Von Riomaggiore nach Portovenere


Publiziert von andy251094 , 3. November 2012 um 20:04. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Italien » Ligurien
Tour Datum:29 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Unterkunftmöglichkeiten:Es ist nicht sehr empfehlenswert, direkt an der Cinque Terre oder in Portovenere zu wohnen. Die Hotels dort sind sehr teuer und schwer mit dem Auto erreichbar. Es empfielt sich also z.B. in Sestri Levante oder einem anderen Ort an der Küste außerhalb der Cinque Terre zu wohnen. Ich persönlich war mit folgendem Hotel in Sestri Levante sehr zufrieden: http://www.booking.com/hotel/it/miramare-sestri-levante.de.html?aid=311092;label=miramare-sestri-levante-PlNNmD21rdqj9KQhksiZmQS11026537164:pl:ta:p1:p2:ac:ap1t1:nes;ws=&gclid=CKP4jqG-s7MCFYq-zAodj04AnQ
Kartennummer:Cinque Terre Carta Turistica e dei Sentieri 1:25000 Edizioni Multigraphic

Die Region rund um die Cinque Terre ist ein einmaliges Wandergebiet. Diese Wanderung führt einen von Riomaggiore, einem der Cinque - Terre - Orte, über das Santuario Montenero, den Colle del Telegrafo, den Bergort Campiglia bis an die Spitze der Halbinsel nach Portovenere, das übrigens nicht mehr zu den 5 Cinque-Terre-Orten gehört, aber dennoch eine wunderschöne (kleine) Altstadt, eine Burg und eine herrliche Lage direkt am Meer gegenüber der Insel Palamaria hat. Unterwegs hat man immer wieder einmalige Blicke auf die Steilküste sowie auf den Golf von La Spezia mit den dahinter aufragenden Bergen des Appenin. Bei uns war sehr klares Wetter; deshalb konnten wir sogar über den Golf von Genua hinweg bis zu den Seealpen mit dem Monte Viso schauen. Es handelt sich bei dieser Wanderung um eine Ganztagesunternehmung, die sich bis an die Spitze der Halbinsel nach Portovenere ziemlich in die Länge zieht, also deutlich länger als die klassischen Wanderungen an den Cinque-Terre-Orten ist, dafür kann aber meines Erachtens mit Recht behauptet werden, dass diese Wanderung eine der Wanderhöhepunkte Liguriens darstellt. 
Übrigens ist genau diese Tour auch im Wanderführer "Cinque Terre und Umgebung" von Manfred Görgens (ISBN: 978-3-8317-1937-2) sehr detailliert beschrieben.
Man sollte vermeiden, Riomaggiore mit dem Auto anzufahren, da die Zufahrtsstraße sehr eng ist und es in Riomaggiore selbst wie in allen anderen Cinque-Terre-Orten auch kaum Platz zum Parken gibt. Viel empfehlenswerter ist es daher, mit dem Zug nach Riomaggiore zu fahren. Riomaggiore liegt nämlich wie die anderen Cinque-Terre-Orte ebenfalls an der Bahnlinie La Spezia-Genova und wird mehrmals stündlich von Regionalzügen angefahren. In Riomaggiore muss man die Dorfstraße emporsteigen, bis der Ort aufhört und man die Touristeninformation erreicht. Hinter der Touristeninformation steigt der Weg Nr. 3 bergan. Man läuft zuerst ein Tal aus und erreicht dann nach einiger Zeit das Santuario Montenero, das einen wunderschönen Blick auf die Cinque Terre bietet. Der Weierweg Richtung Telegrafo verläuft zuerst durch ein kleines Waldbrandgebiet, dann sehr aussichtsreich am Hang entlang. Prinzipiell gibt es 2 Wege zum Telegrafo. Es ist aber empfehlenswert, den Weg 3 und nicht den Weg 3a zu nehmen, weil der Weg 3a auf einem Forstweg, unser Weg jedoch auf einem wunderschönen, aussichtsreichen Pfad verläuft. Nach einem kurzen Aufsteig erreicht man schließlich den Colle del Telegrafo. Von nun an verschwindet die Aussicht vorerst einmal, weil der Weg jetzt im Wald verläuft. Man folgt dem Weg Nr. 1 zuerst kurz auf einer Asphaltstraße, dann entlang eines Trimm-Dich-Pfades. Später steigt der Weg steiler ab und man erreicht bald das Bergdorf Campiglia. Von hier hat schöne Blicke auf den Golf von La Spezia auf einer Seite und auf der anderen Seite auf die Steilküste zwischen Riomaggiore und Portovenere. 
In Campiglia folgt man nun dem aussgeschilderten Weg Richtung Portovenere. Bei der nächsten Wegverzweigung ist es empfehlenswert, den Weg 1 und nicht die Alta Via del Golfo (AVG) zu nehmen. Kurz später wird man nämlich mit einem phantastischem Wegstück oberhalb der Steilküste belohnt. Dies ist sicher der eindrucksvollste Wegabschnitt! Bei Nässe ist hier jedoch Vorsicht geboten. An einem schönem Rastplatz auf einem Felsen sollte man unbedingt eine Rast einlegen und diese einmalige Küstenlandschaft bestaunen. Kurze Zeit später steigt der Weg Nr. 1 nämlich steiler ab und erreicht eine Straße. Man folgt nun immer den Markierungen. Teilweise im Wald, teilweise mit Blick auf den Golf von La Spezia läuft man zuerst etwas bergauf später steil bergab nach Portovenere. In Portovenere sollte man sich unbedingt etwas umschauen.
Um von Portovenere nach La Spezia zum Bahnhof zu kommen, muss man den Bus nehmen. Der Bus hält jedoch leider nicht direkt am Hauptbahnhof von La Spezia. Man muss also einige Hundert Meter durch La Spezia laufen, um von der Bushaltestelle zum Hauptbahnhof zu gelangen. Diese Seite (http://www.atcesercizio.it/) und Googlemaps (Funktion "Öffentliche Verkehrsmittel") leisten bei der Orientierung gute Dienste. Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man ein Smartphone mit italienischer Simkarte, die eine Internetverbindung ermöglicht, besitzt, das den Weg dirigieren kann. Ansonsten helfen einem die Italiener auch gerne weiter und sagen, wann man am besten aus dem Bus aussteigt, um den kürzesten Weg zum Hauptbahnhof von La Spezia zu haben. Dieser kleine Umstand am Ende sollte einen aber auf keinen Fall von dieser großartigen Wanderung abhalten. In Italien ist manches ein wenig chaotisch, aber dennoch kommt man immer irgendwie zu seinem Ziel!
Wer natürlich im Sommer unterwegs ist, kann sich das Leben erleichtern und mit dem Schiff nach Riomaggiore zurückkehren. Im Spätherbst war der Schiffsverkehr aber bereits eingestellt. Aus Zeitgründen ist es nicht möglich, den Rückweg von Portovenere nach Riomaggiore zu Fuß zurückzulegen!




  

Tourengänger: andy251094, stadlerh

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