Das Entli an der Föhnmauer


Publiziert von ossi , 13. Februar 2008 um 11:04.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:11 Februar 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: VII+ (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postbus Fläscherberg, Parkplatz im Fläscherbad
Kartennummer:Kletterführer Churfirsten-Alvierkette-Fläscherberg

Die Föhnmauer ragt steil und klotzig am Rande des Mozenbachtobels bei Fläsch nahe Bad Ragaz gegen den Himmel. Kompakter Fels, tolle Aussicht und Südexposition laden geradezu zu einer Besteigung ein.

Zustieg: Von Fläsch folgt man der Strasse dem Rhein entlang bis Fläscherbad (hier auch Parkplatz) und schreitet weiter in den hübschen Wald hinein, bis der markierte Weg Richtung Elltal-Mäls den Talgrund verlässt. Hier folgt man dem Weg bis zur ersten Kehre und verlässt ihn horizontal gegen die Föhnmauer. Nach der Querung der Runse des Mozenbachs wird an den Wandfuss hochgestiegen, an dessen oberen Ende der Einstieg zum Entli (hoffentlich) gefunden wird. Zum Finden des Einstiegs siehe auch die Fotos. Zeit ab Fläsch ca. 50min, ab Parkplatz ca. 20min.

Das Entli: Entli nennt sich die einfachste einer Reihe von Routen durch die Föhnmauer. Sie bietet steile Kletterei an Leisten und Auflegern, auch stehtechnisch ist das eine oder andere Problem zu lösen. Die Absicherung ist insgesamt gut. Allerdings findet man einige wenige Haken, die nicht mehr ganz up to date sind. Es scheint, als wäre die Route seit ihrer Erstbegehung saniert worden. Ab und zu leicht splittriger Fels.

1.SL VI+: Upps, hier wird man gleich mit den Eigenheiten der Wand vertraut. Es gilt, eine Reihe abwärts ziehender "Auflegerbändchen" sowie Käntchen zu nutzen und irgendwie kann man sie gar nicht richtig gut belasten (leicht abwärts geschichtet). Stehtechnisch geht's auch gleich richtig los. Ein schöne lange Seillänge.

2.SL VII: Im Vergleich zur ersten Länge gar nicht viel schwieriger. Zuerst rechts haltend hoch, dann leicht linkshaltend einem Wulst ausweichend über denselben hoch zum Stand.

3.SL VII/VII+: Gleich zu Beginn ein Quergang nach rechts, der kaum gescheite Griffe bietet, dann hoch zu einem alten Schlaghaken. Ich bin vom Stand aus gerade hoch und erst dann nach rechts gequert: Das ist zwar einfacher, gibt aber viel Schlappseil. Nun feingriffig und dank einiger Silexeinschlüsse genussreich hoch und weiter einer Zone weissen Felses entlang an eine tolle Schuppe. Hier könnte zur zusätzlichen Sicherheit ein Keil gelegt werden (empfehlenswert!). Dummerweise hatte aber mein Kumpel im Stand unten alles Material und so musste ich weiter dem Riss entlang zum nächsten Bohrhaken tippeln. Ab hier auf ein Grasband, über einen letzten Aufschwung und hoch zum letzten Stand.

Der Abstieg erfolgt über den Wanderweg, der gleich oberhalb des Ausstiegs vorbeiführt. Man könnte auch abseilen, doch zu Fuss geht es bestimmt schneller und angenehmer.

Fazit: Liebe Föhnmauer, ich komme wieder!

Tour mit Donat


Tourengänger: ossi

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