Aiguille du Goûter 3863m, Dôme du Goûter 4304m und Mont Blanc 4810,45m


Publiziert von Sputnik Pro , 22. September 2012 um 20:01.

Region: Welt » Frankreich » Haute-Savoie
Tour Datum:16 September 2012
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 3000 m
Abstieg: 3000 m
Strecke:Zirka 20km (total)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zahlreiche Anfahrtsmöglichkeiten. Anfahrt 1 (CH): Von Genève mit dem Tram 12 nach Chêne-Bourg, dann mit der S-Bahn nach Annemasse und weiter mit dem Zug nach Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet. Anfahrt 2 (CH): Von Lausanne oder Brig mit dem Zug nach Martigny, danach weiter mit Regionalzügen über Chamonix nach Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet. Anfahrt 3 (F): Von Lyon mit Umsteigen in Bellegarde nach Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet. Ab Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet weiter mit der Zahnradbahn hinauf nach Mont-Lachat oder wenn in Betrieb bis Nid d'Aigle.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:2 HÜTTEN UND 1 BIWAK: Refuge de la Tête Rousse: 74 Plätze (Winterraum 12), Telefon 0033 (0)4 50 58 24 97 / Refuge du Goûter: 100 Plätze (Winterraum 20), Homepage www.refugedugouter.fr / Bivouac Vallot: 12 Plätze, kein Wasser, Strom, Ofen und Gas.
Kartennummer:www.geoportail.fr

HÖCHSTER FRANZOSE: MONT BLANC 4810,45m

Nachdem ich dieses Jahr schon die Landeshöhepunkte des Vatikans, Zyperns und Sloweniens besucht hatte sollte es diesmal etwas höher gehen und gleich zwei weitere Landeskulminationspunkte sollten sich in meine Sammlung einreihen. Auf der Tour begleitete mich Oli mit dem ich schon zusammen Ende Juni den Landeshöhepunkt Sloweniens (Triglav; 2864m) bestieg.

Bei der Besteigung des französischen Landeshöhepunktes Mont Blanc auf dem Normalweg kommt man 50 Höhenmeter unter dem Gipfel an höchsten Punkt von Italien vorbei. Der 4760m hohen Punkt auf der Arête des Bosses / Cresta delle Bosses habe ich in einem eigenen Tourenbericht genauer beschrieben: http://www.hikr.org/tour/post56265.html

Allgemeines zum Mont Blanc

Der Mont Blanc ist der höchste Berg Frankreichs, der Alpen und sogar der höchste Punkt der EU und Westeuropas. Sein Gipfelbereich liegt vollständig in Frankreich während seine Süd- und Ostflanken zu Italien gehören. Wegen seiner Lage in den Westalpen ist er der zehntselbstständigste Berg der Welt und hat eine Schartenhöhe von 4697m und der nächst höhere Berg Кюкюртлю (Kjukjutlju; 4912m) ist 2812km entfernt.

Der aus Granit bestehende Mont Blanc ist nordseitig nahezu vollständig vergletschert, in Süden ist der dagegen aus steilen Felswänden und zackigen Felsgrate aufgebaut die sein vergletschertes Gipfeldach stützen. Von Gipfel gehen zahlreiche Grate aus, nach Nordwesten die Arête des Bosses zum Dôme du Goûter (4304m) und weiter zur Aiguille du Goûter (3863m). Nach Nordosten leitet ein Verbindungsgrat zum Mont Maudit (4465m) und Mont Blanc du Tacul (4248m). Gegen Süden gibt es zwei steile, über 3500m hohe Felsgrate dessen Füsse im Val Veny liegen. Der östliche Grat heisst Peuterey, der Westliche Brouillard. Zwischen den beiden Südgraten liegt noch die Cresta dell'Innominata und die drei Piloni del Freney. Nordseitig fliesst vom Mont Blanc der Glacier des Bossons vom Gipfel bis 1420m hinab womit er der Gletscher mit dem grössten Höhenunterschied in den Alpen ist. Auf der der italienischen Seite liegen die Gletscher dagegen in den schattigen flachen Tälern unterhalb mächtiger Felswände. Die beiden Gletscher Ghiacciaio de Miage und Ghiacciaio della Brenva nahmen interessanterweise in den letzten 150 Jahren kaum an Volumen ab.

