Morgens auf der Rinnenspitze


Publiziert von maxl , 25. August 2012 um 19:28. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum:23 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Innsbruck auf die Brenner-Bundesstraße. In Schönberg rechts in's Stubaital. Dort in Neustift wieder rechts in's Oberbergtal. Am Talschluss gebührenpflichtiger Parkplatz (5€).
Unterkunftmöglichkeiten:Franz-Senn-Hütte

Um auf der beliebten Rinnenspitze seine Ruhe zu haben, muss man schon auf Randzeiten ausweichen, sei's die des Jahres oder die des Tages. Wir beschließen nicht zuletzt wegen des zweifelhaften Wetterberichts, die Rinnenspitze als Vormittagstour anzugehen, um schon zu Mittag wieder zurück zu sein - wider sämtlicher Erwartungen wurde es dann doch ein strahlend schöner Bergtag.

Und das war zunächst wirklich nicht zu erwarten: um eins in der Nacht fahre ich in München los, um Stefan in Kochel abzuholen - die ganze Fahrt gießt es wie aus Eimern, im Sekundentakt blitzt es, das steigert die Skepsis. Fast wär ich umgedreht, gottseidank bin ich's nicht. Um zwei treffen wir uns in Kochel und fahren auf regennasser Straße zunächst in's Inntal, dann die Brennerstraße in's Stubaital, schließlich in's kleine Oberbergtal. Kurz vor dem eigentlichen Startpunkt erleben wir schon die erste Überraschung: eine dicke Mure verperrt die Straße zum gebührenpflichtigen Parkplatz an der Oberrisshütte, wir parken einen Ort vorher (umsonst, trotz angedrohter Besitzstörungsklage), haben dafür auch eine halbe Stunde mehr Aufstieg und 100 zusätzliche Höhenmeter.

Gegen fünf sind wir dann also am eigentlichen Startpunkt der Tour angekommen und steigen von dort über den breiten Steig in etwa einer Stunde zur großen Franz-Senn-Hütte auf. Der leichte T2-Weg ist im Licht der Stirnlampen gut zu machen, als wir an der Hütte sind, dämmert's schon langsam, wach ist freilich noch niemand. Also weiter, auf weiterhin breitem Steig in Kehren den Hang hinauf, dann sanft auf eine Art Hochplateau, hinter dem der schöne Rinnensee liegt - die Morgenstimmung ist schon sehr schön, vor allem diese Ruhe.... Hier oben zeigt sich der Gipfelaufbau der Rinnenspitze. Diesem nun entgegen, bald durch etwas steileres Blockgelände, schließlich an die ersten Tritthilfen und Seile, mithilfe derer man den Grat gewinnt. Auch letzterer ist üppig versichert, so ist der Gipfel trotz einiger ausgesetzter Passagen leicht zu erreichen. Zwei Stunden ab Hütte etwa sind wir da, gesamte Aufstiegszeit also etwa 3h, im oberen Bereich T3+ und I. Zwei Stellen am Grat sind etwas abdrängend, hält man sich an die Versicherungen, die technischen Anforderungen erschöpfen sich aber weitestgehend darin, den Bauch einzuziehen.

Oben halten wir dann eine kurze Rast, etwas weiter unten im Gras schließlich eine längere - die ersten Gruppen streben dem Gipfel schon entgegen; auch der Rinnensee scheint eine beliebte Anlaufstelle zu sein, deshalb schenken wir uns den Besuch dort. Stattdessen eben die genussvolle Rast im Gras, bevor wir dann wieder gemütlich gen Sennhütte zurückschlendern. Von der Hütte aus dann auf gewohntem Wege, jedoch heller, heißer und voller retour zur Oberrisshütte, Wahnsinn, wieviele Leute sich in der beginnenden Mittagshitze zur Sennhütte hinaufquälen. Uns soll's egal sein. Ein kurzes Stückerl noch zurück zum Auto, das nicht nur umsonst, sondern fast die ganze Zeit im Schatten geparkt hat, so ist das Spezi noch kühl. Heut passt einfach alles. Die Zufriedenheit können wir nicht verleugnen, das war wirklich ein gelungener Ausflug - und das bei AKW!!

Tourengänger: maxl, 83_Stefan

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