Über neue Wege auf neue Gipfel - von der Martlspitze auf das Ebner Joch


Publiziert von joe , 28. August 2012 um 13:09.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Rofangebirge und Brandenberger Alpen
Tour Datum:25 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Wiesing - Astenberg - Schützensteig - Martlspitze - Astenau - Ebner Joach - Astenau - Eben - Ing. Carl-Schenk-Weg - Fischl
Kartennummer:AV-Karte Nr. 6 ROFAN

Ich habe alles versucht, dass ich nicht auf die Geburtstagsfeier meiner Schwiegermutter gehen muss. Im Beruf gab es keine Samstag- oder Sonntagarbeit. Also musste ich doch noch kurzfristig nach Tirol fahren. Bei der Anreise ist mir dann ein Gespräch mit meiner Schwägerin eingefallen. Sie empfahl mir über den "Schützensteig" zur Martlspitze, im Rofangebirge, aufzusteigen. So kann ich über die Astenau und Eben nach Fischl, wo in einem Gasthaus zünftig gefeiert werden soll, absteigen. Sollte ich noch "Zeit" haben, lohnt sich ein Umweg über das Ebner Joch. Ich hatte Zeit, habe das Ebner Joch noch angehängt und kam "pünktlich" zu Kaffee und Kuchen.


Aufstieg:

Von Wiesing (Ortsteil Erlach) wandere ich zuerst nach Astenberg und danach weiter an die Weggabelung bei P.780. Über breite Forstwege (T1) oder mit einigen Abkürzungen (T2) wandere ich immer entlang der Forststrasse in Richtung Sonnwendbühelalm. Seit geraumer Zeit regnet es, aber heute sollte es mir egal sein. Ausserdem ist die Temperatur für meine Verhältnisse angenehm kühl.

Am hinteren Ende des breiten und steilen Schotterhanges, auf der Karte mit "Schicht" benannt, muss nach einer Holzstange gesucht werden. Diese markiert den Beginn des "Schützensteig". Wer diesen Steig begeht wird die Namensgebung verstehen. Im oberen Teil haben Jäger kleine Unterstände gebaut.

In vielen Windungen führt der Weg über loses Geröll hinauf (max. T4) zu einer unscheinbaren Scharte zwischen Martlspitze und Ebner Joch. Die letzten Höhenmeter sind ausgesetzt und ein schmales Band muss überwunden werden. Dann stehe ich in der Scharte. Aufgrund der Bäume und Sträucher ist die Rundumsicht stark eingeschränkt. Es reicht jedoch um den Weiterweg zur Astenau zu finden. Ich liege jedoch noch "zu gut" in der Zeit. Daher wollte ich den Aufstieg zur Martlspitze erkunden. In der Zwichenzeit hat der Regen aufgehört. Dafür sind jetzt Felsen, Wiesen und Geröll feucht und rutschig. Ich schaffe es gerade noch sicher bis zu einer weiteren Scharte vor der Martlspitze. Hier müsste ich über blanken und feuchten Fels absteigen oder abklettern. Da hier das Absturzgelände anfängt, beende ich hier meine kleine Exkursion. Auf der gegenüberliegenden Seite erkenne ich noch eine Seilsicherung im steilen Fels und steile (eventuell brüchige) Wege, die dann zum nahen Gipfelkreuz führen.

Diesen Gipfel habe ich mir für meinen nächsten Besuch vorgemerkt. Vorausgesetzt, dass das Wetter gut und der Fels trocken ist.

Eher gemütlich auf schmalen Pfaden führt mich der Weg zurück und weiter zur Astenau. Ohne Rast gehe ich weiter um das Ebner Joch zu besteigen (T3). Der Weg ist steil und an wenige Stellen müssen die Hände das Gleichgewicht am Fels halten. Etwa 200 Meter oberhalb der Astenau fängt es wieder zu regnen an. Regenzeug raus und im Nebel werden die letzten Höhenmeter zurück gelegt. Kurz nachdem ich am Gipfelkreuz angekommen bin, verziehen sich die Wolken und die Sonne kommt zum Vorschein. Von hier oben habe ich nun einen hervoragenden Blick auf den Achensee, ins Zillertal, Alpbachtal, Inntal und ins Kaisergebirge. Ausserdem ist Fischl zu erkennen. Dort wird gerade die Suppe serviert. Ich bin also im Zeitplan.


Abstieg:

Im Abstieg wähle ich die leichtere Variante über die Kirchenspitze zur Astenau. Jetzt brennt der Planet und ich geniesse ein Weissbier auf der Terasse der Astenau. Gemütlich führt mich der Weg hinab nach Eben und weiter über den Rodelweg nach Wiesing. Vor dem Cafe Rofan darf ich jedoch nicht vergesen nach rechts zu gehen. In wenigen Minuten sitze ich bei Kaffee und Kuchen. Hätte ich gewusst, dass einige sehr nette Tanten und auch eine sehr nette Freundin meiner Frau eingeladen sind, wäre ich wohl früher abgestiegen. Aber dann hätte ich nicht die tollen Fotos machen können. Es war trotzdem ein schöner Tag.


Hinweis:

Aufgrund des teilweise schlechten GPS-Empfangs habe ich den Track überarbeitet. Die kleineren Abweichungen habe ich belassen. Aber der ortskundige Wanderer wird sich bestimmt nicht auf den breiten Forstwegen verlaufen.


Tourengänger: joe

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