Da der Mont Blanc einen Gipfel aus Firn hat ändert sich seine Höhe stets je nach Wetterbedingungen, Sein höchster Punkt unter der Firnhaube ist 4792m. So waren seine gemessene Gipfelhöhe in den Jahren 1986 und 2001 4808,4m, im Jahr 2007 4810,9m und die heute offizielle Höhe ist 4810,45m welche man 2009 gemessen hatte.

1760 setzte der Schweizer Naturforscher Horace Bénédict de Saussure eine Belohnung von 20 Goldtalern aus für die Erstbesteigung des Mont Blanc aus Interessen von naturwissenschaftlichen Fragen doch mehrere Besteigungsversuche scheiterten in den folgenden Jahren. Am 8.8.1786 gelang schliesslich die Erstbesteigung durch Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard durch die Einheimischen aus Chamonix und ein Jahr später stand der Genfer de Sassure selbst auf dem Gipfel und führte dort wissenschaftliche Experimente durch.

Heute wird der Berg während Schönwetterphasen besonders im Frühjahr und Sommer von täglich bis über 100 Alpinisten über verschiedene Routen bestiegen. Am einfachsten sind Aufstiege von Nid d'Aigle über die Arête des Bosses (WS-) und von der Aiguille du Midi über den 4465m hohen Mont Maudit (WS). Wegen den geringen technischen Schwierigkeiten und damit zahlreichen Bergsteiger ereignen jährlich fast 100 Unfälle bei denen die Verunglückten meistens mit dem Helikopter gerettet werden können und so Überleben. Die Gründe der Unfälle sind besonders die berüchtigten Wetterstürze mit Nebel und Schneetreiben da der Mont Blanc als erstes grosses Hindernis für Wetterfronten vom Atlantik her im Weg steht. Auch Überschätzung unerfahrener Berggänger sind eine häufige Unfallursache am Mont Blanc.

Unsere Tour

TAG 1 (15.9.):

Um viertel nach sechs begann meine Reise auf den höchsten Alpenberg als mich der Bus zum Bahnhof brachte. Am Bahnhof Liestal stieg ich in einen Zug nach Olten. In Olten kaufte ich mir Frühstück und Kaffee und traf danach Oli im Schnellzug. Der Zug nach Milano in Italien war jedoch ab Bern ausgebucht so dass wir in Bern umsteigen mussten. Doch auch der andere Zug war hoffnungslos überfüllt und fuhr mit einiger Verspätung ab. Da wir überdimensionale Ricksäcke dabei hatten stellten wir sie in unserem Viererabteil auf den Boden. Das passte einem Choleriker der auf Platzsuche war nicht und er begann lauthals die Plätze einzufordern. Mit mir redet man aber nicht so und gab das dem ungepflegten Familienvater sogleich zu verstehen. Danach lief er wütend Weg um den Schaffner zu suchen, da fragten gleich zwei Frauen anständig nach den zwei freien Plätzen und so fuhren wir vollbesetzt im Viererabteil nach Visp. In Visp verpassten wir wegen der verspäteten Abfahrt in Bern den geplanten Anschluss nach Martigny. Zwar kam gleich ein Zug der ins Unterwallis fuhr und in den wir auch einstiegen, doch in Martigny hatten wir wegen dem verpassten Anschluss eine Stunde Aufenthalt. Die Zeit verging mit Kaffeetrinken rasch vorüber und irgendwann sassen wir dann auch im Zug nach Chamonix. Wegen Schienenarbeiten auf der französischen Seite fuhr der Zug jedoch nur bis zur Grenze Châtelard wo wir auf den Ersatzbus umstiegen. Die Anreise war wie verhext, denn in Chamonix mussten wir nahezu wieder eine Stunde warten um mit der Regionalbahn nach Saint-Gervais-les-Bains-Le Fayet weiter zu fahren. Um die Zeit totzuschlagen wollten wir etwas in einem Restaurant etwas Essen gehen aber wurden nicht bedient. Genervt verliessen wir darauf das Restaurant und fanden eine feine "Sandwicheria" gleich an der Bahnhofstrasse. Am Bahnhof Saint-Gervais-les-Bains-Le Fayet passte es nun endlich mit dem Anschluss und wir fuhren mit der Tramway du Mont Blanc in einer Stunde hinauf zur Station Mont Lachat beim gleichnamigen Pass auf 2077m.

