Baltschieder Schilthorn
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Fünf Schilthörner gibt’s in der Schweiz, nur eines davon ist prominent. Die vier anderen sind mehr oder weniger obskure Erhebungen im Wallis. Zumindest zwei davon bieten jedoch schöne Hänge für winterliche Touren. Relativ kurz ist das Schilthorn beim Simplonpass, das sich auch überschreiten lässt. Hingegen vermittelt das Schilthorn im Baltschiedertal eine sehr lange Tour, bei der man mit grosser Wahrscheinlichkeit auf unverspurte Hänge trifft. Überhaupt ist das Baltschiedertal im Winter eine faszinierende, stille Welt. Man sollte sich jedoch nur bei sehr sicheren Verhältnissen hinein begeben, denn die steilen Talflanken sind offensichtlich lawinengefährlich.
Von Ausserberg folgt man der Fahrstrasse bis Choruderi, wo der unbeleuchtete Stollen der Wasserleitung beginnt. Von der Begehung der alten Wasserleitung Niwärch muss im Winter dringend abgeraten werden. Der Stollen ist etwa 1.5 km lang, man sollte eine Stirnlampe dabei haben. Nach dem Ausgang folgt man dem Wanderweg bis Ze Steinu, dabei sind im Winter zwei Lawinenkegel zu queren. Nun folgt man dem steilen Wanderweg bis Erl. Hier schmilzt der Schnee meist relativ schnell weg. Nun ersteigt man die Hänge von Rämi, bis man von rechts auf den SW-Grat aufsteigen kann, den man bei etwa 2600 m erreicht. Über den Grat oder leicht links davon zum Gipfel des Schilthorns (Gipfelkreuz und –buch).
Der Wermutstropfen dieser Tour ist, dass man quasi zwingend auf der gleichen Route absteigen muss. Einzig kleinere Abstecher sind möglich.
Verhältnisse:
Wenig Schnee bis Erl, darüber im Aufstieg tragender Harschdeckel. Der SW-Grat war stark abgeblasen, im Abstieg konnte ich aber etwas in die Flanke ausweichen, wo halbwegs pulvriger Schnee lag. Im Abstieg ziemlich ideal aufgesulzter Schnee.
Hike partners:
Zaza



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