Segnespass - Martinsloch


Publiziert von Schlomsch , 31. August 2012 um 23:55.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:19 Juli 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Segnas-Vorabgruppe   CH-GL 
Zeitbedarf: 1:15
Aufstieg: 300 m
Unterkunftmöglichkeiten:Segnespass Mountain Lodge (www.segnespass.ch)

Das Martinloch von der Bündner Seite ist gemäss Führer T4. Stimmt, wenn man denn "richtig" geht.

Um das gleich vorwegzunehmen: Ich ging nicht "richtig". Am gleichen Tag ergeht es  auch *Delta nicht besser. Motivation genug, um darüber einen Bericht zu schreiben.

Eine gute Stunde rechne ich für die Strecke Segnespass - Martinsloch und zurück. Durchaus realistisch, wenn man sich denn keinen Verhauer leistet. Während der Rest der Familie in der *Segnespass  Mountain Lodge frühstückt, ziehe ich los. Abstieg Richtung Flims, Querung unter dem Martinsloch durch, dann Aufstieg über Schutt.

Bald schon stosse ich auf eine deutliche Wegspur. An einem abmontierten rostigen Drahtseil vorbei führt die Spur höher und höher. Zwar sehe ich gegenüber eine zweite Spur; die Traverse da hin ist aber nicht einsehbar. Und meine Wegspur ist so frisch und deutlich; es muss der richtige Weg sein!
 
Ganz oben im steileren Terrain verliert sich der Pfad im feinem Schutt. Auch dies nicht weiter verwunderlich, da hier alles bröckelt und bröselt. Bald wird es rutschig, also Pickel einschlagen und weiter. Erst als weder Pickel noch Schuhe Halt finden, gebe ich auf (T6). Wie haben das andere bloss geschafft?

Von oben gesehen ist die Erkärung einfach: Solange es Schnee hat, wird die Runse oben gequert. In der Runse liegt der Schnee am längsten, also bildet sich daneben eine schöne Spur hoch zur Querung im Schnee. Ist der Schnee erst mal weg, führt die Spur jetzt *"falsch", d.h. zu weit hoch.  "Richtig" wird über Fels gequert, was kaum  Spuren hinterlässt.

Ohne Schnee "richtig" ist: Kurz vor dem rostigen Drahtseil den Pfad verlassen und auf Felsbrocken horizontal die Runse queren. Auf Höhe der Querung steht in der Runse noch eine intakte Verankerung mit Drahtseil, das nach etwa zwei Metern gerissen ist. Wahrscheinlich ist dies der Grund dafür, dass die Route offiziell gesperrt ist (Foto von Delta).
 
Ab der Runse ist der Weg zum Martinsloch offensichtlich. Auf den letzten Metern vor dem Loch ist dann ein Drahtseil vorhanden; und im Loch darf man sich im "Lochbuch" eintragen. Auf dem Abstieg baue ich an der Stelle der verpassten Querung noch zwei Steinmänner. Auf dass es dem nächsten nicht wie mir ergehen möge.

Fazit: Das Martinsloch beeindruckt vor allem aus der Distanz. Vor Ort präsentiert es sich als wenig aussichtsreicher Pass zwischen Flims und Elm. Der Segnespass ist schöner.

Tourengänger: Schlomsch

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