Nach 9 Stunden Anreise konnten wir also endlich loslaufen. Wegen Reparaturarbeiten fuhr die Zahnradbahn nicht bis zur Endstation Nid d'Aigle (2372m) so dass wir den Schienen entlang dort hinauf wanderten. Offiziell wäre das verboten und man müsste einen steilen Bergweg zur Baraque Forestière des Rognes (2768m) nehmen, aber niemand hält sich daran denn die Route von Nid d'Aigle ist der bequemste Aufstieg zur Baraque-Biwakhütte. Nach einer Rast bei der aussichtsreichen Endstation wanderten wir weiter Bergauf auf einem schönen Bergweg durch die Geröllhänge vom Désert de Pierre Ronde. Bei der Biwakhütte wurde das Gelände flacher und wir querten zur unteren Arête Payot. Im steilen Zickzack ging es nun den Grat hinauf und es lag zunehmend festgetretener Schnee auf dem Hüttenweg, Beim P.3132m erreichten wir ein Informationshäuschen für Mont Blanc Aspiranten und der Hüttenaufstieg hat man dort fast geschafft denn gilt es nur noch das kleine Firnfeld Glacier de Tête Rousse zur Hütte zu queren. So erreichten wir mit unseren schweren Rucksäcken gegen Abend unser erstes Etappenziel Refuge de Tête Rousse auf 3167m. Die Hütte war voll besetzt doch konnte ich dort im Gegensatz zu Oli, der mit dem Ellbogen seines Bettnachbarn zu kämpfen hatte, nach dem feinen Nachtessen herrlich schlafen.

TAG 2 (16.9.):

Während sich Bergsteiger, die im Gegensatz zu uns am gleichen Tag vom Mont Blanc wieder absteigen mussten, schon Stunden vor uns auf den Weg machten, standen wir um fünf Uhr auf und Frühstückten erst einmal gemütlich und packten unseren Rucksack. Kurz vor sechs machten auch wir uns auf den Weg und wanderten mit Steigeisen an den Schuhen über den Galcier de Tête Rousse und eine Geröllrippe hinauf zum Grand Corridor. Das wegen häufigem Steinschlag gefährliche Couloir war eingeschneit und verhielt sich ruhig und dennoch querten wir es zügig - man weiss ja nie wenn ein fliegender Stein kommt! Die folgenden etwas über 500 Höhenmeter Aufstieg zur Refuge de l'Aiguille du Goûter (3817m) verlaufen über eine Felsrippe. Am Rippenanfang und einer Strecke im Mittelteil kann man über einen steilen Bergpfad hoch laufen, der Rest der Rippe besteht aus einfacher Kletterei die oft durch Stahlseile und Trittstangen versehen sind. Auch ohne Sicherungsmittel wäre die Schwierigkeit nie grösser als der Zweiter Grad. Trotz dem schweren Rucksack war die Kraxelei super und der harte Firn erleichterte einem den Aufstieg in den flacheren Geröllabschnitten. Auf der Hütte Aiguille du Goûter machten wir die erste längere Pause zum Trinken und Essen und tauschten den Helm gegen den Klettergurt aus. 

