Chammana Coaz - 2610m. oder eine Panoramawanderung der Extraklasse


Publiziert von passiun_ch , 23. Oktober 2012 um 21:33.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum: 2 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Bernina-Gruppe   Corvatsch-Sella-Gruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 760 m
Abstieg: 760 m
Strecke:Murtel - Fuorcla Surlej - Chammana Coaz - Fuorcla Surlej - Murtel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:St.Moritz-Silvaplana-Surlej-Murtel
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Murtel-Surlej-Silvaplana-St.Moritz

Die Tour zur Coaz-Hütte zählt für mich neben dem Steinbockweg und der Boval-Hütte zu den schönsten drei Wanderungen im Oberengadin, wenn man mal die vielen Gipfel nicht mitzählt.

Für den heutigen Tag waren die Wetterprognosen für eine traumhafte Wanderung ideal. Jedoch der erste Blick aus dem Fenster ins Engadin versprach nichts gutes, alles nebelig und grau. Ich dachte das kann doch nicht sein und schaute mir am PC die entsprechenden WebCams an, und siehe da über dem Nebel war es wolkenlos.
Also nichts wie raus und den am Vorabend vorbereiteten Rucksck geschnappt und los ging es. Ausgangspunkt war die Talstation der Corvatschbahn. Ein Retour-Ticket bis zur Mittelstation gelöst und hinauf ging es. Der Nebel löste sich schon langsam auf und ein paar Schwaden stiegen die Berge hinauf. Oben angekommen war es doch recht frisch und das erste Wegstück im Schatten z. T. gefroren und  vereist dort wo Wasser lief, also entsprechend vorsichtig gestartet.
Von der Mittelstation der Corvatschbahn wandert man kurz etwas abwärts, auf einem relativ breiten Weg durch die weite Mulde, bis man über ein paar Kehren die grandiose Aussicht der Fuorcla Surlej genießen kann. Mit dem bekannten Blick auf Piz Bernina &Co, der mir dort oben am Morgen noch nicht gegönnt war, da zu dem Zeitpunkt der Nebel aus dem Rosegtal hochstieg.
Vom Berghaus Fuorcla Surlej verläuft der Weg nun bergab und man verliert doch gut 200 Höhenmeter bis zum tiefsten Punkt der Tour auf ca. 2550 m. Der Höhenverlust ist gegenüber meinen sonstigen Besuchen neuerdings größer, da der Weg an einer Stelle aufgrund von Murengang mit dem Weg aus dem Rosegtal zusammen gelegt wurde um nur eine größere Brücke bauen zu müssen. An dieser Stelle steigt man gute 50 m. an Höhe den Hang in Kehren hinab um auf der anderen Seite weniger steil ansteigend auf den alten Weg zu gelangen. Der Weg führt nun mit Auf- und Abstiegen als Höhenweg entlang der höchsten Bündner Berge bzw. Ostalpen in das Talende vom Val Roseg. Der Blick auf die Gletscher ist (noch) einmalig,  jedoch macht sich auch hier der Gletscherschwund stark bemerkbar, Bilder wie stark die Vergletscherung vor mehreren Jahren bzw. Jahrzehnten noch war, findet ihr in diesem Bericht.
Nach gut 2 1/2 Stunden erreicht man die herrlich gelegene Chamanna Coaz auf 2610 m.
Die Chamanna Coaz ist nach dem Erstbesteiger des Piz Bernina Johann Coaz aus dem Engadin benannt.
Die Aussicht von der Hütte ist genauso einmalig schön wie schon der gesamte Weg. Man sieht hinab ins Rosegtal mit dem Gletschersee, der wie ein kleiner Fjord unter einem liegt und in der Ferne erkennt man Pontresina. Der Blick zur Bernina-Gruppe ist zwar etwas eingeschränkt, dafür entschädigt der Blick auf die Gletscherwelt oberhalb der Hütte, die früher noch auf Augenhöhe neben der Hütte anzufinden war.

Der Aufenthalt auf der Hütte ist bei einer Tagestour abhängig von den Zeiten der Corvatschbahn. Wenn man morgens früh beginnt stellt es kein Problem dar, aber da die letzte Gondel um 16:50 Uhr fährt und man an reiner Gehzeit doch 5Stunden rechnen muss,  man bei diesem Panorama doch häufig stehen bleibt, kommen doch bei einer genussvollen Tour schnell 7 Stunden zusammen.
Von meinem persönlichem Gefühl her ist der Rückweg durch den Aufstieg zur Furorcla Surlej im Sonnenhang bei Zeitdruck doch sehr kräfteraubend und man befindet sich auf dieser Wanderung immer in Höhen oberhalb von 2500m., das sollte man doch beachten.

Fazit :    Eine traumhafte Hüttentour mit einem grandiosen Panorma und mal nicht als großer Auf- und Abstieg sondern als Höhenweg ohne große Schwierigkeiten.

Tourengänger: passiun_ch


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