Weißspitze: Venediger-Aussichtsloge


Publiziert von margitH , 24. August 2012 um 18:04.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum:18 August 2012
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1650 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Virgental: die Auffahrt zur Boden-Alm beginnt zwischen Bobojach und Prägraten; Wanderparkplatz am Ende der öff. Strasse
Unterkunftmöglichkeiten:Gemeinden des Virgentals
Kartennummer:Kompass 38

Für den Venediger fehlt mal wieder der berühmte "dritte Mann", ausserdem sind in den umliegenden Hütten nicht einmal mehr Notlager aufzutreiben. Dann besteigen wir halt "wenigstens" die Nachbarin:

Vom grossen Wander-Pp. jenseits der Schranke folgt man zunächst noch dem Fahrweg, bereits nach wenigen Minuten kann man aber rechter Hand auf einen beschilderten Steig ausweichen. Bis zur Boden-Alm trifft man noch öfter auf den Fahrweg, dessen Schlaufen man aber meist über ein Wiesensteiglein abkürzen kann (Grundrichtung NW). Oberhalb der schön gelegenen Boden-Alm folgt man noch kurz dem Fahrweg, der wenig später an einem Gatter endet und von einem guten Steig ersetzt wird. Kurz wandert man in NW-Richtung an einem Abbruch vorbei, bevor man an einem Gedenkkreuz dann das freie Weidegelände des Timmeltals erreicht. Das nächste Etappenziel ist die bewirtschaftete Eisseehütte, die gerade voraus mitten in der Stirnseite des Tals thront. Ab der Wallhorn-Alm gibt es mehrere Wege (alle beschildert): wir entscheiden uns für die Variante, die flach am linken Bachufer entlangläuft (es gäbe auch Wegvarianten in der rechten oder linken Hangflanke). Gemütlich und nur mit minimalem Höhengewinn geht es am Bach entlang taleinwärts (N), erst am Talschluß steilt das Gelände auf und über viele gut angelegte Serpentinen steigt man neben dem stattlichen Wasserfall hinauf zur Hütte.
Dort hält man sich links (W), wandert kurz ohne Höhengewinn durch eine Grasflanke und erreicht - wieder in N-Richtung- ein flaches Hochtal mit mehreren tw. verlandeten Seen. Ob man nun dem Weg am rechten Ufer folgt (Beschilderung: Eissee) oder den Bach überquert und am linken Ufer entlangwandert (Beschilderung: Weißspitze), ist nahezu egal; letztlich muß man sich den besten Weg durch die kleine Seenplatte suchen (vom Wasserstand abhängig) und an deren linken hinteren Ende auf den weithin sichtbaren Pfad treffen, der steil einen markanten Moränenrücken hinaufführt. Auf dem sehr guten Steig bewinnt man schnell Höhe und erreicht über welliges Wiesengelände einen kleinen See, den man linker Hand umgeht. Über einen kurzen Aufschwung gelangt man in einen weiteren weitläufigen Wiesensattel, wo man sich anhand grosser Steinmanndl gut orientieren kann (die Farbmarkierungen enden hier). Noch mal steigt man -sich halblinks(N) haltend- ein paar Hm ab, umgeht einen weiteren See auf der rechten Seite und muß nun im Blockwerk den Beginn des Steigleins zum Wallhorntörl finden. Nur der Einstieg ist etwas unübersichtlich; im weiteren Verlauf erkennt man dann wieder deutliche Steigspuren, die über lose Platten und sandiges Terrain steil hinaufführen zum Wallhorntörl (Übergang zum Defreggenhaus).
Dort wendet man sich der Beschilderung gemäß nach rechts(O), traversiert die steile Geröllflanke und steigt auf wiederum besserer Steigspur hinauf zur nächsten Geländekante. Man befindet sich nun knapp oberhalb des Garaneber-Kees und quert eben auf schmaler, sandiger Spur parallel zur Gletscherkante hinüber zum blockigen Gipfelaufbau der Weißspitze (NO). Die letzten 150Hm sind steil und durch lose Platten und den sandigen Untergrund etwas instabil, aber bei günstigen äusseren Bedingungen gut zu begehen. Ist der Blockwerk-Hang bezwungen, muß man nur noch wenige Meter entlang des etwas ausgesetzten Grats hinüberwandern zum nach hinten verlagerten Kreuz

Anforderung: Bei guten äusseren Bedingungen ist die Weißspitze ein eher leicht zu erreichender Gipfel, der grösstenteils auf recht guten Wegen erwandert werden kann; lediglich die letzten 250Hm erfordern Trittsicherheit für steiles, instabiles Gelände. Nicht unterschätzen sollte man die Länge der Tour: 1650Hm sind nicht wenig; dazu kommt eine längere Flachetappe, die den Zeitbedarf erhöht.

Belohnung: Eine absolute Traum-Tour, die von uns sofort in die persönlichen Lieblingstouren eingereiht wurde! Nicht nur das nahezu "unverbaute" Gipfelpanorama und der Nahblick auf den Venediger begeistern, sondern auch der gesamte Anstieg ist landschaftlich sehr lohnend und abwechslungsreich

Tourengänger: margitH

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