Ab der Hütte ändert sich das Gesicht des Aufstieges und man wechselt von Fels in Schnee. Wenige Minuten oberhalb der Hütte standen wir auf der wenig selbständigen Aiguille du Goûter (3863m) direkt vor der Dôme du Goûter Nordwestflanke. Durch diese 400m hohe, aber nur maximal 30° steile Flanke leitet einen durch zahlreiche Vorgänger festgetretenen Schneepfad hinauf. Wir verzichteten auf das Seil und wanderten gemächlich im Zickzack die Flanke hinauf. Auf dem Gratrücken angekommen, erblickten wir erstmals den Mont Blanc direkt vor uns und schauten staunend auf den hier oben immer noch mächtig erscheinenden Schneeriesen. Da der Gipfel des Dôme du Goûter (4304m) nur wenige Minuten entfernt war deponierten wir unsere Rucksäcke und bestiegen den grossen Schneebuckel.  Das Gipfelplateau ist so flach dass man nicht einmal genau weiss wo der höchste Punkt vom Dôme du Goûter ist. Nun hatten wir unsere schweren Rucksäcke nicht mehr weit zu tragen. Wir durchwanderten den flachen Col du Dôme (4236m) zur etwas steileren, teilweise etwas vereisten Flanke, die direkt zu unserem zweiten Nachtlager Bivouac Vallot (4362m) leitet. Die aus glänzendem Aluminium bestehende Biwakhütte war innen ziemlich sauber und sie stank auch nicht, so wie man oft liest. Wir richteten dort unser Nachtlager ein und schmolzen erst einmal Schnee für eine Suppe und zum unsere Trinkreserven aufzufüllen.

Wir spazierten nach der Stärkung im Biwak um zwei Uhr nachmittags vom Biwak zur Arête des Bosses, dem schönsten Streckenabschnitt zusammen mit der Felskraxelei hinauf zur Refuge de l'Aiguille du Goûter. Die Arête des Bosses windet sich schlangenförmig hinauf zum Mont Blanc. Ohne schwere Rucksäcke stiegen wir dem Gipfel entgegen und genossen jeden Meter Aufstieg über den schönen Grat. Auch hier hatte es einen wunderbar ausgetretenen Schneepfad. Dennoch trafen wir beim Aufstieg zur Grande Bosse (4510m) und im Sattel hinter der Petit Bosse (4547m) auf Bergschründe wo man etwas Aufpassen sollte. Nach etwa einer Stunde ab Biwak passierten wir die Felsen La Tournette (4677m) und der letzter steile Firnhang hinauf zur Rückfallkuppe P.4740m stand vor uns. Dieser Abschnitt ist besonders schön da sich das Panorama nach Norden und Osten enorm weitet und man nun schon weit über allen Alpengipfel steht, ausser natürlich dem Ziel Mont Blanc. Von der Rückfallkuppe leitet ein letzter, immer flachender werdender Firngrat auf den Gipfel auf dem wir auch den höchsten Punkt Italiens passierten. Die letzten Meter flogen wir nahezu zum Gipfel - und endlich standen wir auf dem Mont Blanc nachdem wir ihn unzählige Male aus den Schweizer Alpen gesehen hatten!

Da sich Oli nicht hundertprozentig wohl fühlte, verzichtete ich auf einen Abstecher zum Mont Blanc de Courmayeur / Monte Bianco di Courmayeur (4748m) was etwa eine Stunde gedauert hätte. In einer Stunde Abstieg über die stellenweise bis 40° steile Arête des Bosses war wir schon wieder im Biwak zurück. Wir genossen den Gipfelerfolg und dass wir die schweren Rucksäcke hoch getragen hatten. Als Nachtessen gab es Spaghetti mit Sugo und viel Käse. Für die Sauce hatte ich extra Knoblauch, Olivenöl und verschiede Kräuter mitgenommen. Nach dem langen Tag und dem feinen Essen konnte ich trotz der Höhe auf weit über 4000m im gar nicht so kalten Biwak herrlich schlafen.

TAG 3 (17.9.):

