Unbekanntes Unterwallis beim Rhôneknie: Die Gipfel Pointe de Bésery, Le Diabley, Tête du Portail


Publiziert von johnny68 Pro , 3. Oktober 2012 um 12:19.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 2 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:La Giète - Le Diabley - Pointe de Bésery - Portail de Fully

Der Bericht von Ueli Raz über seine Wanderung oberhalb von Collonges und Dorénaz zu den Anciennes Mines La Méreune und zum Hochplateau von Plex hat mich animiert, einmal diese Gegend, die – auch im Hikr - weitgehend unbekannt ist, zu besuchen.
 
Ich startete im Weiler La Giète (1389 m) oberhalb von Dorénaz und peilte zuerst die Cabane Sex Carro (2000 m) an. Der Bergweg ist gut markiert und geht steil den Wald hinauf. Von der Cabane ging ich weglos in nordöstlicher Richtung den in schönsten Herbstfarben leuchtenden lockeren Wald hinauf, bis ich auf rund 2200 m auf den Höhenwanderweg traf. Diesem folgte ich bis auf den passähnlichen Übergang beim Gipfel Le Diabley (2469 m). Dieser Gipfel liegt nur gerade 20 m höher als der Übergang. Er ist eigentlich nur ein kleiner Höcker auf dem Grat Pointe de BéseryPortail de Fully. Man sieht von hier hinab auf die Cabane du Demècre (2361 m) sowie auf die Alp Montagne de Fully mit ihren leuchtenden Seen. Hinten befinden sich die Dents de Morcles sowie der Grand Chavalard. Ich entschied mich hier oben, den ganzen Grat von der Pointe de Bésery bis zum Portail de Fully zu beschreiten.
 
Zur Pointe de Bésery (2409 m) gelangte ich über den Verbindungsgrat (T3+). Dieser ist zum Teil recht felsig. Einzelne Wändchen kann man südwestlich in der steilen Grashalde umgehen. Die Pointe de Bésery ist kein sehr ausgeprägter Gipfel, sondern ein Aufschwung im Grat, der von Nordwesten her Richtung Le Diabley zieht.
 
Nach dem Besuch der Pointe de Bésery kehrte ich zum Le Diabley zurück und folgte den wenig ausgeprägten Wegspuren über namenlose Grathöcker (2434 m, 2410 m, 2339 m) bis zur Tête du Portail (2335 m; alles T3). Hier liegt einem das Rhônetal direkt zu Füssen. Via das Portail de Fully (2267 m) kehrte ich zu Cabane du Sex Carro und von hier nach La Giète zurück, wobei ich den Anciennes Mines La Méreune (1578 m) noch einen Besuch abstattete. Dies war allerdings völlig uninteressant, da der Zutritt verboten und abgeriegelt war. Die Gebäude zerfallen langsam. Zwischen 1941 und 1952 wurden hier 87’000 Tonnen Kohle gefördert.
 

Tourengänger: johnny68

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