Cima Pisciadu 2985m Pisciadu-Spitze, Via Ferrata Brig. Tridentina


Publiziert von lila Pro , 25. August 2012 um 19:08.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:18 Oktober 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz an der Südspitze der größten der drei genau in Nord-Südrichtung verlaufenden Kehren östlich des Grödner Joches, 1956m
Unterkunftmöglichkeiten:Pisciadu-Hütte, CAI
Kartennummer:Tabacco Nr. 005 Val Gardena 1:25 000

Schon klar, warum der "Pisciadù-Klettersteig" so beliebt ist: kaum fällt man aus dem Auto heraus und noch bevor einem so warm ist, dass man die Jacke aufmachen kann, steht man schon am Einstieg;  ein noch kürzerer Zustieg wäre dann schon das Sichern am Lenkrad....

Nach einem chilligen Tag gestern mit Nachmittagsspaziergang auf die Große Cir-Spitze bzw. Cir V sind wir wieder motiviert für ein paar Höhenmeter mehr, also los. Da der Klettersteig am Nordabbruch des Sellaplateaus liegt, ist es erstmal recht schattig. Kurz nach dem Einstieg ist der Fels auf ca 3 Meter Länge von einer Eisschicht allerfeinster Sorte überzogen, richtiges Glatteis. Wir brauchen ein bisschen, um uns da hinüberzubasteln, ein Pickel wäre für diese 3 Meter sehr angenehm gewesen, aber es geht auch so. Die Leute, die hinter uns gestartet sind, drehen allerdings um. Kurz darauf sprintet ein drahtiger Mittfünfziger in Turnschuhen an uns vorbei. Wow, denke ich mir, sieht so aus als ob der das nicht zum ersten Mal macht. Naja, mit Kindern braucht man halt ein bisschen länger. Immerhin sind wir schneller als der Bergführer mit seinem italienisch sprechendem Gast hinter uns. Erwartungsgemäß ist der Klettersteig bei so schwacher Frequentierung wirklich ein Genuß, im oberen Teil wärmt uns sogar sie Sonne. 

Die Pisciadu-Hütte hält schon Winterschlaf. Der flotte Drahtige entpuppt sich als Hüttenwirt, der drinnen noch ein bisschen aufräumen und vor allem danach ein ausgiebiges Sonnenbad auf der leeren Hüttenterrasse nehmen möchte.

Die Kinder ringen lange mit sich, ob sie am zugefrorenen Hüttensee (Lêch de Pischiadù) bleiben oder doch mit auf den Gipfel gehen wollen. Schließlich entscheiden sie sich fürs Mitgehen. Stellenweise hat es knietiefen Neuschnee, am südseitig verlaufenden Gipfelaufschwung ist es dann wieder T-Shirt-warm. Außer einem sächsischen Rentnerehepaar mit Hund, die nicht auf den Gipfel gehen sondern im Winterraum der Boé-Hütte übernachten wollen, treffen wir niemanden. 

Abstieg: bis zur Hütte wie Aufstieg, dann auf dem Weg Nummer 666 zurück zum Parkplatz

Fazit: wunderschöne Tour bei Traumwetter, zwei Tage später hat es bis ins Tal hinunter geschneit.

Anzahl Tourengänger: 1 Erwachsener und 2 Kinder, 12 und 16 Jahre alt

Tourengänger: lila

Galerie


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