Großer Lafatscher (2696m)


Publiziert von Yeti69 , 6. November 2012 um 14:05.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Tour Datum:24 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   D 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2000 m
Strecke:Scharnitz-Kastenalm-Hallerangerhaus-Lafatscher Joch-Großer Lafatscher (hin und zurück ca. 52 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Mittenwald Richtung Scharnitz - kurz vor Ortseingang P auf der rechten Seite (gebührenfrei)
Kartennummer:AV Karwendel Mitte 5/2

Goldener Oktober - das Wetter in der letzten Oktoberwoche war einfach zu gut  - und flugs gings mit meinem Spezl Andreas auf den Großen Lafatscher.

Die kombinierte Bike&Hike-Tour durchs Hinterautal ist zwar lang, aber reichlich lohnend auf einen nicht allzu oft bestiegenen Aussichtsberg erster Güte im Karwendel. Und immerhin der fünfthöchste Gipfel im Gebirge. Fairerweise sollte erwähnt werden, dass die 700hm steile, unschwere Schuttflanke zum Großen Lafatscher bestimmt nicht jedermanns Sache ist, die Aussicht jedoch von oben entschädigt ungemein. Und runterwärts gehts dafür umso schneller - eine Schuttabfahrt vom Feinsten !

Start mit den Bikes in Scharnitz wie so oft, rein ins schöne Hinteraultal bis zur Kastenalm. Die folgende kurze steile Rampe zum Hallerangerhaus haben wir geschoben (fahrtechnisch wäre das vielleicht grad noch so machbar, aber dann ist am Haus oben die Luft raus und nix geht mehr). Das letzte Stück bis zu unserem Bikedepot bei der Gabelung kurz vor der Hütte ist dann wieder fahrbar. Es macht durchaus Sinn, die Bikes bis hierher mitzunehmen - man spart sich Einiges an Zeit beim Rückweg, im Gegensatz zum Bikedepot bei der Kastenalm (aber vermutlich Ansichtssache).

Zu Fuß weiter auf schmalen Pfad direkt ins Kar unterhalb der Schnittlwände (spart wieder Zeit), später über den offiziellen Weg zum Lafatscher Joch. Nun Richtung Kohlstatt zum Wilde-Bande-Steig (leider 100hm Höhenverlust bzw. Gegenanstieg auf dem Rückweg - nicht so toll) und nach Querung Lafatscherkar weglos rechts hoch über Latschengassen zu einer markanten Gamswechselspur. Dieser querverlaufenden Spur westlich folgend gehts zum Lafatscher-Südrücken mit Steinmandl.
Anmerkung: Der gewöhnliche Ein-/Aufstieg vom Wilde-Bande-Steig erfolgt erst später beim Ansatz des Bachofenkars. Jetzt immer den Steinmandl folgend, nicht schwierig aber recht mühsam über Schutt und Schrofen den Südrücken steil empor. Später am Gipfelaubau findet man ab und zu verblasste rote Markierungen, prinzipiell ist die Routenwahl aber eher zweitrangig, denn Schutt liegt überall. Je nach Routenwahl und Vorliebe gehts über Geröll oder bröselige Rinnen (max. I) zu einer finalen geblichen Rinne, die ein gutes Stück ostwärts vom Gipfelkreuz passiert wird. Über den anschließenden kurzen Verbindungsgrat wird das Kreuz erreicht mit seiner grandiosen, allumfassenden Gipfelschau.

Retour folgt eine Schmankerl-Schuttabfahrt über die Südflanke - so mühsam wie hoch, so schnell gehts runter. Zurück zum Lafatscher Joch (kurzer Gegenanstieg!) und runter zu den Bikes. Die abschließende Bikeabfahrt ist dann das Sahnestück - laufen lassen und genießen.


Schwierigkeit:
Bis auf etwas Orientierung in der Südflanke unschwierig, max. I. Grad, aber Schutt ohne Ende. Routenwahl in der Südflanke steht jedem ziemlich offen.
Lange Tour, bei der man sich in Verbindung mit der Bikefahrt die Kräfte wirklich gut einteilen sollte.


Fazit:
Die fantastische Aussicht muss sich ein bisschen erarbeitet werden - aber all der Mühe wert !


Mit auf Tour: Tourenpartner Andreas

Tourengänger: Yeti69

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Kommentare (3)


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mabon hat gesagt:
Gesendet am 6. November 2012 um 15:07
Da habt's ja auch nochmal einen ´Hohen gemacht. Schöne Tour!

Yeti69 hat gesagt: RE:
Gesendet am 6. November 2012 um 16:20
Ja, a scheene Tour - aber schweißtreibend wars.
Die Schutthalde rauf war nicht so ganz mein Favorit - aber mit der Bombenaussicht oben macht man das ja gern :-)

VG Markus

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 6. November 2012 um 19:21
War da noch nicht oben; wäre schon mal was.


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