Pünktlich zum Läuten des Weckers trampelten kurz vor sechs Uhr eine Horde französischer Bergsteiger ins Biwak. Zugegeben, mit dem Aluboden und Steigeisen an den Füssen könnte man in der Blechhütte auch gar nicht Leise sein. So waren wir sofort wach, packten unsere Sachen und tranken einen warmen Kaffee. Als wir während der Dämmerung die Biwakhütte verliessen hatten die Franzosen einen höhenkranken Kollegen unter einer Biwakdecke zurück gelassen. Von der Hütte stiegen wir rasch ab und auch der kurze Gegenanstieg zum Schneerücken unter den Dôme du Goûter brachten wir rasch hinter uns. Inzwischen war es hell geworden und als wir anschliessend über die Firnflanke zur Refuge de l'Aiguille du Goûter abstiegen, summierten sich die negativen Höhenmeter schnell. Unterwegs kreuzten wir einen französischen Bergführer der gerade am Funken war, wahrscheinlich wegen dem höhenkranken Franzosen im Bivouac Vallot. Bei der Hütte rasteten wir wie im Aufstieg und zogen den Helm für den Felsabstieg an. Wir brauchten für den Abstieg über die Felsstufe fast so viel Zeit wie im Aufstieg und klemmten dabei öfters den sperrigen Rucksack zwischen den Felsen ein was mit der Zeit etwas ärgerlich wurde. Irgendwann kamen wir wieder zum Grand Couloir in dem wir einige wenige Steine sahen die sporadisch zu Tale folgen. Wir querten es rasch und machten auf einersicheren Schuttrippe einige Duzend Meter darunter eine Rast. Der Helm wurde im Rucksack verstaut und wir konnten beobachten wie ein angeseiltes französisches Pärchen schon im einfachsten Gelände zum Couloirzustieg mühe hatte. Im Couloir blieb der Mann öfters stehen und wartete auf seine Frau - dabei verfehlte ein apfelgrosser Stein seinen Kopf um nur einen Meter! Wir wunderten uns nun nicht mehr, weshalb dort so viele Unfälle passieren. Hinter der Refuge de Tête Rousse konnten wir auch endlich die Steigeisen einpacken und nochmals beim Informationshäuschen etwas Essen und Trinken. Zum Schluss stiegen wir zügig den Bergweg ab und stoppten lediglich kurz für eine Trinkpause bei Nid s'Aigle. So waren wir schon um halb 12 Uhr wieder bei der Bergbahnstation Mont Lachat.

Die klapprige Bahn brachte uns nach Saint-Gervais-les-Bains-le-Fayet. Nun wollten wir über Genève nach Hause fahren da dies vielleicht schneller sein würde. Leider war der Schalter im Bahngebäude geschlossen und so stiegen wir in den Regionalzug nach Annecy.  Der Schaffner sagte und dann auch dass wir bis Annecy fahren müssen was aber falsch war. Denn in Annecy angekommen meinte ein Bahnarbeiter, wir hätten in La Roche-sur-Foron umsteigen müssen und der Zug dorthin sei gerade abgefahren. Die Heimreise verzögerte sich also wie die Anreise mit dem Unterschied dass wir nun aber in Annecy über eine Stunde warten mussten. In der etwas heruntergekommenen Stadt fanden wir schnell ein Restaurant am grossen Platz vor dem Bahnhof und konnten unser Gipfelglück mit einem Bier feiern. Mit vollem Bauch fuhren wir zurück nach La Roche-sur-Foron wo überraschenderweise ein Bus wartete der uns direkt in den südlichen Stadtrand von Genève in die Schweiz brachte. Da wir nicht ortskundig waren fuhren wir mit einem Tram zum grossen Platz Bel-Air wo wir zu Fuss schliesslich den Bahnhof fanden. Wir waren brauchten inklusive Umweg für die 150km in Frankreich geschlagene sechs Stunden, da kam ich in Mazedonien zum Beispiel mit dem öffentlichen Verkehr deutlich schneller voran! Die weitere Heimreise verlief ohne Aufregung und ab Lausanne hatten wir auch genügend Platz im den Zügen. So endete das Abenteuer Mont Blanc und wir können uns schon aufs nächste gemeinsame in Südamerika freuen...

Wichtige Links

Info bei Summitpost: http://www.summitpost.org/mont-blanc/150245
Info Mont Blanc bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mont_Blanc
Wetterprognose Mont Blanc: http://www.mountain-forecast.com/peaks/Mont-Blanc/forecasts/4807

Genaue Route: TAG 1 (15.9.): Station Mont Lachat - Col du Mont Lachat - Gare Nid d'Aigle - Désert de Pierre Ronde . Pluviomètre - Baraque Forestière des Rognes - P.3132m - Glacier de Tête Rousse - Refuge de Tête Rousse. TAG 2 (16.9.): Refuge de Tête Rousse - P.3204m - Le Grand Couloir Refuge de l'Aiguille du Goûter - Aiguille du Goûter - Dôme du Goûter - Col du Dôme - Bivouac Vallot - Arête des Bosses - Mont Blanc - Arête des Bosses - Bivouac Vallot. TAG 3 (17.9.): ABstieg wie Aufstieg aber ohne Gipfelbesuch vom Dôme du Goûter.

