Nepal-Feeling zum Zweiten, diesmal an der Triftbrücke


Publiziert von Mo6451 Pro , 11. September 2012 um 20:12.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:11 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1071 m
Abstieg: 721 m
Strecke:8,35 km - Parkplatz Triftbahn - Chäppeli - Erggeli - Waldboden - P 1388 - P 1424 - Bosslis Stein - Triftbrücke - Windegghütte - Bosslis Stein - P 1424 - Bergstation Underi Trift
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW Luzern - Parkplatz Triftbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:in umgekehrter Reihenfolge
Kartennummer:map.wanderland.ch

Gewitter und Regen sind im Anmarsch, deshalb wollten wir die Zeit heute noch einmal nutzen für eine interessante Tour. Nach der Salbitbrücke sollte es heute die Triftbrücke sein. Diesmal nahmen wir das Auto und um sieben Uhr ging es in Luzern los. Zuerst war es noch trübe, doch je weiter wir unserem Ziel kamen, desto freundlicher wurde der Himmel. Der Parkplatz an der Triftbahn war noch leer. Parken ist hier kostenlos.

Hinauf zur Windegghütte bzw. Triftbrücke gibt es zwei Wege. Einer auf der orografisch linken Seite des Triftwassers, der ist nicht mehr als Wanderweg in map. wanderland.ch verzeichnet und der andere, der offizielle Wanderweg auf der gegenüberliegenden Seite. Beide Wege treffen bei P 1414 zusammen.

Vom Parkplatz unterhalb der Triftbahn geht man auf dem Weg weiter Richtung Chäppeli, dort biegt dann der Wanderweg ab. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass der Weg doch bezeichnet ist, als alter Windeggweg. Offensichtlich war dies früher der Weg zur Windegghütte.  Das machte es uns leichter, da alle Wegzeichen noch vorhanden waren. Der Weg ist als Aufstiegsweg absolut zu empfehlen.

Bis P 1223 Erggeli verläuft er weitestgehend im Wald. Bei Erggeli verließen wir den Wald und wurden mit lautem mäh von einer Herde Schafe empfangen. Erst wollten sie uns nicht reinlassen auf ihr Terrain und dann liefen sie uns fast bis zum Ausgang hinterher, begleitet von einem vielstimmigen mäh.

Weiter geht es nun durch Wiesengelände mit Waldbeersträuchern und Alpenrosen, eine Symbiose, die mir schon häufig begegnet ist. Hinter Waldboden dann schlängelt sich der Weg am Felsen entlang mit überraschenden Tiefblicken in die Schlucht. Auf einmal standen wir vor einem großen Stein und überlegten, wo es denn weiter gehen soll. Nachdem wir eine Diretissima durch nasses und glitschiges Gelände versucht, sprich uns verstiegen hatten, mussten wir wieder zurück und siehe da, der Weg lag ganz bequem vor uns. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Bald schon kam das erste Ziel, die Bergstation Underi Trift ins Blickfeld. Dort konnte man auch einen Teil des offiziellen Wanderwegs auf der anderen Seite sehen. Bei P 1388 gibt es ein kleines Gebäude, das aber verschlossen war. Davor steht eine schöne Bank, ideal für eine erste Pause. Und um die Ecke herum fand ich sogar ein Toilettenhäuschen, das war geöffnet.

Nach dem Zusammenschluss der beiden Wege ging es nun auf steinigem Gelände weiter in die Höhe. Bei P 1650 Bösslis Stein zweigt nach links der Weg direkt zur Triftbrücke ab. In einem größeren Bogen mit kleineren Klettereinlagen sieht man dann das "Wunderwerk" Triftbrücke. Aber es dauert noch eine ganze Weile mit Auf und Abs bis man den Einstieg erreicht hat. Schon imposant dieses Bauwerk. Im Gegensatz zur Salbitbrücke traf man hier auf etliche Wanderer, aber offensichtlich alle mit dem gleichen Ziel: die Brücke zu überqueren um dann wieder zurück zu gehen. Das war auch unser Ziel.

Zurück gibt es dann einen direkten Weg hinauf zur Windegghütte. Hier ist durchgängig Klettern in gutem Fels angesagt. Teilweise sind Stellen mit Seilen und Ketten gesichert. Vor allem die Seile machen keinen Vertrauen erweckenden Eindruck. Sie sind zum Teil stark durchgescheuert. Also besser ohne klettern.

Mit der Windegghütte hatten wir mit P 1887 unseren höchsten Punkt heute erreicht. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann zurück zur Bergstation Underi Trift. Mein Wanderkollege legte ein derartiges Tempo vor, dass wir alle vor uns gestarteten überholten und nach einer Stunde kamen wir gerade rechtzeitig um die Bahn nach unten noch zu erreichen. Bei dem Tempo blieben natürlich weitere Fotos auf der Strecke, keine Zeit.

Das Wetter hatte gehalten, auf dem Weg zurück nach Luzern bewölkte sich der Himmel zusehends und es regnete.

Tour mit Eduard.



Tourengänger: Mo6451


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Kommentare (1)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 1. Oktober 2012 um 09:03
schöne Tour - da muss ich auch mal hin!
lg Felix


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