Galmschibe - etwas zurückversetzt hinter dem Niesengrat, doch aussichtsreich


Publiziert von Felix Pro , 1. Oktober 2012 um 17:34. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:28 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Vordere Fildrich, Parkplatz - Hindere Fildrich - Mittelberg - P. 1825 - P. 1943 - Galm - Galmschibe - (P. 1992) - Chirgeli - Unders Chirgeli - Vordere Fildrich
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, Oey, Zwischenflüh nach Vordere Fildrich
Kartennummer:1247

Sonne und Wärme geniessen war unser heutiges Ziel – deshalb disponierten wir auf Mittelberg um: statt auf den Drümännler lange im Schatten aufzusteigen, lockte uns die sonnige Flanke der Galmschibe …

 

Wir parkierten vor der Käserei beim Vordere Fildrich, wohl wissend, dass die Strasse bis gegen 16 Uhr wegen Belagsarbeiten gesperrt sein würde …

Im Tal des Fildrich folgten wir dem auch hier bearbeitet werdenden Strässchen bis nach Hindere Fildrich, wo der Bergweg abzweigt und nach kurzer Zeit im Wald steiler empor führt. Lange liegen Talsohle und dieser waldige Hang im Schatten – erst auf den letzten Metern, auf etwas sumpfigen Alpwiesen angekommen, erblicken wir die von der Sonne in schönstes Licht getauchte Südflanke der Galmschibe. Das Rauflihorn erstrahlt auch bereits im Licht, während Gsür, Türmlihorn und Drümännler weiter darauf warten - unser Entscheid fällt zu Gunsten des sonnigen Aufstieges.

 

So machen wir uns vom Mittelberg, wo wir auf dessen „Gartensitzplatz“ (die Alp ist bereits fein säuberlich für den Winter vorbereitet) eine kleine Zwischenverpflegung einnehmen, auf zur Besteigung der sonnigen Flanke. Bei schönstem Wetter und relativ angenehmen Temperaturen machen wir uns auf, den ersten Teil der doch beachtlichen Flanke weglos zu ersteigen. Wo wir, nach den Stadeln bei P. 1825 und P. 1943, relativ weit nach Norden hinüberqueren, erblicken wir das grosse Rudel Gämsen – immer wieder erfreuen uns die Tierbeobachtungen in den Bergen!

 

Der weitere, gelegentlich geländemässig etwas eintönige Aufstieg über Galm zieht sich hin; im obersten Teil jedoch wird das Emporsteigen zur grossen Freude: nun zieren kleine Felsstufen die weitere Aufstiegsroute – es darf sogar Hand angelegt werden im guten Fels. So erreichen wir voller Begeisterung ob der abwechslungsreichen Schlussetappe das Gipfelkreuz der Galmschibe.

 

Zwar weht in den oberen Bereichen der Galmschibe ein leichter Wind, auch er eher kühl, so dass wir uns einen entsprechenden Rastplatz suchen, nicht nur um zu essen, sondern in erster Linie um das feine Panorama zu geniessen. Nicht allzu lange verweilen wir jedoch – richtig sommerlich warm wird’s auch heute nicht … So machen wir uns, nachdem Ursula auch den Fortsetzungsgrat erkundigt hat, wieder auf den Abstieg. Vorbei an den Schneeresten in der Nordflanke steigen wir ab bis in die Nähe des (P. 1992); kurz vorher lassen wir uns noch einmal nieder an einem windstilleren Platz und schwelgen noch einmal – weitere Projekte betrachtend …

Oben, auf dem Gipfel, hatten wir beschlossen, nicht exakt denselben Abstieg zu wählen – so wagen wir es, nun die sehr steile und feuchte, rutschige Grasflanke zur Alp auf Chirgeli hinabzusteigen. Dieses Unterfangen erfordert volle Konzentration – zwar nicht echt absturz-, doch sehr ausrutschgefährdet (eine rechte Rutschbahn mit unangenehmen Folgen beinhaltete es). Nach etwas längerem „Krampf“ „landeten“ wir bei der erwähnten, ebenfalls bereits wintertauglichen, Alphütte.

 

Der Schlussabstieg, teilweise weglos, dann ab Unders Chirgeli bereits über Fahrsträsschen, erfordert keine nennenswerte Anstrengungen – hingegen war es etwas enttäuschend, dass der grosse Kühlschrank der Käserei auf Vordere Fildrich keinen Geisskäse (und auch keine Getränke – entgegen den Auskünften des „Hilfskäsers“) enthielt …

 

Und tatsächlich warteten wir bis knapp 16 Uhr, bis der letzte noch tätige Bauarbeiter die Strasse freigab, nachdem er mit der massiven Walze den frisch eingebrachten Teerbelag genügend festgewalzt hatte – und dieser auf normale Betriebstemperatur abgekühlt war (damit, wie er uns erklärte, keine Spurrillen beim ersten Befahren erzeugt würden). 


Tourengänger: Ursula, Felix

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Kommentare (3)


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Schneeluchs hat gesagt: Heimweh
Gesendet am 1. Oktober 2012 um 21:33
Ich muss wieder mal ins Berner Oberland...
Lg

alpinbachi hat gesagt:
Gesendet am 7. Oktober 2012 um 14:54
Habe die Galmscheibe beim Aufstieg zur Männlifluh „entdeckt“ und wusste auf diesen Gipfel muss ich gehen. Die letzten Meter sind dann wirklich „spannend“ (-: LG Bachi

CarpeDiem hat gesagt: Einen...
Gesendet am 15. Oktober 2012 um 22:27
...Prachtstag habt ihr da erwischt


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