Bericht von Oli: http://www.hikr.org/tour/post56291.html

Tourengänger: Sputnik, TeamMoomin

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Kommentare (24)


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Alpinist hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2012 um 20:18
salutti Andi.

Kuul heds klappet, gratuliere zum Mont Blanc, grossartigs Wätter, hammer :-)

Gruess cornel

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2012 um 21:29
Hej Cornel,

Mir händs ächt troffe und es isch voll super xi. Tolls Wätter, mit zirka -5°C uffem Gipfel und fascht kei Wind e absoluti Traumtuur zum gnüssä.

Gruäss, Andi

Alpinist hat gesagt: RE:
Gesendet am 22. September 2012 um 21:46
äifach nur genial, das sind doch MOMENTE!

pika8x14 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2012 um 20:43
Hallo Andi,

Gratulation zum Mont Blanc bei offensichtlich richtig guten Bedingungen -
da hat sich das Verschieben der Tour auf diesen Termin ja wirklich gelohnt.
Danke für den - wie gewohnt - ausführlichen Bericht und die herrlichen Fotos.

Viele Grüße, A. + A. + A.

Sputnik Pro hat gesagt: Mont Blanc
Gesendet am 22. September 2012 um 21:31
Hallo Zusammen,

Danke für die Gratulation für die Mont Blanc Tour auf welcher wir wirklich Topverhältnisse antrafen. Wenn's mit der Zeit und dem Flug klappt werde ich im Oktober noch einen Europahöhepunkt besuchen. Geplant ist eine Kurzreise nach Andorra :-)

Viele Grüsse, Andi

--- hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2012 um 18:00
Woooow!! Gratulation euch beiden! Wie immer toller Bericht mit sehr schönen Bildern :-)

glg Berggeschtli-Ayla

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2012 um 07:53
Danke Ayla und bis bald :-)

LG, Andi

morphine hat gesagt: Gourmets am Mont Blanc!
Gesendet am 23. September 2012 um 18:28
Hallo Sputnik,

wunderschöne Traumtour von Euch beiden. Super Bilder!

Die An- und Abreise scheint sich komplizierter gestaltet zu haben, als der eigentliche Auf- und Abstieg am Mont Blanc.

Oben im Biwak dann Knoblauch, frische Kräuter und Olivenöl für die Nudelsauce. Nicht schlecht!

Gruß
morphine


Sputnik Pro hat gesagt: Gourmets am Mont Blanc!
Gesendet am 24. September 2012 um 08:05
Salu,

Wenn ich biwakiere, dann bin ich mir auch nicht zu schade noch einige Köstlichkeiten die das Essen verfeinern hochzutragen :-)

Die Anreise durch Frankreich war wirklich eine kleinere Katastrophe - und so langsam war ich bei allen Europareisen noch nie vorwärts gekommen!

LG, Sputnik

Willem hat gesagt: Einfach grandios...
Gesendet am 23. September 2012 um 18:32
...der Bericht, die Bilder, die informativen Bildunterschrifte, das Wetter! Ganz herzlichen Glückwunsch und vielen Dank dass wir das quasi miterleben dürfen!

LG Willem

Sputnik Pro hat gesagt: Mont Blanc
Gesendet am 24. September 2012 um 08:07
Hallo Willem,

Vielen Dank für den KommentarI Für einen besonderen Berg mit vielen Erlebnissen schreibe ich auch gerne etwas mehr, schön hat's dir gefallen !

