Cima Saler - Pizzo della Rossola


Publiziert von Kanu , 1. September 2012 um 13:44.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum: 8 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 9:00
Strecke:Colloro - Ai Curt - Alpe Corpic - Alpe la Colla - Alpe Curtet - Bocc. Saler - Cima Saler - Pizzo della Rossola - Bocc. dell´Usciolo - Bocc. di Premosello - Alpe la Motta - Alpe la Piana - Colloro - Premosello
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto bis Colloro
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Auto bis Premosello

Nach zwei Tagen Regen wurde das Wetter am Dienstag endlich besser!

Also noch einen Tag am Strand liegen, die Berge noch ein bisschen abtrocknen lassen und am Mittwoch war es dann endlich soweit.

Aufgrund der zu erwartenden Temperaturen am Nachmittag habe ich mich von meinen Miturlaubern bis Colloro mit dem Auto fahren lassen.

Start bei bestem Wetter, aber die Temperaturen waren schon recht hoch. Aus Colloro raus auf der Fahstrasse nach Alpe Lut, aber schon kurz nach dem Fahrverbot bin ich auf den Bergweg zur Alpe la Colla abgebogen. Zuerst noch recht angenehm im Baumschatten steil bergauf, ab Ai Curt verläßt man aber den Wald und kommt nur noch vereinzelt an schattigen Stellen vorbei.

Bis zur Alpe la Colla geht es durchgehend recht steil nach oben und die Sonne war schon mächtig zu spüren. Bei der Alpe la Colla habe ich dann noch den vorgelagerten Aussichtspunkt mitgenommen und dort ein kleines Päuschen eingelegt.

Danach kommt die spektakuläre Querung durch die Felswand der Cima Saler, für mich ein beindruckender Wegabschnitt den ich umso mehr geniesen konnte da es hier mal etwas flacher zur Sache geht. Dies allerdings auch nicht sehr lange, dann geht es wieder steil durch eine Rinne nach oben. Bis zum oberen Ende dieses Aufstiegs ist durchgehend eine gute Spur vorhanden, man findet auch immer wieder rot-weiße Markierungen.

Danach folgt eine etwas weniger steile Querung auf einer Pfadspur zur Alpe Curtet, zum Teil sogar auf verfallenden alten Weganlagen.

Als ich auf der Alpe Curtet eintraf war es schon unerträglich warm und fast windstill, zum Glück führte der Bachlauf unterhalb der Alpe noch ein bisschen Wasser, da konnte ich mich nochmal abkühlen.

Den Aufstieg zur Bocc. Saler habe ich dann weitgehend weglos zurückgelegt, obwohl immer mal wieder einzelne Spuren zu erkennen waren. Von oben konnte man dann sogar so etwas wie eine Wegspur im Hang erkennen, der Aufstieg war aber auch abseits dieser problemlos möglich.

In der Bocc. Saler angekommen habe ich dann noch den westlich davon gelegenen kleinen Gipfel bestiegen und dort meine erste größere Pause eingelegt.
Endlich auf dem Grat angekommen wehte auch mal ein leichter Wind, da war die Hitze dann etwas erträglicher.

Ab hier bin ich dann immer dem Gratverlauf über die Cima Saler und den Pizzo della Rossola gefolgt, unterbrochen nur durch wenige ganz kurze Ausweichmanöver in die Flanken.

Über weite Strecken sind hier Wegspuren vohanden, der Aufstieg aus dem Sattel zwischen Cima Saler und Pizzo della Rossola auf diesen ist sogar von der Alpe Corte di sopra kommend markiert.
An manchen Stellen weichen die Wegspuren in die südlichen Flanken aus, da bin ich trotzdem dem Grat gefolgt. Das war sicher etwas mühsamer, aber dafür immer mit Wind!

Die eigentlich geplante Pause auf dem Pizzo della Rossola viel dann sehr kurz aus, da der Gipfel dem Anschein nach sehr gern von den Ziegen als stilles Örtche  aufgesucht wird und somit von Fliegen und Mücken beherrscht wurde.

Der Abstieg vom Pizzo della Rossola zur Bocc. del´Usciolo zeiht sich dann ziemlich in die Länge, immer wieder müssen steilere Stellen im Grat umgangen werden. Nach der Überquerung mehrerer Gratbuckel erreichte ich aber schließlich doch die Bocc. del´Usciolo. Von hier bin ich dann zuerst dem markierten Bergweg in Richtung Alpe Stavelli gefolgt.
Dieser quert zuerst etwas in Richtung Osten bevor er steil nach unten führt.

An der Stelle, an der der markierte Weg steil bergab führt sind allerdings auch Pfadspuren in Richtung Alpe la Colma zu erkennen. Da ich noch gut in meinem vorgenommenen Zeitfenster lag bin ich dann noch diesen Spuren gefolgt. Diese queren in ziemlich spannendem Gelände die Flanke von P. 1978 zur Alpe la Colma. immer wieder müssen steile Rinnen gequert und kleinere Felsbsätze überwunden werden.

An der Bocc. di Premosello angekommen konnte ich dann endlich meine Wasservorräte wieder auffüllen, bevor ich mich auf den langen Abstieg nach Premosello gemacht habe.

Unspektakulär auf dem markierten Weg ging es dann über Alpe la Motta, Alpe la Piana und Alpe Lut nach Colloro, wo ich mich dann noch dazu entschieden habe weiter bis Premosello abzusteigen.

Von dort habe ich dann per Handy meinem Kollegen auf dem Campingplatz am Lago di Mergozzo angerufen. Kurz darauf wurde ich dann abgeholt und konnte endlich das lang ersehnte Bad im See nehmen.

Es war eine superschöne Wanderung, wenn auch nicht zur idealen Jahreszeit, da es für diese Route schon sehr warm war. Ich hatte sechs Liter Wasser im Rucksack und habe sicher noch zwei Liter nachfüllen müssen.


Tourengänger: Kanu

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