Endlich auf den Engelberger Rotstock


Publiziert von TeamMoomin , 14. Oktober 2012 um 11:26.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 5 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-OW   CH-UR   Ruch- und Walenstockgruppe 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m

Nach unserer letzten "Plotsch" Wanderung war das Wetter an diesem Freitag endlich wieder mal besser und da Klaus und ich beide Frei hatten war schnell entschlossen dass wir heute dann doch mal noch ne Bergwanderung zusammen machen würden.
Da es rund um Engelberg super Wetter sein sollte fiel unser Blick auf den Engelberger Rotstock, bei welchem ich schon zwei mal Anlauf genohmen hatte.


Die Vorgeschichte ist dass ich einmal aufgrund eines Gewitters welches nicht in den MeteoNews aufgetaucht war und einmal im Winter wegen zu hoher Lawinengefahr schon zwei mal an dieser schönen roten Pyramide umgekehrt war. Daher freute ich mich besonders auf diese Tour.

Früh gings in Basel auf den Zug in welchem mal bis Luzern, wie üblich, noch etwas "nachgeschlafen" wurde. Sobald ich dann in Luzern Klaus traf war fertig mit dösen, denn es war wieder philosophieren über diverse Wunschbergtouren angesagt. Diesmal hatten wir sogar einen prominenten Gast neben uns welcher aus dem Wallis kommt einen Pferdeschwanz trägt und aus der Politik stammt.

In Engelberg angekommen überbrücken wir die ersten Höhenmeter bis zur Brunnihütte gemütlich via Seilbahn. Oben angekommen geht es alles der Bergflanke entlang Richtung Rugghubelhütte. Hier kommen viele Erinnerungen hoch, wie oft bin ich doch mit meiner Mutter als Kind im Sommer hier hochgewandert um die Murmeltiere beobachten zu können. Je näher wir der Hütte kommen desto mehr läasst sich vom Panorama dahinter erahnen.

Und dann ist es soweit wir ziehen links an der Hütte vorbei und ein grandioses Panorama tut sich auf, geradeaus der Engelberger Rotstock, welcher aufgrund seines Gesteins wirklich Rot ist. Zur rechten reiht sich der Wissigstock, sowie der legendäre Schuflen neben dem einfach jedes mal wieder schönen Hahnen ein. Zur linken liegen die sehr anspruchsvollen Kraxelberge Ruchstock, Oberberg und Hasenstock, welche gewissen Hikrn bis heute Kopfweh bereiten ;-).

Bis zum Rotgrätli wandert man durch eine karge Landschaft die von ganz verschiedenen Gesteinsstrukturen durchzogen ist, interessant wie auf so engem Raum soviel verschiedene geologische Untertypen vorkommen.

Vom Rotgrätli steigt man nun zuerst einige Meter ab und dann Richtung Engelbergerlücke wieder auf. Die im SAC Führer beschriebene T3 direkt über den Grat konnten wir leider nicht entdecken also liesen wir es bleiben.

Für die letzten paar Höhenmeter deponieren wir die Rucksäcke in der Lücke und gehen zu dritt Richtung Gipfel hoch. Die Aufstiegsspuren sind eigentlich ganz gut zu sehen und wenn man mal daneben läuft spielt es auch nihct so ne Rolle solange man nicht zuweit vom Grat weg geht. Bei Nässe oder Sulzschnee könnte aber das viele lose Kleingestein rutschig sein.

Oben angekommen geniessen wir trotz kaltem Wind die super Aussicht auf all die schönen Innerschweizer Gipfel, da stehen noch viele Traumberge herum und viele Erinnerungen an super Touren kommen auf, schön...

Nach einem kurzen Gipfeleintrag und etwas zu Essen machen wir uns dann wieder an den Abstieg und erreichen sehr schnell unser Rucksackdepot. Eigentlich wären wir noch gerne zum Wissigstock gegangen, aber da ich aufgrund eines Termins genau um 3 wieder auf dem Zug sein musste liesen wir es dann schweren Herzens bleiben.

Der Abstieg zurück zur Bahn ist dank der Sonnenstrahlen dann nochmals ein schöner Herbstspaziergang. Bei der Station herrscht dann ein riesen Trubel mit man glaubt es kaum vielen Golfspielern!! etwas verwundert suchen wir schnell das Weite und gondeln gemütlich zu Tal....

Fazit: Endlich hats geklappt mit dem Engelberger Rotstock, einem wirklich schönen Gipfel, aber wie es so ist im Leben Gut Ding will Weile haben, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Ich denke dieser Berg ist im Herbst sogar besser als im Sommer geeignet da es in all diesen Steinschutterflanken im Sommer doch arg heiss werden dürfte. WIeder eine schöne Tour mit Klaus, hoffentlich bald auf eine weitere..

Tourengänger: Berglurch, TeamMoomin

Galerie


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