Pizzo Erra: Grat zwischen Leventina und Blenio


Publiziert von KraxelDani , 20. September 2012 um 22:08.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum: 2 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Molare 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 1550 m
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto ab cff logo Sobrio, Paese
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna Piandios
Kartennummer:1:25'000: 1253 Olivone, 1273 Biasca

Viele Ausblicke auf frisch verschneite Berge!

Nach der etwas nassen Tour am Vortag sind wir gespannt aufs heutige Wetter. Schon während dem stärkenden Frühstück in der Capanna Piandios drückt die Sonne durch. Bald haben wir unsere Siebensachen zusammengepackt und der freundliche Hüttenwart ermuntert uns, auch den Pizzo Alto auf dem Grat zu überqueren.

Nach einem ersten Aufstieg zu Croce del Mottarone bestaunen wir bereits der frisch verschneiten Berge auf der anderen Seite des Valle di Benio. Darunter auch der Piz Terri, den wir drei Wochen zuvor bestiegen haben. Kurz vor Bassa di Nara trennen wir uns für kurze Zeit, ich überschreite gerne Mottarone und Motto Crostel, die Begleitung verzichtet auf diese zusätzlichen Höhenmeter damit die Kräfte sicher für den Pizzo Erra reichen. Kurzzeitig ziehen wieder dichte Wolken auf. Mein Gratausflug bietet schöne Ausblicke in die Leventina, und ich sehe sogar drei Gämsen, ich bin etwas überrascht, heute ist Jagdbeginn. Kurz vor dem Passo Crastumo treffen wir uns wieder. Die Abkürzung der anderen hat sich aber nicht gelohnt: Die Wegsuche sei zeitaufwändig und das Heidelbeergestrüpp sei nass und der schräge Hang sei mühsam gewesen.

Nach einer kurzen Stärkung im Sonnenschein wird es nun spannend. Wir folgen zuerst den Wegspuren und dann dem Grat zum Punkt 2240 müM., später durch ein Blockfeld auf den Pizzo Caslett. Hier treffen wir auf zwei Jäger, wahrscheinlich sind sie nicht gerade hocherfreut über unseren Besuch. Der weitere Grat bietet schönes und einfaches Gratkraxeln, man muss für die beste Route immer wieder abwägen: linksrum, rechtsrum oder oben drüber. Auf dem Pizzo Alto machen wir eine Mittagspause mit schöner Rundsicht. Eine dauerhafte kleine Wolke am Pizzo Erra spendet uns unnötigerweise Schatten.

Auch die weitere Fortsetzung verspricht Spannung, die Idylle wird aber etwas getrübt von der Lawinenverbauungsbaustelle. Dazu sind diverse Wege frisch ausgebaut worden, das gibt dafür ein etwas angenehmeres Gehen bei der Umgehung im Südwest-Hang. Zum Schluss folgt der Aufstieg durch bestehende Lawinenverbauungen auf den Pizzo Erra mit seiner Gipfelskulptur. Nun haben wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht, es gibt eine ausgedehnte Fotopause.

Im Abstieg folgen wir zunächst weiter dem Grat, es gibt einige Bergwanderwegmarkierungen. Diese führen uns ab Punkt 2203 direkt in die Mulde nordöstlich vom Passo dei Laghetti und biegen dort nach Norden ab. Unser Endziel liegt jedoch im Süden, so überqueren wir den Passo auf Wegspuren. In umgekehrter Richtung dürften diese schwierig zu finden sein. Bald stossen wir auf den gut ausgebauten Weg zur Alpe Foppascia. Jetzt wird es richtig warm, der Weg führt aber häufig durch lichten Wald. Bis zum Punkt 1770 folgen wir dem markierten Bergwanderweg, dort nehmen wir die anfänglich ebenen Wegspuren nach Südosten. Beim ersten Haus der Alp Puscett biegen wir nach rechts, um beim Punkt 1610 wieder links Richtung Usc abzusteigen.

Bei Usc haben wir die Wahl: steiler Wanderweg oder Strasse. Wir nehmen den Wanderweg, spüren aber unsere Knie und fragen uns, ob wir nicht doch besser die Strasse genommen hätten. Viele Treppenstufen später erreichen wir Sobrio, wo es vor der Abfahrt des Postautos noch für Gelati reicht. Und um unsere Getränkeflaschen mit frischem Wasser für den Heimweg aufzufüllen.


Unterwegs von 08.15 bis 17.20 Uhr.
Tour zu dritt.



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Tourengänger: KraxelDani


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