Brüggligräte (Edelgrat) und Bettlachstock (1299m)
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Die Brüggligräte (Edelgrat) ist eine der viel begangenen, einfachen Gratklettereien im Jura - und dazu eine der schönsten. Von Wald umgeben, steigt man auf einer Rippe ca. sechs Sl im 2./3. Grad über mehrere Türmchen. Während der ganzen Kletterei geniesst man einen atemberaubenden Blick übers Mittelland bis in die Alpen.
Ganz im Gegensatz dazu der unbedeutende, selten besuchte Bettlachstock.Nur beim Blick auf die Landkarte fällt die wenig markante Erhebung etwas nördlich der höchsten Jurakette auf. Die flachen Weiden des Gipfelplateau bildet einen interessanten Kontrast zum den rundum steil abfallenden Waldflanken.
Bei etwas närrischem Wetter im frühlingshaften Jura unterwegs: Zwei sehr gegensätzliche Routen in einer lohnenden Wander-Kletter-KraxelTour.
Ausganspunkt der Tour in Lommiswil, Zustieg in einer Stunde an den Fuss der Brügglgräte. Turn- gegen Kletterschuhe ausgetauscht und in 20 min zum Ausstieg. Ich verzichte auf die Einstiegsverschneidung im 5. Grad und den abgesetzten Turm am Ende des Hauptgrates. Am Ausstieg kreuzen mehrere Gämsen meinen Weg. Im Winter ist die Brüggligräte ihr Revier, also Helm auf und beim Kletteren keinen unnötigen Radau machen. Abstieg in den idyllischen Sattel bei P. 1083 und weiter Richtung Ob. Brüggli.
Kurz bevor ich zur Stallflue aufsteigen will, beginnt es zu Tröpfeln - liebe Meteoschweiz: "trocken bis am Abend?". Rückzug in die Bauernbeiz Oberes Brüggli, bei einem kurzen Schwatz mit der Wirtin erfahre ich interessantes über alte Wege. "Häxewegli" tönt spannend... ein anderes mal.
Wegen des Wetters entschliesse ich mich für die kurze Runde über den Bettlachstock. Die Nordflanke mit dem wenig ausgeprägten Sporn verspricht einen abenteuerlichen Aufstieg. Gras, brüchiges Gestein, ein paar kümmerliche Föhren und beinahe senkrecht. Etwas westlich der Kante kämpfe ich mich bis auf halbe Höhe zwischen ein paar Bäumchen und über ein ausgesetztes Band zur eigentlichen Kante hoch (T6), bis mir die Sache zu haarig wird. Nässe und ein besser Turnschuh an den Füssen sind nicht gerade ideale Voraussetzungen - die direkte Nordkante wartet also noch auf eine ((Erst?)Begehung.
Ca. 100m weiter westlich ist die Flanke etwas weniger steil und in bester Züri-Oberland Manier (Grasbüschel, Erde, Dreck, Wurzeln, T5) erreiche ich den oben flachen Sporn. Der oberste Teil ist wieder genüsslich (T4) und führt direkt zum höchsten Punkt am Gipfelpateau (P 1299).
Steigt man nach Osten der Kante entlang ab, trifft man nach ca. 150m auf gelbe Markierungen, die in die steile Nordflanke leiten. Der Pfad (T4, bei Schneeresten heikel und dreckig) scheint sehr gut gepflegt und führt in den Kessel "Brüggli" hinunter. Er ist in der LK 1:25'000 nicht verzeichnet.
Zügiger Abstieg nach Selzach Bhf, wo sich prompt wieder die Sonne zeigt - na ja. Achtung: die Zeitangaben auf den Wanderwegen sind z.T. auch bei zügigem Tempo nicht überrissen!
Ganz im Gegensatz dazu der unbedeutende, selten besuchte Bettlachstock.Nur beim Blick auf die Landkarte fällt die wenig markante Erhebung etwas nördlich der höchsten Jurakette auf. Die flachen Weiden des Gipfelplateau bildet einen interessanten Kontrast zum den rundum steil abfallenden Waldflanken.
Bei etwas närrischem Wetter im frühlingshaften Jura unterwegs: Zwei sehr gegensätzliche Routen in einer lohnenden Wander-Kletter-KraxelTour.
Ausganspunkt der Tour in Lommiswil, Zustieg in einer Stunde an den Fuss der Brügglgräte. Turn- gegen Kletterschuhe ausgetauscht und in 20 min zum Ausstieg. Ich verzichte auf die Einstiegsverschneidung im 5. Grad und den abgesetzten Turm am Ende des Hauptgrates. Am Ausstieg kreuzen mehrere Gämsen meinen Weg. Im Winter ist die Brüggligräte ihr Revier, also Helm auf und beim Kletteren keinen unnötigen Radau machen. Abstieg in den idyllischen Sattel bei P. 1083 und weiter Richtung Ob. Brüggli.
Kurz bevor ich zur Stallflue aufsteigen will, beginnt es zu Tröpfeln - liebe Meteoschweiz: "trocken bis am Abend?". Rückzug in die Bauernbeiz Oberes Brüggli, bei einem kurzen Schwatz mit der Wirtin erfahre ich interessantes über alte Wege. "Häxewegli" tönt spannend... ein anderes mal.
Wegen des Wetters entschliesse ich mich für die kurze Runde über den Bettlachstock. Die Nordflanke mit dem wenig ausgeprägten Sporn verspricht einen abenteuerlichen Aufstieg. Gras, brüchiges Gestein, ein paar kümmerliche Föhren und beinahe senkrecht. Etwas westlich der Kante kämpfe ich mich bis auf halbe Höhe zwischen ein paar Bäumchen und über ein ausgesetztes Band zur eigentlichen Kante hoch (T6), bis mir die Sache zu haarig wird. Nässe und ein besser Turnschuh an den Füssen sind nicht gerade ideale Voraussetzungen - die direkte Nordkante wartet also noch auf eine ((Erst?)Begehung.
Ca. 100m weiter westlich ist die Flanke etwas weniger steil und in bester Züri-Oberland Manier (Grasbüschel, Erde, Dreck, Wurzeln, T5) erreiche ich den oben flachen Sporn. Der oberste Teil ist wieder genüsslich (T4) und führt direkt zum höchsten Punkt am Gipfelpateau (P 1299).
Steigt man nach Osten der Kante entlang ab, trifft man nach ca. 150m auf gelbe Markierungen, die in die steile Nordflanke leiten. Der Pfad (T4, bei Schneeresten heikel und dreckig) scheint sehr gut gepflegt und führt in den Kessel "Brüggli" hinunter. Er ist in der LK 1:25'000 nicht verzeichnet.
Zügiger Abstieg nach Selzach Bhf, wo sich prompt wieder die Sonne zeigt - na ja. Achtung: die Zeitangaben auf den Wanderwegen sind z.T. auch bei zügigem Tempo nicht überrissen!
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