Quelltuffweg - geologisches Wunderland im Bregenzer Wald


Publiziert von Jackthepot , 4. Oktober 2012 um 18:30.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum: 3 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1:30
Aufstieg: 230 m
Abstieg: 230 m
Strecke:Parkplatz bei Lingenau, St. Anna Kapelle - Lehrweg Quelltuff - Drahtsteg über die Subersach - St. Anna Kapelle
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bregenzerwald Bundesstrasse B200 - nach Alberschwende ca. 4km - nach links abbiegen Richtung Lingenau/Hittisau B205 - nach ca 3,5 km - St.Anna Kapelle bei Lingenau - davor links abbiegen (Richtung Langenegg/Krumbach) 10m Parkplatz links bei Tennisplätzen oder 100m weiter Schwimmbad.
Kartennummer:Kompass Nr. 2 Bregenzer Wald / Westallgäu

Feiertagsausflug zu einem kleinen Naturwunder - den ockerfarbenen Quelltuff (Sinterkalk)-Hängen bei Lingenau in der Subersach-Schlucht - danke monigau für die Anregung.

Ausgehend von der St. Anna Kapelle direkt an der B 205 beginnt der kurze Rundweg. Der Abstieg hinab zum Beginn des Naturdenkmals führt zunächst steil hinab ins Tal der Subersach, einem Zufluss der Bregenzer Ache. Der Lehrpfad mit insgesamt 5 Tafeln führt großteils über gut begehbare Wege mit Holzstegen und -treppen. Der Pfad erschließt mit dem größten Tuffgebiet Vorarlbergs eine der außergewöhnlichsten geologischen Erscheinungen des Landes. Das Wasser fließt in kleinen Quellgerinnen – teilweise mit
Bildung von Baldachinen und Sintervorhängen – bis ins Bachbett der Subersach.
Das Quellwasser nimmt auf seinem Weg durch die mächtigen Schotter- und Kiesschichten der umgebenden Hügellandschaft den Kalk auf. Dieses kalkübersättigte, harte Wasser scheidet bei Luftkontakt Kalksinter ab. Spezialisierte Moose, Algen und Bakterien entziehen an den Quellaustritten dem Wasser Kohlendioxid und dies führt dann ebenfalls zu vermehrtem Ausfallen von Kalk und dessen Ablagerung als echter Quelltuff.

Am Ende des Ausstiegssteigs des Lehrwegs zweigt der steile aber breite Wanderweg zur Drahtsteg - Hängebrücke ab. Ob die 120m Höhenmeter Auf- und Abstieg lohnen ist Geschmackssache - aber das heftig wackelnde und in sich verdrehende Hängebrücklein muß/sollte man schon mal überquert haben.

Einen netter, wenn auch mit den zweifachen steilen Auf-und Abstiegen ein bischen fordernder Familienausflug für jedermann in ein erstaunliches geologisches Naturwunder...oder wie wir Bayern sagen " A suppa Sach an da  Subersach ;-) ".

Tourengänger: Jackthepot

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Kommentare (3)


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monigau hat gesagt:
Gesendet am 4. Oktober 2012 um 18:57
Es freut mich, dass ich Dich zu dieser Tour animieren konnte!

LG
Monika

trainman hat gesagt:
Gesendet am 5. Oktober 2012 um 02:11
Sehr interessanter Spaziergang in einem Gebiet,wo ich schon oft unterwegs war,Deine schöne Route aber übersehen habe.Der Bregenzerwald ist halt voller Überraschungen.Beste Grüsse trainman

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 12. Oktober 2012 um 13:42
Bereits Monika habe ich geschrieben, dass mir diese Runde ausserordentlich gefällt - ich hoffe, dass ich sie auch mal schaffe ...
lg Felix


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