg hatte durch die langgezogenen Serpentinen übermäßig viel Zeit gekostet und so war es jetzt bereits 10 vor Zwölf und ich fast 3 ¾ h ohne Pause unterwegs. Eigentlich war die Mittagsrast erst für das Hafelekar geplant gewesen. Doch angesichts der Umstände habe ich sie vorgezogen.
 
Nach der Anstrengung war es erholsam, die warme Sonne und die prächtige Aussicht zu geniessen. Eine Stunde verging wie im Flug.
 
Dann wollte ich den Versuch starten, bis hinauf zum Gipfel zu gelangen. Zunächst war unklar, ob ich den Weg überhaupt finden würde, denn in der Mulde hinter der Seegrube lagen etwa 20 – 30 cm Schnee. Im Anschluß daran und weiter oben, dort wo der Steig lt. Karte verlaufen sollte, wechselten sich augenscheinlich Schneereste und weitgehend apere Flächen ab.
 
Tatsächlich war die Wegfindung gar nicht so schwierig. Zum einen waren die Wegmarkierungen nach der Mulde überwiegend gut sichtbar und eine Fußspur eines Vorgängers war ebenfalls vorhanden. Entlang des Steigs war zumeist ein schmaler Streifen auf der Talseite schneefrei, doch zu schmal um ihn zu benutzen. Also stattdessen über den schneebedeckten Teil. Zumindest in der unteren Hälfte lag er allenfalls in den Kehren bis gut knöchelhoch. Infolge der hohen Temperaturen war er sehr weich. Negative Konsequenz: Wenn es wieder kälter wird, dürften sich die dann gefrorenen Trittspuren als recht glatt erweisen.
 
Überhaupt mußte heute auch auf Grund des abschüssigen Geländes Vorsicht walten gelassen werden. So kam mir ein Kollege, mit dem ich bei der Mittagsrast ins Gespräch gekommen war und der vor mir Richtung Gipfel gestartet war, im unteren Teil bereits wieder entgegen, weil er sich den Bedingungen nicht ausreichend gewachsen fühlte.
 
Es waren lediglich 350 Höhenmeter ab Seegrube bis zur Bergstation Hafelekar. Dennoch brauchte ich im Aufstieg 1h20 dafür. Eigentlich wäre ich gerne noch die weiteren 70 Höhenmeter bis zum eigentlichen Gipfel hinaufgestiegen, doch es war zeitlich ein wenig eng geworden.
 
Wohl oder übel ließ ich den Gipfel sausen und machte mich nach einigen Fotos gleich wieder an den Abstieg.
 
Etwa 10 Minuten vor der Seegrube bot sich eine Alternative für den weiteren Abstieg, bei der man sich den Umweg über die Seegrube augenscheinlich ersparen konnte. Ich nahm ihn. Es stellte sich danach heraus, daß er zur Bodensteinalm führen würde und danach auf die in etwa auf 1.200 m verlaufenden (Panorama-)Forststraßen. Hier hatte ich dann etwas Schwierigkeit, denjenigen Weg zu finden, der möglichst schnell hinab zur Hungerburg führen würde. Nach einigen Irrungen und Wirrungen kam ich dann aber wieder zum Seilbahntrassee und bin diesem dann im unteren Abschnitt bis zur Talstation gefolgt, hier überwiegend parallel zum Single Trail der Mountainbiker.
 
Danach wie am Morgen am Alpenzoo vorbei hinab zum Steg über den Inn und weiter zum Bahnhof.
 
Schwierigkeiten:
Bis zur Seegrube Forstwege T1, der Seilbahnsteig T2, der Aufstieg zum Hafelekar normalerweise wohl T3, jetzt bei Schnee würde ich mindestens ein Plus hinzufügen, also im Minimum T3+. Dies allerdings bezogen auf die Bedingungen, die ich heute vorfand. Auch wenn kein weiterer Schnee hinzukommt, kann es schnell unangenehmer werden, wenn die Trittspuren gefrieren.

 
 
 
 
 

Tourengänger: dulac

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