Belchenflue (1099) und sechs weitere Jurahügel


Publiziert von ironknee , 12. Februar 2008 um 12:33.

Region: Welt » Schweiz » Basel Land
Tour Datum: 9 Februar 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BL   CH-SO 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m

Typische Jura-Tour auf Abwegen Rund um die Belchenflue.

Drotziejer SO (1062) / T3

Start beim grossen Parkplatz bei der Höhenklinik „Allerheiligenberg“ (auch mit öV erreichbar). Vom PP geht’s in direkter Linie auf den Grat des Drotziejer (1062) und in Kürze auf den höchsten Punkt. Wir folgten noch etwa 100m den Grat abwärts und stiegen dann direkt in die Wuesthöchi (P.966) ab.

Gwindemflue SO (1071) / T5

Weiter in die Lücke (P.1002) links der Gwindemflue (1071). Nun beginnt die Überschreitung einer der interessantesten Jurahügel die ich je bestiegen habe. Die Gwindemflue ist sehr felsig und es bieten sich viele interessante Routen an. Es gibt einfache Kraxelfelsen und ausgesetzte Gratschneiden. Für jeden Geschmack etwas. Unsere Route führte uns, mit einigen Ausnahmen, direkt über die Gratkante. Wer alles dem Grat folgen will, muss das Seil auspacken und dementsprechend mehr Zeit einkalkulieren (stellenweise sehr ausgesetzte Kletterstellen im dritten Grad). Unsere Route ist im T5-Bereich anzusiedeln, kraxeln um die II. Vom höchsten Punkt, am östlichen Ende der Gwindemflue, geht es dann über richtige Treppen (!) und ein ausgesetztes, abschüssiges Felsband (mit Kette gesichert) runter und schliesslich in die Gwindemhöchi (P.998).

Belchenflue BL/SO (1099) / T5

Nun folgt der Touristengipfel Belchenflue die wir über den Ostgrat und die Gipfelfelsen erklimmen wollten. Von der Gwindemhöchi geht’s dem Wanderweg entlang bis zu einem Hüttli unterhalb der Lücke bei P.1055. Hier folgt man dem Wanderweg abwärts Richtung Osten. Bei der ersten Gelegenheit durchbricht man die kleine Felswand in Richtung Norden über Schroffengelände mit losen Felsen und Bäumchen (T5. Je nach Variante kann es auch ein T6 werden.). Bald wird das Gelände wieder flacher und man traversiert in Richtung  Nordosten auf den Grat (T4).

Kleine Zwischenbemerkung: Während der Traverse sollte man unbedingt darauf achten keine Steine loszutreten. Unterhalb verläuft ein Wanderweg der an schönen Tagen stark frequentiert ist.

Vom Grat ist bereits die Schweizerflagge auf dem Gipfel der Belchenflue zu sehen. Auch der Felsgrat über den wir eigentlich klettern wollten stellt sich als Witz heraus. Zwar wäre er luftig und im dritten bis vierten Grad, doch absolut unlohnend weil schon wenige Meter weiter vorne der Wanderweg zu sehen ist. Ausserdem picknickt gerade ein Paar unterhalb des Grates. Denen wollen wir ja keine Steine auf den Kopf werfen. Also ab auf den Gipfel den wir wegen akuter Platzangst auch bald wieder verliessen. Runter in die Lücke bei P.1055.

Ruchen BL (1123) / T4

Von der Lücke geht’s direkt dem Grat entlang, ziemlich steil auf den Ruchen. Wir folgten noch dem Grat bis zur Hütte auf ca. 1070m und folgten dem Weglein das in östlicher Richtung in die Nordflanke führt. Via Chilchzimmersattel geht es auf den Pass bei P.991.

Spitzenflüeli BL (1037) / T4

Von P.991 geht es dem Wanderweg entlang bis man oben rechts auf einem Felskopf den höchsten Punkt (P.1037) vermutet. Über ein steiles, etwas abschüssiges und erdiges Band geht’s rauf, an Fuchsbauten vorbei auf ein kleines

, grasiges Plateau. Noch ein paar Schritte Richtung Süden und man steht auf dem höchsten Punkt. Der Abstieg erfolgt Richtung Nordwesten in den Sattel oberhalb Schattenberg bei P.943.

Ankenballen BL (1023) und Ankenballen-Turm (ca. 1000m) / T3

Aus dem Sattel wandert man über den Wiesenrücken und danach über den Grat zum höchsten Punkt bei 1023m. Von hier hat man einen imposanten Tiefblick in die 70 bis 80 Meter hohe Südwand des Ankenballen. Ausserdem sieht man vorgelagert den „Ankenballen-Turm“ der von hier aus gesehen seinen Schrecken verliert da man nun auch seine Rückseite sieht. Dort gehen wir jetzt hin und braten unsere Cervelats. Zuerst geht’s Richtung Westen in eine Lücke hinunter, dann Richtung Süden bis auf ein Weglein und rauf, auf Wegspuren, auf den Turm. Der Abstieg erfolgt später zwischen Ankenballen-Gipfel und dem Turm in Richtung Osten und wieder auf den Grasrücken oberhalb Schattenberg.

Rückweg nach Allerheiligenberg: P.943 (Schattenberg) – P.1004 – P.991 (Pass) – P. 1006 - Abstecher auf den Dürstelberg BL (1037 / T2) – unterhalb P.998 – P.1002 (oberhalb Gwindem) – P.966 (Wuesthöchi) – P975 – Parkplatz.

Tour mit Put.

Good hike,

ironknee

 


Tourengänger: ironknee

Galerie


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