LG, Andi

pame hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2012 um 21:13
Hallo Sputnik,

gratuliere euch beiden zum franzoesischen Landeshoehepunkt und zum Hoehepunkt der Alpen. Toller Bericht und ganz tolle Bilder. Ich muss sagen, der Mt.Blanc hat mich eigentlich noch nie so richtig interessiert, aber nachdem ich euren Bericht gelesen habe und die Fotos bewundert habe, hab ich direkt Lust diesen Berg auch mal zu besteigen.

Gruss
Patrick

Sputnik Pro hat gesagt: Routen am Mont Blanc
Gesendet am 24. September 2012 um 08:11
Hi Patrick,

Mir ging es genau so, doch als Europa-Landeshöhepunktsammler musste ich ja irgendwann dort hinauf und war echt über die Schönheit überrascht. Ich habe extra nicht den Hochsommer für die Tour gewählt da dann noch viel mehr Leute unterwegs sind und die Tour mit einer Übernachtung im Bivouac Vallot geplant um am Nachmittag alleine auf dem Gipfel zu stehen - und alles hat gepasst!

Übrigens soll es etwa 100 Routenversionen zum Mont Blanc geben. Es wäre also möglich auch zur Hauptsaison mit Freiluft-Biwaks den Berg für sich alleine zu haben.

Gruss, Andi

andre68 hat gesagt: Super!
Gesendet am 23. September 2012 um 22:45
Gratuliere zum Dach Europas! Das war clever mit dem Tete Rousse und Vallot Biwak! Sehr gut. Aber neun Stunden von Basel!! Da wäre ich viel schneller von Stockholm nach Chamonix angekommen!! :-)
Viele Grüsse! André

Sputnik Pro hat gesagt: Danke vielmal
Gesendet am 24. September 2012 um 08:14
Hallo André,

Du meinst wohl das Dach der Alpen, im Südosten Europas sind die Berge noch etwas höher :-)

Und wir staunten auch nicht schlechr über die lahme Reise zum und vom Mont Blanc nach Hause. So langsam wie in Frankreich war ich nichte einmal in den Balkanländer unterwegs!

Gruss, Andi

andre68 hat gesagt: RE:Danke vielmal
Gesendet am 24. September 2012 um 15:05
Haha! Natürlich! Die Alpen meine ich.... Ich sollte es ja wissen :-)

übrigens, könntest Du meinem Aconcagua-video downloaden?

xaendi hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2012 um 12:32
Hallo Andi,
gratuliere dir zum weissen Riesen! Nächstes Jahr steht er endlich auch auf meiner Tourenliste.
Grüsse
Alex

Sputnik Pro hat gesagt: Danke
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 12:25
Hallo Alex,

Freu dich auf den höchsten Alpenberg. Bei schönem Wetter ist die Tour und besonders das Panorama einmalig schön.

Gruss, Andi

Nicole hat gesagt: etwas verspätet..aber dennoch
Gesendet am 26. September 2012 um 12:41
Herzliche Gratulation auch von meiner Seite her an euch beide!!!

Dieses Bergerlebnis bleibt bestimmt tief in der Bergseele :-)

Viva us Kuuhhr

Sputnik Pro hat gesagt: Danke Nicole
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 12:27
Der Berg war genial, doch kommendes Wochenende werde ich wieder kleinere Ziele in deinem Wohnkanton haben :-)

LG, Andi

Nicole hat gesagt: RE:etwas verspätet..aber dennoch
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 15:23
ahhhh....kommst ins schöne Bündnerland...was hast den für Ziele??? ;-)))

HG
Nicole

Sputnik Pro hat gesagt: 3 x 3000 :-)
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 16:45
Piz Sesvenna und seine zwei 3000er Trabanten - es gibt wieder einmal eine Biwaktour mit Zelt und Kochen *freu*

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 11:14
und auch Glückwünsche von meiner Seite!
Da hat (bis auf das Reisen) alles gepasst, so wie es sich für den König der Alpen geziemt - du geniesst dieses Erlebnis sicherlich noch lange.
lg Felix

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Oktober 2012 um 12:31
Vielen Dank Felix,

Der Mont Blanc bot echt schöne Bergerlebnisse, doch dieses Jahr wartet in Südamerika noch ein Berg auf mich wo der höchste Alpengipfel dagegen ein Zwerg ist :-)

LG, Andi


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