Gschöllkopf (2.039 m) - über dem Achensee und danach seinem Ufer entlang


Publiziert von dulac Pro , 7. November 2012 um 01:01.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Rofangebirge und Brandenberger Alpen
Tour Datum: 4 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 1060 m
Abstieg: 1100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus von Jenbach
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dto.
Kartennummer:Kompass 1:50.000 Innsbruck und Umgebung

Zum ersten Mal in dieser mir bisher unbekannten Gegend.

Und eigentlich hatte ich geplant, zum Einstieg nur einmal eine Runde um den Achensee zu machen. Doch dann war zu erkennen, daß die Berge am Nordrand des Inntals bis weit hinauf bereits wieder ausgeapert waren. Nach der Karte schien mir der Gschöllkopf ein mögliches Gipfelziel. Drum erst einmal von Jenbach mit dem Bus hinauf nach Maurach. Dort mußte der Aufstieg in der Nähe der Talstation der Rofanbahn zunächst hinauf zur Erfurter Hütte beginnen.
 
Bei der Talstation angekommen war ich überrascht, daß die Bahn noch keine Revisionspause hatte. Doch das änderte nichts daran, daß ich zu Fuß aufsteigen wollte. Der Weg bis weit hinauf überwiegend durch Nadelwald, zügig Höhe gewinnend. Erst gegen 1.800 m erste unbedeutende Reste von Schnee. Bei der Bergstation, nach 1h40 ohne nennenswerten Aufenthalt direkt weiter zum Gschöllkopf, zunächst durch eine weite Flanke bis zu einem Grat auf knapp 2.000 m und danach von Osten her hinauf zum Gipfel. Auf diesem Teilstück war der Weg überwiegend noch schneebedeckt, allerdings zwischenzeitlich festgetreten und gefroren, auf jeden Fall recht rutschig und an einigen Stellen ohne die Möglichkeit, diese seitlich zu umgehen. Insbesondere der Abstieg war hier teilweise recht unangenehm. Aus diesem Grunde und nur wegen der augenblicklichen Verhältnisse mein T3. Ansonsten und bei normalen Verhältnissen bis zum Gipfel durchgängig nicht mehr als T2.
 
Am Gipfel dann das „Adlernest“, ein leicht erhöhtes Aussichtspodest mit einer metallischen Einfassung. Zugleich aber auch ein höchst unangenehmer Föhnsturm! Erst hier oben voll zu spüren. Mehr als 10 Minuten für Gipfelfotos und Eindrückesammeln war daher nicht drin. Schade drum, aber ein geschütztes Plätzchen war leider nicht zu entdecken.
 
Die ersten Hundert Höhenmeter im Abstieg wie bereits erwähnt recht unangenehm, der Rest bis zu Bergstation und (geschlossener) Erfurter Hütte dann problemlos.
 
Bereits im Tal war angeschrieben, daß die Wirtschaft auf der Dalfazalm geöffnet hätte, von der Bergstation in einer knappen Dreiviertelstunde erreichbar. Der Weg dorthin entlang der Bergflanke mit schönen Ausblicken u.a. auf den Südteil des Achensees.
 
Eigentlich hätte ich nach der Mittagsrast gerne den „Enzianweg“ weiterverfolgt mit Abstieg zur Schwarzenau resp. zum Achenseehof. Doch die Hüttenwirtin riet davon ab, da er erstens zunächst wieder 300 Meter in die Höhe führen würde und die daran anschließenden nordseitigen Passagen derzeit sehr unangenehm zu begehen wären und ich im Minimum 3 Stunden dafür veranschlagen müßte.
 
Diese Argumente klangen überzeugend. Daher bin ich von der Hütte direkt – von einem kurzen Abstecher zum Dalfazer Wasserfall abgesehen - nach Buchau abgestiegen. Jetzt hatte ich allerdings noch genügend Zeit auf dem Uferweg bis zur Seehof-Kapelle beim Achenseehof, also fast bis ans Nordende des Sees zu wandern. „Uferweg“ ist in diesem Fall allerdings etwas untertrieben, denn tatsächlich handelt sich um eine breite Asphaltstraße, auf der – zumindest heute – von einigen Surfern abgesehen kein Autoverkehr herrschte. Die Autostraße für den Durchgangsverkehr verläuft parallel nicht weit entfernt. Was auf der Karte allerdings kaum erkennbar ist, sie verläuft stellenweise direkt neben dem Uferweg, doch vielleicht 20-30m darüber, weiter oben am Steilhang.
 
Ich hatte geplant, möglichst den Bus kurz nach 16 Uhr zurück nach Jenbach zu erreichen. Erfreulicherweise hat es bis dahin tatsächlich gereicht  bis zum Achenseehof zu kommen, nur  nicht wie zunächst angedacht „oben“, sondern jetzt eben „unten rum“.
 
Meine Gehzeiten (netto):
Maurach Talstation Rofan - Bergstation/Erfurter Hütte:  1h40
Bergstation/Erfurter Hütte - Gschöllkopf:                           0h30
Abstieg bis Erfurter Hütte:                                                     0h30
Erfurter Hütte - Dalvazalm:                                                  0h40
Dalvazalm - Buchau:                                                             1h00
Buchau - Achenseehof:                                                          1h20


 
 

Tourengänger: dulac

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Kommentare (2)


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maxl hat gesagt:
Gesendet am 8. November 2012 um 17:57
schöne Tour im schöne Rofan-Gebirge. Das sich im Übrigen ganz hervorragend für die Randzeiten eignet. In der Hauptsaison ist dort immer unglaublicher Rummel, v.a., weil dort alles immer mehr verklettersteigt wird..... gruselig...!

dulac Pro hat gesagt: Besten Dank ...
Gesendet am 13. November 2012 um 00:47
... für Deinen Kommentar.
Ja, das mit den vielen Klettersteigen war mir auch aufgefallen. Ich selbst habe damit keine Erfahrung, bin aber auch nicht motiviert, damit anzufangen. Und daß das Gebiet in der Saison sehr gut besucht sein dürfte, wundert mich auch nicht. Es gehört ja wohl noch zum südlichen Münchner Einzugsbereich.
So war es wohl eine glückliche Fügung, daß ich es erst im November und damit außerhalb der Saison besucht habe.

LG Wolfgang


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